Was steckt dahinter?Charlène von Monaco trägt fast nur noch Weiss
Marjorie Kublun
26.11.2025
Charlène von Monaco glänzte beim Ballon d'Or mit einem schlichten weissen Neckholder-Kleid von Elie Saab.
Imago
Charlène von Monaco tritt in letzter Zeit auffallend häufig in Weiss auf. Da bei königlichen Garderoben kaum etwas dem Zufall überlassen wird, lohnt sich ein genauer Blick auf die Wahl.
Am 19. November, dem monegassischen Nationalfeiertag, setzte die Fürstin in ihrem bevorzugten Weiss erneut ein Zeichen. Zur Messe in der Kathedrale Notre-Dame-Immaculée erschien sie an der Seite der fürstlichen Familie in einem All-over-Weiss-Look von Armani – jenem Haus, das wie kaum ein anderes für klare Linien und zeitlose Eleganz steht.
Die Kombination aus ausgestellter Hose, tailliertem Longblazer mit strukturierten Schultern und einer Schluppenbluse wurde durch einen passenden Fascinator sowie spitze Pumps abgerundet.
Anlässlich des monegassischen Nationalfeiertags am 19. November trug Charlène von Monaco einen weissen Hosenanzug mit Schluppenbluse.
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Am selben Tag entschied sich die Ehefrau von Fürst Albert II. dann für ein langes, glitzerndes Kleid in Off-White, das sie mit dem Diadem aus elf tropfenförmigen Diamanten, das sie an ihrem Hochzeitstag getragen hatte, ausstattete.
Auch beim Ballon d'Or sorgte sie kürzlich für Aufsehen, als sie in einem schlichten weissen Neckholder-Kleid von Elie Saab die Fotografen in ihren Bann zog.
Weiss statt schwarz beim Papst
Zu ihren vieldiskutierten Auftritten zählt auch ein makelloses Ensemble, das sie bei der Eröffnungsmesse von Papst Leo XIV. trug: ein weisses Kleid, kombiniert mit einem Schleier aus feiner Spitze. Denn das Protokoll schreibt für Frauen bei päpstlichen Audienzen eigentlich ein langes schwarzes Kleid mit langen Ärmeln sowie eine Mantilla vor.
Charlène verstiess jedoch gegen keine Regel: Als katholische Fürstin verfügt sie über das sogenannte «Privilège du Blanc», das ihr erlaubt, jene Farbe zu tragen, die als Symbol für Frieden und die Verbundenheit mit der katholischen Tradition gilt.
Charlène von Monaco geniesst das «Privilège du blanc», der Grund warum sie bei der Antrittsmesse von Papst Leo XIV. im Mai kein Schwarz trug.
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Weiss hat zudem eine patriotische Bedeutung: Es ist eine der beiden Farben der monegassischen Flagge. Aus diesem Grund wählt die Prinzessin es häufig bei Anlässen von nationaler Bedeutung, wie etwa am 19. November – ebenso wie die Farbe Rot.
Charlène setzt auf ihre Lieblingsfarbe – und diese wird auch im Frühjahr/Sommer 2026 in der Modewelt dominieren – in diesem Punkt scheinen sich die Modehäuser für Frühjahr/Sommer 2026 einig zu sein. Zahlreiche Designer – von Ralph Lauren bis Adam Lippes – zeigten makellose, ganz in Weiss gehaltene Silhouetten, gelegentlich akzentuiert durch Schwarz. Diese starke Rückkehr der Nichtfarbe ist keineswegs zufällig: Sie könnte den Beginn einer nachdenklicheren Ära in der Mode markieren, fernab der auffälligen Effekte, die in den letzten Jahren dominierten.
Man beobachtet einen Trend zu «Weniger ist mehr»: Neutrale Farbtöne sind überall, die Suche nach «emotionaler Ruhe» setzt sich durch und die Aufmerksamkeit verlagert sich auf das Wesentliche: Passform, Materialqualität, Haltbarkeit, Zeitlosigkeit.
Charlènes ausgeprägte Vorliebe für die Farbe Weiss fügt sich genau in dieses Bild: Eine schlichte Wahl, die das von ihr ausgehende Gefühl von Gelassenheit und eleganter Distanz unterstreicht – und zugleich perfekt mit den aktuellen ästhetischen Strömungen harmoniert.
Charlène im Style-Check: Ganz schön mutig für einen Royal
Charlène von Monaco ist für ihre Wandelbarkeit in Sachen Frisur bekannt, doch auch auf Fashion-Ebene überzeugt sie auf ganzer Linie. Sieh dir im Video ein paar unvergessliche Looks der Fürstin an.