«Nie vom Schlimmsten ausgehen» Sängerin Sandra spricht über ihre Krebserkrankung

Bruno Bötschi

27.11.2025

Sandra gehört in den 1980er Jahren mit über 30 Millionen verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten Sängerinnen in Europa.
Sandra gehört in den 1980er Jahren mit über 30 Millionen verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten Sängerinnen in Europa.
Bild: imago stock&people

Sie zählte in den 1980er Jahren zu den grossen Sängerinnen Europas: Sandra aus Deutschland. Ihre Songs standen monatelang in den Charts. Jetzt spricht die 63-Jährige über ihre Krebserkrankung und alte Zeiten.

Bruno Bötschi

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Sandra hat mehr Platten verkauft als Nena und schaffte es mit dem Hit «Maria Magdalena» vor 40 Jahren in 20 Ländern auf Rang eins in den Charts.
  • Jetzt blickt die 63-jährige Sängerin in einem Interview auf ruhmreiche Zeiten zurück und spricht über ihren Kampf gegen den Brustkrebs.
  • Die Botschaft der Sängerin an andere Krebskranke: «Immer positiv denken. Niemals vom Schlimmsten ausgehen, sondern an sich selbst glauben.»

Sie zählt mit über 30 Millionen verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten europäischen Sängerinnen. Allein ihr Hit «Maria Magdalena», der 1985 erschienen ist, schaffte es in 20 Ländern auf Platz eins der Hitparade.

«Die Ruhe von damals fehlt mir manchmal.» Denkt Sängerin Sandra an die 1980er und 1990er zurück, wird sie hin und wieder wehmütig.

Sandra singt ihre Hits bis heute – hier 2019 in der deutschen Stadt Chemnitz.
Sandra singt ihre Hits bis heute – hier 2019 in der deutschen Stadt Chemnitz.
Bild: imago images / Future Image

Finanziell müsse sie sich hingegen keine Sorgen machen, offenbart die 63-Jährige, die in der deutschen Stadt Saarbrücken aufgewachsen ist, im Interview mit der «Bild».

Und weiter: «Über Geld spricht man eigentlich nicht, aber ich kann bestätigen, dass es mir sehr gut geht. Ich habe mir im Laufe der Jahre ein schönes Leben aufgebaut.»

Sandra hat «denselben Elan und Ehrgeiz wie früher»

Die Mutter von erwachsenen Zwillingssöhnen lebt seit Jahren mehrheitlich auf der spanischen Ferieninsel Ibiza. 2017 dann der Schicksalsschlag: Bei der Sängerin wird Brustkrebs diagnostiziert.

Heute gilt Sandra glücklicherweise als geheilt. Im Kampf gegen den Krebs habe ihr der Glaube an sich selbst viel geholfen. Die Botschaft der Sängerin an andere betroffene Frauen:

«Immer positiv denken. Niemals vom Schlimmsten ausgehen, sondern an sich selbst glauben.»

Trotz der Krankheit, sagt Musikerin, habe sie ihre Energie nie wirklich verloren. «Ich fühle mich immer noch sehr verbunden mit meinem jüngeren Ich. Ich habe denselben Elan und Ehrgeiz wie früher.»

Sandra: «In den 1980ern gab es die schönste Musik»

So wundert es denn auch nicht, dass Musikerin nach wie vor Konzerte gibt. Nach einer längeren Zeit der Bühnenabstinenz nach den ersten Grosserfolgen gab Sandra im Oktober 2004 im Rahmen einer 1980er-Revival-Veranstaltung ihr Comeback in der deutschen Stadt Dresden.

«In den 1980ern und 1990ern gab es einfach die schönste Musik», sagte die Sängerin 2016 im Interview mit dem Newsportal T-Online. Und weiter: «Die Qualität war besser als heute. Bands wie Tears for Fears – so was Tolles gibt es doch heute gar nicht mehr.»

2012 feierte Sandra mit ihrem Album und der Single «Stay in Touch» in mehreren europäischen Ländern – unter anderem auch der Schweiz – die Rückkehr in die Charts.

Vier Jahre später veröffentlichte sie das Album «The Very Best of Sandra». Dafür rief sie ihre Fans auf, per Online-Voting ihre Lieblingslieder zu wählen, um auf diese Weise die Trackliste zu bestimmen.

Sandra: «Diese Verbindung rührt mich sehr»

Und auch für das kommende Jahr hat die Sandra bereits wieder grosse Pläne: So wird sie am 18. Juli 2026 beim Open-Air «Die 80er live» in Hamburg auf der Bühne stehen – und mit ihr weitere Stars der 1980er Jahre.

Sie freue sich, so Sandra in der «Bild», viele ihrer Fans in Hamburg wiederzusehen.

«Menschen, die seit 40 Jahren an meiner Seite stehen und inzwischen ihre Kinder mitbringen. Diese Verbindung über Generationen hinweg rührt mich sehr.»


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