SicherheitsbedenkenTerrorgefahr am ESC in Wien? Sogar das FBI wird eingeschaltet
Carlotta Henggeler
9.5.2026
Die ersten Proben für den ESC 2026 in Wien laufen. Im Bild: Felicia singt für Schweden «My System».
Corinne Cumming/EBU
Kurz vor dem ESC-Start in Wien rückt neben der Show auch die Sicherheit in den Fokus: Wegen der angespannten Weltlage verstärken die Behörden die Vorkehrungen – sogar das FBI ist involviert.
Mit viel Glamour startet der ESC 2026 in Wien: Am 10. Mai ziehen die Länderdelegationen bei der Opening-Ceremony über den türkisen Teppich.
Die Behörden sind in Alarmbereitschaft: Wegen der angespannten Lage im Nahen Osten gilt der ESC als mögliches Ziel – die Polizei rüstet seit Monaten auf.
Mit der Parade über den türkisen Teppich am Sonntag, 10. Mai, fällt in Wien der Startschuss zum 70. Eurovision Song Contest. Beim glamourösen Auftakt präsentieren sich alle Delegationen erstmals der Öffentlichkeit. Und die lokalen Polizeibehörden werden den Anlass mit Argusaugen verfolgen – unterstützt vom amerikanischen FBI.
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Der Grund? In Österreich gilt momentan die erhöhte Terrorwarnstufe 4 (von 5). Dies hängt mit der Lage im Nahen Osten und der generellen Bedrohungslage Europas zusammen. Der Sprecher des österreichischen Innenministeriums Paul Eidenberger sagt dazu bei «Bild.de»: «Dies bedeutet eine grundsätzliche Gefährdung, aber ohne konkrete Hinweise auf einen tatsächlich geplanten terroristisch motivierten Anschlag. Für den ESC 2026 gilt dieselbe Einschätzung.»
Deshalb haben die amerikanischen Sicherheitsbehörden ein Taskforce-Team gegründet, das eine Woche lang den österreichischen Nachrichtendienst unterstützen wird.
Ihr Fokus richtet sich auch auf Cyberangriffe. Denn 2024 mussten drei Konzerte von Popstar Taylor Swift abgesagt werden. Damals wurden die österreichischen Behörden vom US-Nachrichtendienst auf einen Anschlag hingewiesen.
Sprengstoffhunde im Einsatz und teure Bussen
Schon Ende April wurde die Location bis tief in die Nacht von Sprengstoff-Experten und Spürhunden durchsucht. Seither gilt strenge Kontrolle: Zutritt gibt es nur noch mit Akkreditierung und Sicherheitscheck wie am Flughafen – insgesamt hat die Polizei rund 16'000 Personen im ESC-Umfeld überprüft.
Rund um das Gelände gelten strikte Regeln: Private Drohnen sind im Umkreis von 1,5 Kilometern verboten – bei Verstössen drohen Bussen von mehreren tausend Euro.
Proben laufen auf Hochtouren – Fusaro mit Seil-Nummer
Die Schweizer ESC-Hoffnung Veronica Fusaro steht am Mittwoch zum ersten Mal auf der grossen Bühne. Am 14. Mai gilt es ernst für die Thunerin: Dann muss sie im zweiten Halbfinale mit «Alice» den Sprung in den Grand Final schaffen.
Veronica Fusaro beim ersten Rehearsal in der Wiener Stadthalle.
Sarah Louise Bennett / EBU
Die ersten Proben zeigen: Auf der ESC-Bühne wird mit starken Kontrasten inszeniert – gleichzeitig läuft noch nicht alles rund. Pro Act bleiben nur 30 Minuten, beim Schweizer Auftritt sorgte das Bühnenbild für Verzögerungen, weshalb Veronica Fusaro ihren Song nur zweimal proben konnte, wie SRF berichtet. «Es ist etwas frustrierend, wenn Dinge nicht klappen, für die ich nichts kann», sagt die 29-Jährige – gleichzeitig seien die Proben genau dafür da, damit in den Live-Shows später jeder Handgriff sitzt.
Fusaro über ihre Bühnenpremiere: «Es war sehr berührend», sagt die Thunerin gegenüber SRF, «ich habe versucht, möglichst viel von diesem speziellen Moment aufzunehmen und zu geniessen.»
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Wie stehen die Chancen von Veronica Fusaro mit ihrer rockigen Popballade «Alice» am diesjährigen ESC in Wien? Schafft sie es ins Finale – und wenn ja, wie weit nach vorne? blue News hat beim ESC-Moderator Sven Epiney nachgefragt.