Vorwurf der Vergewaltigung Anklage gegen Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby erhoben

dpa

18.8.2025 - 14:51

Marius Borg Høiby, hier im Jahr 2022 an der Seite seiner Mutter Kronprinzessin Mette-Marit. (Archivbild)
Marius Borg Høiby, hier im Jahr 2022 an der Seite seiner Mutter Kronprinzessin Mette-Marit. (Archivbild)
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Gegen Marius Borg Høiby ist Anklage erhoben worden. Dabei gehe es unter anderem um den Vorwurf der Vergewaltigung.

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DPA, Lea Oetiker

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  • Gegen Marius Borg Høiby, den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, wurde wegen Gewalt- und Sexualdelikten Anklage erhoben.
  • Er bestreitet die meisten Vorwürfe.
  • Unabhängig davon verlor er seinen Diplomatenpass aus formalen Gründen.

Gegen den ältesten Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, ist Anklage erhoben worden. Das gab der zuständige Staatsanwalt Sturla Henriksbø in Oslo bekannt. Dabei gehe es unter anderem um den Vorwurf der Vergewaltigung.

Vor rund einem Jahr wurden erstmals Vorwürfe laut, dass sich Marius Borg Høiby, das älteste Kind von Kronprinzessin Mette-Marit (51), gewalttätig verhalten haben soll. Der heute 28-Jährige räumte damals ein, unter dem Einfluss von Alkohol und Kokain seine damalige Freundin geschlagen und in ihrer Wohnung randaliert zu haben.

Doch bei diesen Vorwürfen blieb es nicht: Die Polizei weitete die Ermittlungen seither erheblich aus – inzwischen geht es auch um mehrere mutmassliche Sexualdelikte, die nach norwegischem Recht mit mehrjährigen Haftstrafen geahndet werden könnten.

Über seine Anwälte weist der Stiefsohn von Kronprinz Haakon (52) die meisten Anschuldigungen zurück – insbesondere jene, die sich auf Sexualstraftaten beziehen.

Der Gerichtsprozess gegen ihn wird nach Angaben des Staatsanwalts wahrscheinlich Mitte Januar 2026 beginnen. Demnach droht ihm eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren.

Musste Diplomatenpass abgeben

Zuletzt rückte der 28-Jährige erneut ins öffentliche Interesse – diesmal, weil er seinen Diplomatenpass abgeben musste. Dieses Dokument erleichtert in der Regel Diplomaten, Regierungsmitgliedern und royalen Würdenträgern mit offiziellen Aufgaben das Reisen.

Der Entzug des Passes, so betonen offizielle Stellen, stehe jedoch nicht im Zusammenhang mit den gegen Marius Borg Høiby laufenden Ermittlungen wegen Gewalt- und Sexualdelikten. Hintergrund seien stattdessen neue Bestimmungen, die seit mehr als einem halben Jahr gelten: Demnach haben ausschliesslich die direkten Mitglieder des Königshauses Anspruch auf einen Diplomatenpass.