Jodok Vuille: «Es war Liebe auf den ersten Blick – das Cello und ich»
Seine Clips erreichen Millionen Menschen weltweit: Jodok Vuille ist bekannt als der Schweizer Barfuss-Cellist. Für seine Musikkarriere hat er nun den Lehrerjob an den Nagel gehängt, bald startet seine Welttournee.
05.03.2025
Seine Clips erreichen Millionen Menschen weltweit: Jodok Vuille ist bekannt als der Schweizer Barfuss-Cellist. Für seine Musikkarriere hat er nun den Lehrerjob an den Nagel gehängt, bald startet seine Welttournee.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Der Schweizer Cellist Jodok Vuille, bekannt als Jodok Cello, begeistert im Netz Millionen mit seinen Performances in schönster Natur. Bald startet seine erste Welttournee.
- Seine Liebe zur Musik begann auf einem Emmentaler Bauernhof, durch Social Media wurde Jodok Vuille weltweit bekannt.
- blue News erzählt er, wie es war, vor der Königsfamilie in Katar zu spielen und mit Alan Walker zusammenzuarbeiten.
- Trotz des Ruhms ist Jodok Vuille bodenständig geblieben – sein langfristiger Traum ist es, einen Bauernhof in der Schweiz zu kaufen und ein einfaches Leben zu führen.
Es ist eine Erfolgsgeschichte wie aus dem Bilderbuch: Jodok Vuille (36) ist auf einem abgelegenen Bio-Bauernhof im Emmental aufgewachsen, heute erreicht er mit seinem Cello-Spiel unzählige Menschen auf der ganzen Welt. Alleine auf Instagram zählt der als Jodok Cello bekannte Musiker 5,3 Millionen Follower*innen.
Bekannt geworden ist er mit einem waghalsigen Video, das ihn barfuss und Cello spielend dicht am Abgrund auf dem Alpstein zeigt. Die Kombination aus epischer Musik von Ludovico Einaudi (69), wunderschöner Landschaft und dem perfekten Licht lässt die Herzen im Netz höher schlagen.
Seither sind viele, viele neue Clips dazugekommen, in denen Jodok in idyllischer Natur in die Saiten haut – und weiterhin barfuss ist.
Das ist irgendwie zu seinem Markenzeichen geworden, obwohl das gar nie so geplant war. «Meine Schuhe waren so dreckig vom Wandern, dass ich sie einfach ausgezogen habe», erinnert sich der gebürtige Emmentaler, der in Luzern lebt, als blue News ihn per Videocall erreicht. Weil seine nackten Füsse den Leuten im Netz sofort ins Auge stachen, habe er seither daran festgehalten.
Wer glaubt, dass hinter den imposanten Videos von Jodok ein ganzes Team steckt, der irrt. Der Cellist nimmt sich in der Natur selbst auf. Nur, wenn er in der Öffentlichkeit vor einer Menschenmenge spielt und mit seinem Clip «eine Geschichte erzählen» möchte, dann holt er sich Unterstützung zur Seite.
Aufgewachsen auf einem Bio-Bauernhof
Bald startet der Bauernjunge seine Welttournee. Angefangen hat alles zu Hause im Emmental, als ein junger Mann aus der Stadt auf den Hof seiner Eltern kam. «Ich war sofort ein Fan von ihm», erinnert sich Jodok. Er sei «sportlich, cool, jung» gewesen – und habe eben auch Cello gespielt. «Ich wollte so werden wie er.»
Der kleine Jodok Vuille habe daraufhin gestürmt, bis seine Mama ihm ein Cello mietete. Und dann war es Liebe auf den ersten Blick. «Ich habe mich so schnell in dieses Instrument verliebt. Es war ein Match – und so hat alles angefangen», erzählt der 36-Jährige.
«Alleine das Korpus ist so ästhetisch. Und dann dieser sanfte, warme, süffige Klang», schwärmt Jodok. Man spürt seine Leidenschaft für das Cello, wenn er darauf spielt, verschmilzt er jedes Mal mit dem Instrument.
Mama hat Jodok Vuille dazu gebracht, dranzubleiben
Trotz Krisen in seiner Jugend, als Ausgang, Frauen oder Fussball plötzlich mehr Platz in seinem Kopf einnahmen, gab er nicht auf. Schliesslich sei es aber seine Mutter gewesen, die ihn dazu ermutigte, das Cello nicht wegzulegen. «Ich war kurz vor dem Aufhören und dann hat meine Mama gesagt: ‹Du spielst so gut, wir haben so viel investiert, es tut dir doch gut und du hast Freude daran – bleib noch ein wenig dran.›»
Jodok Vuille begeistert auf Social Media mit seinem Cello-Spiel.
Der Emmentaler filmt sich in wunderschöner Natur und mit perfektem Licht, während er weltbekannte Hits mit dem klassischen Instrument interpretiert.
Jodok wurde auch schon von Musikproduzent Alan Walker für einen Videodreh angefragt.
Aufgewachsen ist der erfolgreiche Cello-Star auf einem Bio-Bauernhof im Emmental.
Sein Zuhause war sehr abgelegen.
«Nur Grün, Wald und Wiesen rundherum. Meine Kindheit war sehr geborgen, bin mitten in der Natur aufgewachsen», meint Jodok.
Sein erstes Cello hielt er mit sieben in den Händen.
Seine Mutter war es, die ihn dazu brachte, dranzubleiben.
Mit seinen Videos erreicht Jodok heute Millionen Menschen auf der ganzen Welt.
Der oberste Tourismusminister lud Jodok im vergangenen Jahr nach Katar ein, um vor der Königsfamilie zu spielen.
In seinen Clips performt er schon auch mal mit bekannten Sängern wie hier Teddy Swims.
Seine Videos zeigen Jodok immer wieder in epischer Szenerie. Eines seiner nächsten Projekte soll waghalsig werden: Er will während eines Gleitschirmflugs Cello spielen.
Jodok Vuille begeistert auf Social Media mit seinem Cello-Spiel.
Der Emmentaler filmt sich in wunderschöner Natur und mit perfektem Licht, während er weltbekannte Hits mit dem klassischen Instrument interpretiert.
Jodok wurde auch schon von Musikproduzent Alan Walker für einen Videodreh angefragt.
Aufgewachsen ist der erfolgreiche Cello-Star auf einem Bio-Bauernhof im Emmental.
Sein Zuhause war sehr abgelegen.
«Nur Grün, Wald und Wiesen rundherum. Meine Kindheit war sehr geborgen, bin mitten in der Natur aufgewachsen», meint Jodok.
Sein erstes Cello hielt er mit sieben in den Händen.
Seine Mutter war es, die ihn dazu brachte, dranzubleiben.
Mit seinen Videos erreicht Jodok heute Millionen Menschen auf der ganzen Welt.
Der oberste Tourismusminister lud Jodok im vergangenen Jahr nach Katar ein, um vor der Königsfamilie zu spielen.
In seinen Clips performt er schon auch mal mit bekannten Sängern wie hier Teddy Swims.
Seine Videos zeigen Jodok immer wieder in epischer Szenerie. Eines seiner nächsten Projekte soll waghalsig werden: Er will während eines Gleitschirmflugs Cello spielen.
Und das tat Jodok dann auch, was sich am Ende mehr als auszahlte. Mit ungefähr sieben Jahren hielt er zum ersten Mal ein Cello, heute gibt er es nicht mehr aus den Händen. Es ist sein treuster Begleiter, mit dem er nun die Welt erobert. Dass er damit so viele Menschen weltweit berührt, ist für ihn «das Schönste».
«Ob es nun im Konzertsaal, vor dem Smartphone oder zu Hause am Screen ist – das Medium spielt keine Rolle. Es ist einfach unglaublich berührend, dass alle Menschen meine Musik auf ihrem Smartphone gratis hören und Freude daran haben können», meint Jodok.
«Habe Angst, dass es irgendwann mal zu viel wird»
Doch die ganze Berühmtheit bringt auch ihre Tücken mit sich. Postet der 36-Jährige mal für längere Zeit nichts, dann wird er sofort mit Nachrichten geflutet, die fragen, ob es ihm gutgeht. «Es ist schön, dass meine Millionen Follower an mich denken, aber es fühlt sich auch wie ein grosser Druck an», sagt Jodok.
Der Erfolg kam schnell und manchmal fühlt sich der Cellist nicht mehr so unbeschwert wie früher. «Ich habe Angst, dass es irgendwann mal zu viel werden könnte.» Vor allem jetzt, wenn er auf Welttournee geht, will er einen Mental Coach dabei haben, der ihn zwischendurch wieder runterholt.
Eine weitere Kehrseite des Social-Media-Ruhms sind vor allem auch all die Fake-Profile, die es von Jodok gibt. Damit beschäftige sich bereits Interpol, es gäbe jenste Anzeigen gegen den Cellisten. Dass Verbrecher*innen sein Gesicht für ihre Machenschaften verwenden, macht dem Emmentaler sehr zu schaffen. «Aber da kann man leider nicht wirklich was dagegen unternehmen, es steckt eine ganze Mafia dahinter.»
Auftritt vor der Königsfamilie Katars
Kurz vor seinen Auftritten zieht sich Jodok Vuille immer zurück. «Die Leute sagten schon, ich sei dann total asozial.» Er bündelt seine Energie, um auf der Bühne ein Feuerwerk liefern zu können.
Lampenfieber kennt der erfahrene Performer auch heute noch. Nicht aber, wenn er etwa vor einem Mega-Publikum spielt, sondern mehr, wenn nur wenige Leute ihm zuhören. Dann sei der Augenkontakt gegeben und sein Herz schlage schneller.
Vor kurzem durfte Jodok in Katar vor der Königsfamilie auftreten. Nervös war er nicht, fühlte sich aber geehrt, eingeladen zu sein. Die ganze Erfahrung sei schon fast «ein wenig dekadent» gewesen: «Ich bin ein sehr bodenständiger Mensch, wurde dort mit einer S-Klasse abgeholt, bekam einen Diener zur Seite gestellt, der mir auf Schritt und Tritt gefolgt ist und 24 Stunden für mich verfügbar war.» Es sei eine Mischung aus «spannend, prickelnd und etwas gestört» gewesen, einfach eine ganz andere Welt.
Neben Katars Königsfamilie zählte auch schon Alan Walker (27) auf das Talent Jodoks. Der Musikproduzent wollte ihn bei einem Videodreh in Norwegen dabei haben, der Cellist packte seine Sachen und flog in den Norden.
Jodok Vuilles Ziel ist es, einen Bauernhof in der Schweiz zu kaufen
Wenn er es sich aussuchen könnte, würde Jodok am liebsten einmal mit Coldplay auf der Bühne stehen. «Ich weiss, dass es passieren wird, muss es nur fest manifestieren», ist der Cellist überzeugt.
Sein Traum wäre es ausserdem, mal auf der Spitze einer Pyramide in Ägypten in die Saiten zu hauen. Die Welt biete so schöne Schauplätze. Bald hat Jodok geplant, sich bei einem Gleitschirmflug aufzunehmen. Wie das in der Realität aussehen wird, fragt er sich selbst noch.
Zunächst steht aber erst einmal seine Welttournee an, die mit einem Konzert im Zürcher Theater 11 am 26. März beginnt. «Es wird magisch», freut sich Jodok auf das Bevorstehende.
Sein aktuelles Ziel sei es, sich auf internationalen Bühnen zu etablieren und Konzerthallen zu füllen. «Ich möchte viele Leute emotional mit meiner Musik erreichen», fügt Jodok an.
Und am Ende wolle er dann «einfach irgendwo in der Schweiz an einem schönen See einen kleinen Bauernhof kaufen». «Mit einem hübschen Garten, gute Leute um mich scharen und ein sehr einfaches Leben führen.» Quasi wieder zurück zu seinen Wurzeln.
Jodok Cello spielt am 26. März im Theater 11
- Am 26. März tritt Jodok Cello zum ersten Mal im Theater 11 in Zürich auf. Fans erwartet ein emotionales Feuerwerk aus weltbekannten Hits und klassischer Eleganz. Der warme Klang des Cellos, eindrückliche Visuals und stimmungsvolle Lichtanimationen – eine Show, die verzaubert.
- Tickets und weitere Informationen findest du hier.
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