Server stillgelegtZürcher Behörden gelingt Schlag gegen Krypto-Geldwäscherei
Dominik Müller
1.12.2025
Die Polizei hat die Krypto-Webseite gesperrt.
Staatsanwaltschaft Zürich
Der Zürcher Staatsanwaltschaft gelang es vergangene Woche nach monatelangen Ermittlungen, einen Bitcoin-Server auszuheben. Über diesen waren Milliardenerlöse aus Verbrechen gewaschen worden.
Eine unbekannte Täterschaft betrieb seit 2016 unter dem Namen «cryptomixer.io» einen sogenannten «Bitcoin-Mixer», welcher im Clearweb und im Darknet verfügbar war. Die Gelder stammten dabei überwiegend aus illegalen Darknet-Geschäften, Ransomware-Lösegeldzahlungen, betrügerischen Online-Shops, Krypto-Diebstählen und anderen Straftaten, wie die Zürcher Staatsanwaltschaft in einer Mitteilung schreibt.
Bei einem Bitcoin-Mixer werden einbezahlte Bitcoins durch eine Vielzahl von Transaktionen mit Bitcoins anderer Benutzer gemischt, um die Rückverfolgung zu verunmöglichen. Das Transaktionsvolumen betrug dabei weit über eine Milliarde Franken in Bitcoin, wobei der Gewinn der Betreiber auf mehrere Millionen Franken geschätzt wird.
Die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich hat zusammen mit Cyberspezialisten der Stadt- und der Kantonspolizei die Server-Infrastruktur im Kanton Zürich lokalisiert und diese Ende November 2025 stillgelegt. Das Betriebskapital im Gegenwert von rund 23 Millionen Franken in Bitcoin wurde sichergestellt, die Infrastruktur und die Domain wurden beschlagnahmt.
Für die Ermittlungen war mit Unterstützung von Eurojust und Europol eine länderübergreifende gemeinsame Ermittlungsgruppe mit den Zürcher Behörden, der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main sowie dem Deutschen Bundeskriminalamt gebildet worden. Die Ermittlungen laufen derweil weiter. Hierzu werden insbesondere auch die ab der Infrastruktur gesicherten 12 Terabyte Daten ausgewertet.