Tennislegende über den RuhmBoris Becker: «Ich bin fast daran erstickt. Das war grenzwertig»
Carlotta Henggeler
25.6.2025
Boris Becker blickt in einem neuen Interview auf seine Karriere zurück – samt allen Hochs und Tiefs.
David Inderlied/dpa
Vor 40 Jahren gewann Boris Becker erstmals Wimbledon. Heute gesteht er: «Der Ruhm war grenzwertig – ich bin fast daran erstickt.» Halt findet er bei seiner Frau Lilian, die auf ihn aufpasst.
Vor 40 Jahren gewann Tennis-Idol Boris Becker erstmals das Wimbledon-Turnier – mit nur 17 Jahren. Damit war der deutsche Champ der jüngste männliche Wimbledon-Sieger aller Zeiten.
In einem neuen Interview mit dem «Stern» blickt der heute 57-Jährige auf den 7. Juli 1985 zurück. Diesen besonderen Karriere-Moment nennt er heute seinen «zweiten Geburtstag». Da wurde der Junge aus Leimen in Baden-Württemberg über Nacht zum Weltstar.
Es ist ein neuer Geburtstag, der durch den plötzlichen Ruhm auch Schattenseiten mit sich brachte. Durch diesen Triumph sei er quasi zum Eigentum der Bundesrepublik Deutschlands geworden.
Becker dazu: «Die Umarmung, die ich vom ganzen Land bekommen habe, war wunderschön, aber ich bin fast daran erstickt. Plötzlich bewertet und auch verurteilt zu werden – von Fremden, die mich nur aus dem Fernsehen oder Zeitungen kennen. Das war schon grenzwertig, vielleicht ein bisschen mehr.»
Sich dagegen zu schützen oder gar zu wehren, sei wie ein Drahtseilakt gewesen, der ihm nicht immer gelungen sei.
Becker und seine Frau führen zurückgezogenes Leben
Vor etwa zehn Jahren habe Boris Becker versucht, sich von seinem alten Leben zu lösen. Er habe seinen Freundeskreis analysiert und versucht zu verstehen, wer wirklich sein Freund sei und wer nur von ihm als Tennis-Promi profitieren wolle.
Seit 2014 ist er mit seiner Frau Lilian de Carvalho Monteiro verheiratet, die vieles genauso sehe und mit ihm ein abgeschottetes Privatleben in Mailand führe – samt neuem Freundeskreis.
Lilian sei sein Fels in der Brandung: «Sie hat Stärken, die ich nicht habe und umgekehrt hoffentlich auch.» Sie seien als Team wunderbar unterwegs, das sei eine echte Partnerschaft auf Augenhöhe, schwärmt Becker.
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