Bötschi fragt Moser & Schelker «Danach sind wir getrennte Wege gegangen – zumindest kurzzeitig»

Bruno Bötschi

3.5.2026

Entertainer-Duo Moser und Schelker: «Danach sind wir getrennte Wege gegangen – zumindest kurzzeitig»

Entertainer-Duo Moser und Schelker: «Danach sind wir getrennte Wege gegangen – zumindest kurzzeitig»

Angeblich verbringen Simon Moser und Michel Schelker mehr Zeit zusammen als mit ihren langjährigen Partnerinnen. Ein Gespräch mit den Entertainern über ihre Freundschaft, die erste Million und ihre Streitkultur.

22.04.2026

Angeblich verbringen Simon Moser und Michel Schelker mehr Zeit zusammen als mit ihren Partnerinnen. Ein Gespräch mit den Entertainern über ihre Freundschaft, die erste Million und ihre Streitkultur.

Bruno Bötschi

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Seit zwölf Jahren scheinen Simon Moser und Michel Schelker unzertrennlich zu sein.
  • Die beiden Berner Entertainer moderieren von Montag bis Mittwoch die Morgenshow von Radio Energy Bern, haben einen gemeinsamen Podcast «Die Sprechstunde», sind im TV-Format «Buddy Bucket List» auf 3+ und beim Streamingdienst OnePlus zu sehen und treten zusammen als DJs auf.
  • Mit blue News Redaktor Bruno Bötschi sprechen sie über ihre Freundschaft und wie sie es schaffen, dass man nicht denkt: «Die schon wieder.»

Simon Moser und Michel Schelker, wir machen heute ein Frage-Antwort-Spiel: Ich stelle euch in den nächsten 30 Minuten möglichst viele Fragen. Und ihr antwortet bitte möglichst kurz und schnell. Wenn euch eine Frage nicht passt, könnt ihr auch einmal «Weiter» sagen.

Schelker: Müssen wir immer beide auf die Fragen antworten?

Nein.

Moser: Also so, wie es für uns beide gerade passt.

Genau. Arbeitskollegen oder Freunde?

Schelker: Freunde.

Joko oder Klaas?

Moser & Schelker (im Chor): Weder noch.

Es war nicht leicht, mit euch beiden einen Termin zu finden. Verbringt ihr gar nicht so viel Zeit miteinander, wie eure Fans denken?

Schelker: Simon hat eine Partnerin, zwei Kinder, drei Katzen und einen Hund. Ich denke, das beantwortet deine Frage.

Moser: Wir treffen uns privat kaum noch, weil wir beruflich so oft zusammenarbeiten. Hin und wieder machen wir zusammen Sport.

Zum Autor: Bruno Bötschi
Bild: blue News

blue News-Redaktor Bruno Bötschi spricht für das Frage-Antwort-Spiel «Bötschi fragt» regelmässig mit bekannten Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland. Er stellt ihnen ganz viele Fragen – immer direkt, oft lustig und manchmal auch tiefsinnig. Dabei bleibt bis zur allerletzten Frage immer offen, wo das rasante Pingpong hinführt.

2014 habt ihr euch bei Radio Energy Bern kennengelernt: Du, Simon, warst schon jahrelang Moderator, Michel kam als dein neuer Sidekick dazu. War es Sympathie auf den ersten Blick?

Schelker: Das Beantworten dieser Frage überlasse ich dir.

Moser: Wir haben uns nach dem Vorstellungsgespräch zwar für Michel entschieden – aber mir war damals schon klar, dass ich ihn noch formen muss (lacht).

Was genau ist geil daran, montags bis mittwochs um 3 Uhr aufzustehen und ab 5 Uhr gemeinsam eine Radiosendung zu moderieren?

Moser: Wenn du eine Antwort auf diese Frage haben möchtest, musst du mit Roman Kilchsperger von Radio Energy Zürich sprechen (lacht). Er ist immer so früh im Studio. Michel und ich stehen deutlich später auf.

Schelker: Früh aufstehen klingt besser, als es in Wirklichkeit ist. Nein, es ist nicht geil. Deshalb versuchen wir, so spät wie möglich ins Radiostudio zu kommen.

Seid ihr als Duo derart gut eingespielt, dass ihr keine Vorbereitungszeit braucht, oder gibt euch das einen zusätzlichen Kick am Morgen?

Moser: Ich denke, es ist das Zweite. Wir sind zwar ein gut eingespieltes Duo, aber ich werde auch nicht zum Frühaufsteher, wenn Michel in den Ferien weilt und ich mit jemand anderem moderieren muss. Es macht einfach mehr Spass, wenn ich während der Sendung herausgefordert werde.

«Wir haben das grosse Glück, unsere Leidenschaft zum Beruf gemacht zu haben. Und das Beste daran: In all unseren Formaten müssen wir keine Rollen spielen, sondern können einfach uns selbst sein»: Moser & Schelker.
«Wir haben das grosse Glück, unsere Leidenschaft zum Beruf gemacht zu haben. Und das Beste daran: In all unseren Formaten müssen wir keine Rollen spielen, sondern können einfach uns selbst sein»: Moser & Schelker.
Bild: Thilo Larsson Photography

Ein Image kann leicht kippen, von «Die machen aber viel» zu «Die schon wieder». Was tut ihr dagegen?

Schelker: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.

Moser: Unser Output ist zwar gross, aber da wir auf verschiedenen Kanälen präsent sind, verteilt sich das Publikum.

Es ist schwer, euch zu entkommen: Moderatoren beim Radio Energy, die Social-Rubrik «Erst Wochenende, wenn …», die TV-Show «Buddy Bucket List», der Podcast «Die Sprechstunde», Synchronsprecher für den Kinofilm «Goat», das Projekt «GP Bern laufen» …

Schelker: … unsere Auftritte als DJ hast du noch vergessen (lacht).

Warum das alles?

Schelker: Ich setze ungern alles auf eine Karte und bleibe gern breit aufgestellt. Weglassen will ich aktuell nichts – dafür «fägt» es zu sehr.

Woher habt ihr diese Ausdauer?

Moser: Das hat viel mit dem Zeitmanagement zu tun. Unsere Formate brauchen zudem kaum Vorbereitung: Wir machen fast alles Freestyle, ausser der TV-Show «Buddy Bucket List», und sind – wie schon gesagt – ein eingespieltes Team.

Schelker: Wäre dem nicht so, könnten wir dieses Tempo nicht aufrechterhalten.

Wahres Gerücht, dass ihr im Kinofilm vom Cabaret Divertimento einen Cameo-Auftritt haben werdet?

Schelker: Mein Gesichtsausdruck hat dir gerade verraten, ob das Gerücht stimmt (lacht).

Moser: Davon habe ich bisher noch nichts gehört – aber wer weiss, vielleicht kommt die Anfrage noch.

Schelker: Das wäre geil.

Was macht schneller süchtig: Applaus oder Geld?

Schelker: Applaus.

Moser: Der Applaus war auf jedem Fall vor dem Geld da.

Wie hat sich die erste Million auf dem Bankkonto angefühlt?

Moser: Bruno, stell mir diese Frage in 30 Jahren noch einmal – vielleicht habe ich bis dann endlich im Lotto gewonnen …

Jeden Tag zur Arbeit gehen: Ist es das katholische schlechte Gewissen – oder das protestantische Pflichtgefühl?

Schelker: Simon und ich sind Mitglieder der evangelischen Kirche – demnach muss das protestantische Pflichtgefühl schuld daran sein.

«Es kommt auf das Thema an, aber insgesamt bin ich der cholerischere Typ. Bei Simon schlagen bereits Altersmilde und Weisheit durch»: Michel Schelker.
«Es kommt auf das Thema an, aber insgesamt bin ich der cholerischere Typ. Bei Simon schlagen bereits Altersmilde und Weisheit durch»: Michel Schelker.
Bild: Thilo Larsson Photography

Würdet ihr eure Karriere zugunsten eines humanitären Einsatzes aufgeben?

Moser: Nein.

Schelker: Ich hätte eine andere Antwort von dir erwartet.

Moser: Warum? Wir hatten schon solche Angebote und haben sie nicht angenommen.

Schelker: Stimmt auch wieder.

Macht es Spass, Moser & Schelker zu sein?

Moser: Definitiv. Wir haben das grosse Glück, unsere Leidenschaft zum Beruf gemacht zu haben. Und das Beste daran: In all unseren Formaten müssen wir keine Rollen spielen, sondern können einfach uns selbst sein.

Wer von euch beiden wird schneller hässig?

Schelker: Es kommt auf das Thema an, aber insgesamt bin ich der cholerischere Typ. Bei Simon schlagen bereits Altersmilde und Weisheit durch.

Gab es in den letzten zwölf Jahren Situationen, in denen eure Freundschaft nur noch an einem seidenen Faden hing?

Moser: Noch nie – aber natürlich streiten auch wir hin und wieder.

Wird es dann laut?

Moser: Wir streiten wirklich selten – und eskalieren tut es sowieso nie.

Schelker: Kürzlich sind wir uns während der Aufnahme unseres Podcasts «Die Sprechstunde» in die Haare geraten. Danach sind wir getrennte Wege gegangen – zumindest kurzzeitig.

Moser: Du bist zum Auto gelaufen, eingestiegen, hast die Tür zugeknallt und bist weggefahren.

Schelker: Wir zoffen uns gern über Lappalien (lacht).

Moser: Grundsätzlich will jeder von uns recht und auch das letzte Wort haben – das kann zu schwierigen Situationen führen.

Über welche Lappalie habt ihr im Podcast gestritten?

Moser: Schelker parkierte seine Bonzenkarre in einem rot-grünen und anarchistischen Quartier in der Stadt Bern …

Schelker: … meine Bonzenkarre ist ein uralter Porsche, der 6000 Franken gekostet hat …

Moser: … und dieses Auto wurde in besagtem Quartier beschädigt. Im Podcast nahm ich das Quartier und die Menschen, die dort leben, in Schutz und sagte zu Michel, er sei selbst schuld, dass sein Auto dort demoliert worden sei. Er sah das anders – und so ergab eins das andere.

Simon, bitte beschreibe Michel in einem Satz?

Moser: Oh fuck …

Michel, bitte beschreibe Simon in einem Satz?

Schelker: Simon ist ein liebenswürdiger Chaot.

Simon, willst du es nochmals versuchen?

Moser: Michel ist ein liebenswürdiger Bünzli.

Der beste Ratschlag, den ihr in Bezug auf eure Karriere als Entertainer bisher bekommen habt?

Moser: Nimm dich nicht zu ernst.

Was wollt ihr mit eurer Arbeit erreichen?

Schelker: Das Publikum unterhalten – und im besten Fall auch einmal zum Nachdenken anregen.

Wer von euch kann mit Kritik besser umgehen?

Moser: Ich.

Schelker: Ich.

Moser: Du kannst besser mit Kritik umgehen?

Schelker: Mit ernst gemeinter Kritik kann ich sehr gut umgehen und nehme sie mir auch zu Herzen. Schwieriger sind für mich Trolle im Netz oder Menschen, die uns einfach scheisse finden und nur provozieren wollen.

Wer von euch beiden ist der fittere?

Schelker: Ich – weil ich kein Kettenraucher bin.

Moser: Ich rauche, aber nicht Kette. Michel lebt aktuell etwas gesünder als ich. Beim Joggen schwitzen wir aber beide gleich viel.

Wann wart ihr das letzte Mal so richtig schön betrunken?

Moser: Bei mir war das Anfang April bei der Energy Star Night in Basel der Fall.

Vor, während oder nach eurem DJ-Set?

Moser: Danach.

«Kürzlich sind wir uns während der Aufnahme unseres Podcast ‹Die Sprechstunde› in die Haare geraten. Danach sind wir getrennte Wege gegangen – zumindest kurzzeitig»: Moser & Schelker
«Kürzlich sind wir uns während der Aufnahme unseres Podcast ‹Die Sprechstunde› in die Haare geraten. Danach sind wir getrennte Wege gegangen – zumindest kurzzeitig»: Moser & Schelker
Bild: Thilo Larsson Photography

Und noch eine Beichte bitte: Eure Erfahrungen mit Drogen?

Schelker: Ich habe in meinem Leben bisher zweimal gekifft, und hatte danach jedes Mal Kopfweh – wie es sich für einen richtigen Bünzli gehört.

Moser: Ich habe ähnlich wenig Erfahrung mit dem Kiffen – aber das alles ist Jahre her.

Die weltpolitische Lage war schon einmal besser. Menschen klagen über hohe Preise, und dass insgesamt alles schlimmer wird. Wie schwer ist es, am Radio, im TV oder im Podcast lustig zu sein, während an vielen Orten auf der Welt Krieg herrscht?

Moser: In unserer Morgenshow auf Radio Energy Bern betreiben wir bewusst Eskapismus. Das heisst: Harte News sind bei uns kein Thema, sondern nur dazwischen in den Nachrichtensendungen. Damit wollen wir verhindern, dass die Hörer ständig mit Schreckensmeldungen zugeballert werden.

Ertappt ihr euch in Zeiten wie diesen dabei, das eigene Tun zu banal zu finden?

Moser: Das passiert immer dann, wenn etwas Schreckliches auf der Welt geschieht – dann frage ich mich oft, ob wir das Richtige tun.

Würden euch Sendungen und Shows mit mehr Tiefgang reizen?

Schelker: Ich stehe dazu, dass wir Unterhaltung machen. Es wartet niemand darauf, was Moser & Schelker zur aktuellen Weltlage zu sagen haben. Wenn wir das doch einmal tun wollen, dann machen wir das in unserem Podcast «Die Sprechstunde».

Ich lese lieber Bücher, als mir Podcasts anzuhören. Bei den letzten beiden Folgen von «Die Sprechstunde» fand ich besonders schlimm, dass ihr auch noch gesungen habt.

Moser: Das war nur das Intro …

Ich fand es schrecklich und dachte mir: Schuster, bleib bei deinem Leisten. Genauso nervt es mich übrigens, wenn sich Satiriker Jan Böhmermann in seiner Late-Night-Show ZDF Magazin Royale als Sänger versucht.

Schelker: Der kann wenigstens singen.

Moser: Zumindest viel besser als wir zwei. Wir singen nur aus Blödelei.

Welche Grenze habt ihr euch selbst gesteckt im Umgang mit den Medien?

Schelker: Meine Grenzen habe ich in all den Jahren klar gesetzt. Ich erwähne zwar meine Freundin. Aber ich werde nie sagen, wer sie ist und wie sie heisst. Ich finde, das tut nichts zur Sache.

Du Simon zeigst deine Familie auf Instagram.

Moser: Das war einmal – seit meine Kinder Teenager sind, erscheinen sie nicht mehr im Bild. Ich erzähle aber hin und wieder von meiner Familie, auch meine Partnerin Maria ist manchmal Thema.

Du Simon hast bei Instagram aktuell 58’400 Follower*innen, du Michel über 91'000. Was macht Simon falsch – oder liegt es einfach am Alter?

Simon: Michel war in den letzten Jahren viel aktiver unterwegs in den sozialen Medien.

Michel: Aber bitte nicht vergessen: Es ist auch immer mit Büez verbunden, wenn du in den sozialen Medien aktiv bist. Da ich keine Kinder habe, hatte ich in den letzten Jahren wahrscheinlich auch mehr Zeit, mich um meinen Instagram-Account zu kümmern.

«Ich bin fasziniert vom Weltall und habe den Flug von Artemis II um den Mond mit Spannung verfolgt – aber selbst hochfliegen? Nein danke, ich habe Platzangst»: Simon Moser.
«Ich bin fasziniert vom Weltall und habe den Flug von Artemis II um den Mond mit Spannung verfolgt – aber selbst hochfliegen? Nein danke, ich habe Platzangst»: Simon Moser.
Bild: Remo Neuhauser

Wir kommen zum Talenttest: Schätzt jetzt bitte euer Talent von null Punkten, kein Talent, bis zehn Punkte, Supertalent, ein: als Feminist?

Schelker: Ich bin Feminist und gebe mir deshalb zehn Punkte.

Moser: Das würde ich auch gerne so sagen können. Frage ich aber meine Partnerin, würde sie sagen, dass ich mich zu oft chauvinistisch verhalte und machoides Zeug rede. Ich sei also weit davon entfernt, ein Feminist zu sein. Ich denke aber auch selbst, dass wir Männer uns oft viel zu früh zufriedengeben. Um zu wissen, was es heisst, ein Feminist zu sein …

Schelker: … müssten wir eine Feministin fragen.

Moser: Genau – ich gebe mir als Feminist sieben Punkte. 

Als Astronaut?

Schelker: Ich habe Höhenangst und darum: null Punkte.

Moser: Ich bin fasziniert vom Weltall und habe den Flug von Artemis II um den Mond mit Spannung verfolgt – aber selbst hochfliegen? Nein danke, ich habe Platzangst.

Als Liebhaber?

Moser: Doofe Frage.

Schelker: Da bin ich gleicher Meinung.

Ich dachte, du Michel würdest bei dieser Frage mit «weiter» antworten, weil du öffentlich kaum über Privates sprichst – und du Simon dir selbst acht Punkte geben.

Moser: Okay, diese acht Punkte nehme ich (lacht).

Schelker: Wegen der Punktzahl müssest du meine Partnerin fragen, aber du kennst sie ja nicht.

Moser: Ich bin seit 18 Jahren zusammen mit meiner Partnerin.

Schelker: Ist das ein schlechtes oder ein gutes Zeichen?

Moser: Das überlasse ich dir.

Simon, wie lange bist du mit deiner Freundin zusammen?

Schelker: Wir sind seit 16 Jahren ein Paar und ich kann sagen, ich gebe mir nach wie vor viel Mühe.

Habt ihr eine Exit-Strategie für eure Karrieren?

Moser: Eine wirkliche Exit-Strategie habe ich nicht. Ich könnte mir vorstellen, in einigen Jahren in die Kommunikation zu wechseln – sicher ist aber nur, dass ich irgendwann in den Hintergrund treten werde.

Schelker: Ich bin innerhalb unseres Duos der Pessimist. Mir ist bewusst, dass morgen alles vorbei sein kann. Natürlich wäre das schade, weil ich meinen Job über alles liebe. Ich denke, ich würde bei einem anderen Radiosender eine Stelle suchen und eine lustige Show produzieren – oder wieder als Multimedia-Elektroniker arbeiten. Aber hey, als ich diese Ausbildung gemacht habe, wurden noch Röhren-TV-Geräte verkauft (lacht).

Wie sollen eure Karrieren enden – mit einem grossen Knall oder lieber langsam verglühen?

Moser: Gute Frage.

Schelker: Ich fände verglühen cool (lacht).

Moser: Ich hatte Hochachtung davor, wie sich Stefan Raab mehr oder weniger von einem Tag auf den anderen aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat. Das braucht viel Mut.

Schelker: Er hat es aber nicht durchgezogen. Seither ist meine Hochachtung vor ihm wieder deutlich kleiner geworden.

Moser: Seine Rückkehr als TV-Moderator war wahrscheinlich der dümmste Fehler seines Lebens.

Was denkt ihr, warum kehrte Stefan Raab wieder auf den Bildschirm zurück?

Schelker: Wegen dem fehlenden Applaus.

Moser: Ich denke, es war beides, also der fehlende Applaus und die fehlende Kohle.

Schelker: So oder so, ich bleibe bei meiner Antwort und fände es cool, wenn meine Karriere dereinst langsam verglühen würde.

Moser: Willentlich verglühen bitte.


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