Das Musical «Ewigi Liebi» wurde 2007 zum Publikumshit. Jetzt kehrt die Geschichte als Kinofilm zurück – mit Luca Hänni, Susanne Kunz und Pasquale Aleardi in den Hauptrollen. Warum die Romcom zum nächsten grossen Hit werden könnte.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Der Musical-Hit «Ewigi Liebi» kommt als moderne Romcom ab 12. Februar 2026 in die Kinos.
- Der Film setzt auf bekannte Schweizer Stars. Sänger Luca Hänni gibt ein überraschend überzeugendes Schauspieldebüt, und es kommen zahlreiche Mundart-Hits der letzten 30 Jahre vor.
- Wird «Ewigi Liebi» der neue Schweizer Kinoschlager? Das könnte gut sein – und zwar aus diesen 7 Gründen.
Heidi (Susanne Kunz) und Daneli (Pasquale Aleardi) sind Anfang 50, als sie sich nach 30 Jahren wieder begegnen. Beide stammen aus Trueb im Emmental und waren ineinander verliebt, bis sich ihre Wege trennten, weil sich Daneli – die junge Version wird von Luca Hänni gespielt – nach einer Lüge seines Bandkumpels Ferdinand auf eine Nacht mit Bandkollegin Sabe einliess. Doch Heidi (Elena Flury) erwischte sie, wendete sich von Daneli ab und heiratete Ferdinand.
Heute führt Daneli einen Musik-Plattenladen in Zürich, muss diesen aber wegen einer Sanierung räumen. Bauherrin ist ausgerechnet Heidi, die mit Ferdinand eine Immobilienfirma führt. So begegnen sich die beiden wieder und würden alles dafür geben, die Zeit zurückzudrehen.
Und tatsächlich erhalten sie die Gelegenheit dazu. Mehr sei an dieser Stelle zur Handlung nicht verraten. Dafür 7 Punkte, warum «Ewigi Liebi» einen Nerv beim Publikum treffen und damit ein grosser Erfolg werden könnte.
Luca Hänni ist ein überraschend guter Schauspieler
Mit Luca Hänni als Hauptdarsteller Daneli sind die Macher von «Ewigi Liebi» ein Risiko eingegangen: Der Berner Oberländer stand zuvor noch nie für einen Kinofilm vor der Kamera. Schon gar nicht für eine derart grosse Produktion.
Doch beim Singen kann Hänni seine Stärken ausspielen. Und davon profitiert das Gesamtergebnis, denn gesungen wird in diesem Musical-Film reichlich. Luca Hänni überzeugt bei seinem Kinodebüt mit einer frischen und unterhaltsamen Performance, die das Publikum mögen wird.
Original-Musical war ein Kassenschlager
Das erfolgreichste Schweizer Musical überhaupt feierte 2007 in der Zürcher Maag-Halle seine Uraufführung. Zum 10-jährigen Jubiläum kehrte der Publikumserfolg 2017 noch einmal auf die Bühne zurück. Insgesamt sahen über 720’000 Zuschauerinnen und Zuschauer das Musical. «Ewigi Liebi» löste in der Schweiz einen neuen Musical-Boom aus.
Nomen est Omen? Was als Musical die Herzen des Schweizer Publikums im Sturm eroberte, hat nun grosses Kino-Potenzial. Warum? Der Film trifft denselben Ton, erzählt die vertraute Liebesgeschichte weiter und fängt genau das Lebensgefühl ein, das bereits auf der Bühne begeistert hat.
Der Film kopiert das Musical nicht eins-zu-eins. Für die Leinwand wurde alles ganz bewusst neu gedacht und Regisseur Pierre Monnard («Hallo Betty», «Platzspitzbaby») erzählt die Geschichte als moderne Neuinterpretation.
So wird aus dem Musical-Klassiker eine neue Kino-Romcom – aber immernoch mit Ohrwurm-Garantie für die ganze Familie.
Viele Schweizer Musik-Hits lassen einen nostalgisch werden
Apropos Ohrwurm: Der Film ist gespickt mit Schweizer Mundart-Hits der letzten 30 Jahre. Von «Ewigi Liebi» von Mash über «Alperose» von Polo Hofer oder «Ha kei Ahnig» von Steff la Cheffe bis zu «079» von Lo & Leduc.
Es sind Hits, die alle kennen, und es ist praktisch unmöglich, dabei keine Emotionen zu spüren. Oder die Füsse im Kino still zu halten.
Der Film spielt in Trub BE, Zürich und Winterthur – von Stadt bis Land ist also alles dabei. Visuell setzt «Ewigi Liebi» konsequent auf idyllische Schweizer Postkartenlandschaften: Grüne Hügel, charmante Dorfansichten und spektakuläre Berglandschaften wurden in Szene gesetzt.
Zudem erhalten Schweizer Marken wie Rivella, PTT oder Lindor-Kugeln prominente Auftritte. Kein Film hat in den letzten Jahren mehr «Swissness» geschrien – und das, selbst bei den Produktplatzierungen, erst noch auf eine charmante Weise.
Starbesetzung vor und hinter der Kamera
Der Film setzt sowohl auf bekannte Schweizer Schauspielnamen wie Pasquale Aleardi («Bretonischer Ruhm», «Ich war niemals in New York»), Susanne Kunz («Unsere kleine Botschaft», «Der Bestatter») und Pascal Ulli («Der Goalie bin ig», «Bon Schuur Ticino»).
Aber auch auf neue, frische Gesichter wie Luca Hänni und Sängerin Elena Flury. Letztere ist allerdings nicht ganz unbekannt im Schweizer Filmuniversum.
Sie spielte schon in einem Tatort («Rapunzel») mit sowie im britischen Thriller «The Waterhouse». Sie hat einen Abschluss in Musik und ist bekannt für ihre Neo-Soul-Musik.
Regie von «Ewigi Liebi» führte Pierre Monnard, der schon hinter Kino-Hits wie «Hallo Betty» (2025) und «Platzspitzbaby» (2020) steckt.
Immer wieder tauchen im Film bekannte Gesichter auf. Sänger Baschi zum Beispiel spielt eine witzige Version seiner selbst – als Musikproduzent und Talent-Scout.
Ein Wiedersehen gibt es zudem mit Murmeli Helmi Sigg: Das «Ewigi Liebi»-Musical-Urgestein kehrt allerdings in einer etwas anderen Rolle zurück.
Solche Details werden beim Publikum gut ankommen – und noch lange in Erinnerung bleiben.
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26.08.2025