Skandal um toten Finanzberater Bond-Girl Ursula Andress erstattet Anzeige – 18 Millionen verschwunden

Carlotta Henggeler

21.1.2026

Ursula Andress hat eine Strafanzeige gegen ihren Vermögensverwalter eingereicht. (Archivbild)
Ursula Andress hat eine Strafanzeige gegen ihren Vermögensverwalter eingereicht. (Archivbild)
picture alliance / Volker Dornberger/dpa

Veruntreuung, Fälschung, Geldwäscherei in der Romandie: Die 89-jährige Ursula Andress erhebt posthum schwere Vorwürfe gegen ihren Finanzberater. Die Staatsanwaltschaft Waadt ermittelt. Es geht um 18 Millionen Franken.

Carlotta Henggeler

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Ursula Andress hat Strafanzeige gegen ihren verstorbenen Vermögensverwalter Éric Freymond eingereicht, der ohne ihr Wissen rund 18 Millionen Franken investiert haben soll.
  • Die Staatsanwaltschaft Waadt ermittelt wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung, Urkundenfälschung und Geldwäscherei gegen mehrere Personen, darunter ein Anwalt und ein Notar.
  • Freymond war bereits in einen Fall mit einem Hermès-Erben verwickelt.

Die Schweizer Schauspielerin Ursula Andress (89), bekannt als erstes Bond-Girl in «James Bond – 007 jagt Dr. No» an der Seite von Sean Connery, hat Strafanzeige gegen ihren ehemaligen Vermögensverwalter Éric Freymond eingereicht.

Dieser soll ohne ihr Wissen rund 18 Millionen Franken verschoben und investiert haben. Das Geld sei unter anderem in wertlose Aktien sowie in angebliche Kunstkäufe geflossen. Freymond verstarb im vergangenen Jahr in Gstaad BE.

Die Waadtländer Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf ungetreue Geschäftsbesorgung, Urkundenfälschung und Geldwäscherei. Neben Freymond stehen auch ein Anwalt und ein Notar aus dem Kanton Waadt im Fokus der Ermittlungen, wie die Zeitung «24 heures» berichtet.

Im Fall der Hermès-Erben involviert

Éric Freymond war ein gut vernetzter Vermögensverwalter aus Genf und Teil der High Society. Bereits zuvor stand er wegen eines weiteren Falls unter Druck. Ihm wurde vorgeworfen, Vermögenswerte des Hermès-Erben Nicolas Puech veruntreut zu haben. Anfang Juli wurde Freymond in diesem Zusammenhang in Paris einvernommen und räumte einzelne Vorwürfe ein. Zwei Wochen später starb er im Alter von 67 Jahren. Die Behörden gehen von Suizid aus. Kurz darauf reichte Ursula Andress Strafanzeige ein.

Die Strafuntersuchung wird von Staatsanwältin Philomène May geführt. Das Waadtländer Ministerium bestätigte, dass am 4. September 2025 ein Verfahren eröffnet wurde. Untersucht werden unter anderem die Delikte ungetreue Geschäftsbesorgung, Urkundenfälschung und Geldwäscherei.


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