Kinofilm über Koch-Ikone «Betty Bossi brachte die Schweizer Männer an den Herd»

Bruno Bötschi

19.11.2025

«Betty Bossi ist eine Revolutionärin – sie brachte die Männer an den Herd»

«Betty Bossi ist eine Revolutionärin – sie brachte die Männer an den Herd»

Hackbraten und Zimtsterne: Diese Rezepte bringt Betty Bossi ab den Fünfzigerjahren in die Schweizer Küchen. Die Werbetexterin Emmi Creola-Maag erfand die Koch-Ikone. Jetzt wird ihre Geschichte von Erfolgsregisseur Pierre Monnard im Kino erzählt.

30.10.2025

Hackbraten und Zimtsterne: Diese Rezepte bringt Betty Bossi ab den 1950er-Jahren in die Schweizer Küchen. Werbetexterin Emmi Creola-Maag ist die Erfinderin der Koch-Ikone. Jetzt wird ihre Geschichte im Kino erzählt.

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Bruno Bötschi, Nicole Agostini

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Betty Bossi gehört zur Schweiz wie das Matterhorn, das Rütli und die Migros.
  • Der Kinofilm «Hallo Betty» von Regisseur Pierre Monnard spielt in den 1950er-Jahren und erzählt aus dem Leben von Emmi Creola-Maag.
  • Die Werbetexterin und Mutter von drei Kindern vermarktet Produkte einer Speiseölfirma und ist die Erfinderin der Kunstfigur Betty Bossi.
  • «Betty Bossi ist eine Revolutionärin – sie brachte die Männer an den Herd», sagt Monnard im Gespräch mit blue News.
  • «Hallo Betty» startet am 20. November 2025 bei blue Cinema.

Emmi Creola-Maag ist Mutter von drei Kindern, sie hat Germanistik studiert und arbeitet in den 1950er-Jahren als Texterin in einer Werbeagentur. Sie hat den Auftrag, Öle und Fette anzupreisen.

Emmi Creola-Maag will – nein, sie kann mehr. Viel mehr. Sie entwickelt eine fiktive Köchin, welche die Konsument*innen mit Tipps versorgt: Betty Bossi.

Heute gehört Betty Bossi zur Schweiz wie das Matterhorn, das Rütli und die Migros. Und viele Menschen glauben nach wie vor, dass sie wirklich gelebt hat.

«Hallo Betty» – die Geschichte einer mutigen Frau

Jetzt wird die Lebensgeschichte der Frau, die Mitte der 1950er Jahren dafür sorgte, dass Schweizer Männer endlich auch hinter dem Herd standen, im Kino erzählt.

«Betty Bossi ist kein Tradwife, also keine traditionelle Hausfrau»: Filmemacher Pierre Monnard über seinen Kinofilm «Hello Betty».
«Betty Bossi ist kein Tradwife, also keine traditionelle Hausfrau»: Filmemacher Pierre Monnard über seinen Kinofilm «Hello Betty».
Bild: zVg

Mit seinem Film «Hallo Betty» will Regisseur Pierre Monnard «der unglaublich modernen und mutigen Frau, die Emmi Creola-Maag war, gerecht werden».

Und weiter: «Betty Bossi ist kein Tradwife, also keine traditionelle Hausfrau. Sie ist das Gegenteil davon. Sie eine Revolutionärin.»

«Hello Betty» spart nicht mit Angriffen auf das Patriarchat

«Hello Betty» erzählt von eben dieser Revolution in den Schweizer Küchen. Der Film beschreibt aber auch die Liebesgeschichte von Emmi Creola-Maag, gespielt von Sarah Spale, und ihrem Mann Ernst (Martin Vischer).

Während der Vorbereitungen auf die Dreharbeiten konnte Monnard mit Creolas ältester Tochter Ines sprechen. «Sie erzählte, dass ihre Eltern ein untypisches Paar waren.»

Für die damalige Zeit sei der Wunsch nach Gleichberechtigung auffällig gewesen. Auch im Film «Hello Betty» wird nicht mit Angriffen auf das Patriarchat gespart.

Und das ist gut so.

«Hello Betty» läuft ab Donnerstag, 20. November 2025, bei blue Cinema.


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