So wurde BB zum Weltstar Das sind die 7 besten Filme von Brigitte Bardot

Bruno Bötschi

28.12.2025

95 Minuten im Film «Und immer lockt das Weib» reichten 1956 aus, um aus der französischen Schauspielerin Brigitte Bardot einen Weltstar zu machen.
95 Minuten im Film «Und immer lockt das Weib» reichten 1956 aus, um aus der französischen Schauspielerin Brigitte Bardot einen Weltstar zu machen.
Bild: imdb.com

Erotisch, sexy und lasziv: Ein Bild, das aus Brigitte Bardot einen Mythos machte. Nun ist sie im Alter von 91 Jahren gestorben. In nur wenigen aktiven Kinostar-Jahren war BB in die Kinogeschichte eingegangen.

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DPA, Bruno Bötschi

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Sie war Diva, Traumfrau, Sexsymbol und Tierschützerin. Nicht zuletzt aber war Brigitte Bardot eine talentierte Schauspielerin. Jetzt ist der französische Filmstar mit 91 Jahren gestorben.
  • 1973 war Schluss mit dem Abenteuer Kino: BB, wie die Französin auch genannt wird, ging auf die 40 zu und kehrte der Filmkunst den Rücken.
  • Warum? «Ich hatte die Filmwelt satt. Die Tiere waren mir wichtiger. So einfach ist das», lautete ihre Erklärung.
  • blue News verrät dir, welche ihre sieben besten Filme sind.

Ihren internationalen Durchbruch als Schauspielerin schaffte Brigitte Bardot mit dem Film «Und immer lockt das Weib». Darin spielt sie ein 18-jähriges Waisenkind, das Männern den Kopf verdreht.

Im Kinofilm von Roger Vadim, der Mitte der 1950er-Jahre gedreht wurde, ging sie an die Grenze dessen, was damals vor der Kamera an Sexualität erlaubt war.

Bardot trug zudem in Filmen wie «Die Verachtung» von Jean-Luc Godard (1963), «Privatleben» von Louis Malle (1962) und «Die Wahrheit» von Henri-Georges Clouzot (1960) ihre Haut und Ausstrahlungskraft natürlich und ungezwungen zur Schau.

Weitere filmische Werke, in denen die junge Frau mit Pferdeschwanz zum internationalen Star wurde, waren «Ein Weib wie der Satan» (1959) und «Mit den Waffen einer Frau» (1958).

Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere als Schauspielerin Mitte der 1970er-Jahre verabschiedete sich Brigitte Bardot aus der Welt des Films. Sie war des Star-Rummels müde. «Ich hasse die Menschen. Mein Gleichgewicht finde ich in der Natur, in der Gesellschaft von Tieren», so Bardot.

Der Nachwelt hinterlässt die französischen Filmikone fast 50 Filme. blue News stellt dir ihre sieben besten Werke vor:

«Und immer lockt das Weib» (1956)

95 Minuten reichten 1956 aus, um aus Brigitte Bardot einen Weltstar zu machen. Der Film «Und immer lockt das Weib» ist eine französisch-italienische Produktion unter der Regie von Roger Vadim.

Die Filmkarriere von Brigitte Bardot begann 1952. Der weltweite Durchbruch gelang ihr vier Jahre später mit «Und immer lockt das Weib».
Die Filmkarriere von Brigitte Bardot begann 1952. Der weltweite Durchbruch gelang ihr vier Jahre später mit «Und immer lockt das Weib».
Bild: imdb.com

Die Geschichte folgt der jungen Juliette, die in einem kleinen Dorf an der südfranzösischen Küste lebt. Mit ihrer unkonventionellen Art bringt sie die Männer des Ortes durcheinander und sorgt für Spannungen innerhalb der Dorfgemeinschaft.

Aufgrund der freizügigen Darstellung erregte der Film grosses Aufsehen. Besonders Bardots sinnliche Ausstrahlung und ihre aussergewöhnliche Rolleninterpretation wurden hervorgehoben.

«Babette zieht in den Krieg» (1959)

«Babette zieht in den Krieg» ist eine französische Komödie. Erzählt wird die Geschichte von Babette (gespielt von Brigitte Bardot), einer jungen Frau vom Land, die in der Grossstadt London lebt und unerwartet in eine geheime Mission verwickelt wird.

In «Babette zieht in den Krieg» springt Brigitte Bardot per Fallschirm über Frankreich ab, um dort einen deutschen General zu entführen.
In «Babette zieht in den Krieg» springt Brigitte Bardot per Fallschirm über Frankreich ab, um dort einen deutschen General zu entführen.
Bild: imdb.com

Babette springt per Fallschirm ins von den Deutschen besetzte Frankreich, um bei der Entführung eines deutschen Generals zu helfen. Der Film lebt von seinem heiteren Ton, der charmanten Ausstrahlung Bardots und der humorvollen Inszenierung der ungewöhnlichen Hauptfigur.

«Die Wahrheit» (1960)

«Die Wahrheit» ist ein französischer Film unter der Regie von Henri-Georges Clouzot. Im Mittelpunkt steht Dominique Marceau (Brigitte Bardot), die wegen des Todes ihres Geliebten vor Gericht steht.

Im Film «Die Wahrheit» muss Dominique Marceau (Brigitte Bardot) vor Gericht über ihr Leben Rechenschaft ablegen.
Im Film «Die Wahrheit» muss Dominique Marceau (Brigitte Bardot) vor Gericht über ihr Leben Rechenschaft ablegen.
Bild: imago/United Archives

Im Verlauf der Gerichtsverhandlung werden Stationen ihres Lebens, ihre Beziehungen sowie persönliche Hintergründe gezeigt. Das Drama thematisiert unter anderem zwischenmenschliche Konflikte, gesellschaftliche Moralvorstellungen und die Suche nach Wahrheit.

Bardots Darstellung wurde von den Kritiker*innen vielfach hervorgehoben, ebenso die intensive und ernste Tonalität des Films, der aufgrund seines Inhalts breite Aufmerksamkeit erhielt.

«Die Verachtung» (1963)

«Die Verachtung» ist ein Film vom französisch-schweizerischen Regisseur Jean-Luc Godard, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Alberto Moravia.

Im Mittelpunkt steht Drehbuchautor Paul Javal (Michel Piccoli), der an einem Filmprojekt arbeitet, während seine Ehe mit Camille Javal, verkörpert von Brigitte Bardot, zerbricht.

Brigitte Bardot spielt im Film «Die Verachtung» die unzufriedene Ehefrau Camille Javal.
Brigitte Bardot spielt im Film «Die Verachtung» die unzufriedene Ehefrau Camille Javal.
Bild: imago stock&people

Der Film setzt sich mit Themen wie künstlerischem Schaffen, zwischenmenschlichen Beziehungen und den Herausforderungen des Filmemachens auseinander.

Bekannt wurde «Die Verachtung» wegen Godards ausdrucksstarker Bilder, der melancholischen Stimmung und der experimentellen Herangehensweise an das Medium Kino.

«Die Verführerin» (1964)

«Die Verführerin» ist ein französisch-italienischer Film mit Brigitte Bardot in der Hauptrolle. Die Handlung begleitet Penelope Lightfeather. Im Verlaufe der Geschichte wird die junge Frau in Spionageaktivitäten verwickelt, nachdem sie von einem sowjetischen Agenten (Anthony Perkins) angeworben wurde.

In «Die Verführerin» spioniert Penelope Lightfeather (Brigitte Bardot) gemeinsam mit einem sowjetischen Agenten (Anthony Perkins).
In «Die Verführerin» spioniert Penelope Lightfeather (Brigitte Bardot) gemeinsam mit einem sowjetischen Agenten (Anthony Perkins).
Bild: imago stock&people

Trotz fehlender Berufserfahrung gelingt es Lightfeather durch ihren Charme und ihre Ausstrahlung, geheime Informationen zu beschaffen. Der Film kombiniert Elemente von Agentenkomödie und Liebesgeschichte und stellt Bardots komödiantische Fähigkeiten in den Vordergrund.

«Viva Maria!» (1965)

«Viva Maria!» ist ein Abenteuerfilm von Regisseur Louis Malle mit den beiden französischen Filmikonen Brigitte Bardot und Jeanne Moreau in den Hauptrollen.

Es wird die Geschichte zweier Frauen mit demselben Vornamen, Maria, erzählt, die sich während einer Revolution treffen und in eine Reihe von aufregenden Ereignissen verwickelt werden.

Im Kinofilm «Viva Maria!» zetteln die beiden ungleichen Marias, gespielt von Brigitte Bardot (links) und Jeanne Moreau eine Revolution an. 
Im Kinofilm «Viva Maria!» zetteln die beiden ungleichen Marias, gespielt von Brigitte Bardot (links) und Jeanne Moreau eine Revolution an. 
Bild: IMAGO/Capital Pictures

Die beiden Marias werden zu Anführerinnen einer rebellischen Bewegung und setzen sich gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung ein. Der Film verbindet Abenteuer, Komik und politische Themen und zeigt die markante Leinwandpräsenz der beiden Hauptdarstellerinnen.

«Die Novizinnen» (1970)

«Die Novizinnen» ist ein französisch-italienischer Film unter der Regie von Guy Casaril. Die Komödie erzählt die Geschichte von Agnes, gespielt von Brigitte Bardot, die als Novizin in einem Kloster lebt.

Das lebhafte Temperament von Agnes (Brigitte Bardot, rechts) bringt im Film «Die Novizinnen» Unruhe in den klösterlichen Alltag.
Das lebhafte Temperament von Agnes (Brigitte Bardot, rechts) bringt im Film «Die Novizinnen» Unruhe in den klösterlichen Alltag.
Bild: imago/United Archives

Ihr lebhaftes Temperament bringt schon bald viel Unruhe in den klösterlichen Alltag – in der Folge verlässt Agnes das Kloster wieder.

Der Film behandelt auf humorvolle Weise das Aufeinandertreffen von weltlichen und religiösen Lebensweisen und gibt Brigitte Bardot einmal mehr Gelegenheit, ihre komödiantische Seite zu zeigen.


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