«Berührt mich noch immer» Angelina Jolie zeigt erstmals die Narben ihrer Brustamputation

Bruno Bötschi

17.12.2025

Zwölf Jahre nach ihrer präventiven Brustamputation spricht Angelina Jolie so offen wie nie zuvor über den Eingriff.
Zwölf Jahre nach ihrer präventiven Brustamputation spricht Angelina Jolie so offen wie nie zuvor über den Eingriff.
Bild: Evan Agostini/Invision/AP/dpa

Angelina Jolie liess sich prophylaktisch beide Brüste abnehmen, um das Krebsrisiko zu senken. Jetzt zeigt die Hollywood-Schauspielerin ihre Narben. Der Grund dahinter? Sie will damit anderen Frauen Mut machen.

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DPA, Bruno Bötschi

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Zwölf Jahre nach ihrer präventiven Brustamputation öffnet sich Hollywood-Schauspielerin Angelina Jolie der Welt wie nie zuvor.
  • In einem Interview mit dem Magazin «Time France» zeigt die 50-Jährige ihre Narben – und erklärt, warum sie diesen Schritt gerade jetzt wagt.
  • «Ich bin immer berührt davon, wenn ich sehe, wie andere Frauen ihre Narben zeigen», so Jolie.

Angelina Jolie zeigt im Magazin «Time France» erstmals die Narben ihrer doppelten Mastektomie – zwölf Jahre nach dem Eingriff, der das Leben der Hollywood-Schauspielerin komplett veränderte.

«Ich teile diese Narben mit vielen Frauen, die ich liebe», sagt die 50-Jährige. «Ich bin immer berührt davon, wenn ich sehe, wie andere Frauen ihre Narben zeigen.»

Sie habe sich ihnen anschliessen wollen, «da ich wusste, dass ‹Time France› Informationen über Brustgesundheit, Prävention und Wissen über Brustkrebs verbreiten würde».

Jolie: «Meine Kinder müssen keine Angst mehr haben»

Angelina Jolie hatte sich prophylaktisch ihre beide Brüste abnehmen und später die Eierstöcke entfernen lassen, um das Krebsrisiko zu senken. Der Grund dahinter: Ihre Grossmutter, Tante und Mutter waren zuvor an Krebs gestorben.

«Die Entscheidung zur Mastektomie war nicht einfach», schrieb die Schauspielerin damals in einem Gastbeitrag für die «New York Times» mit dem Titel «My Medical Choice». «Aber ich bin sehr froh, dass ich sie getroffen habe.»

Durch den Eingriff sank Jolies Risiko auf unter fünf Prozent. «Ich kann meinen Kindern sagen, dass sie keine Angst haben müssen, mich an Brustkrebs zu verlieren», so die Schauspielerin.

Jolie spielt Filmemacherin, die an Brustkrebs leidet

Im Frühjahr 2026 erscheint der Film «Couture» in den Kinos, in dem Angelina Jolie eine Filmemacherin spielt, bei der Brustkrebs diagnostiziert wird. «Das ist eine sehr persönliche Geschichte für mich», sagt sie im Interview mit «Time France».

An ihrem neuen Film möge sie besonders, dass er mehr erzähle als die Geschichte eines kranken Menschen: Er zeige das Leben.

Mit der Abnahme ihrer Brüste im Jahr 2013 wollte Angelina Jolie andere Frauen dazu ermutigen, fundierte Entscheidungen zu treffen. «Gesundheitliche Entscheidungen müssen persönlich getroffen werden, und Frauen müssen über die nötigen Informationen und Unterstützung verfügen, um diese zu treffen.» Das solle weder vom Geld noch vom Wohnort abhängen.

Das Interview mit Angelina Jolies und Fotos von ihren Narben erscheint morgen, Donnerstag, 18. Dezember, in der allerersten Ausgabe des neuen Magazins «Time France».


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