Spektakuläre SRF-SerieDer Basler «Beschatter» stellt den Zürcher «Tatort» in den Schatten
Bruno Bötschi
23.2.2025
Die SRF-Serie «Der Beschatter» geht in die zweite Staffel: Roeland Wiesnekker mimt wieder den unberechenbaren Detektiven und Ex-Polizisten Leo Brand.
Bild:SRF/Pascal Mora
Die SRF-Serie «Der Beschatter» um Detektiv Leo Brand und seine Schüler*innen geht in die zweite Staffel. Entscheidend für ihren Erfolg sind die vielen sympathischen Figuren. Trotzdem gibt es keine dritte Staffel.
Die SRF-Serie «Der Beschatter» um Leo Brand und seine Detektivinnen und Detektive geht heute Sonntag, 20.10 Uhr, in die zweite Staffel.
Headautorin Simone Schmid und die beiden Filmemacher Michael Steiner und Timo von Gunten haben es geschafft, die Serie «Die Beschatter» spannend und vielschichtig weiterzuentwickeln.
Am Ende der ersten Folgen der zweiten Staffel hat Brand für seine Detektivschüler*innen denn auch eine wunderbare Nachricht parat: «Ihr habt alle die Detektiv-Prüfung bestanden. Von jetzt an sind wir ein Team.»
Ach ja und Basel ist sowieso meine Lieblingsstadt, seit ich dort als blond gelockter Kindergärtner in einer Confiserie ein Schoggistängeli geschenkt bekommen habe. Aber Beschatter, also Detektiv*in sein, ist kein Schoggi-Job.
Jetzt ermittelt Privatdetektiv Leo Brand, gespielt von Wiesnekker, wieder in der Stadt am Rheinknie.
Und so viel sei vorab verraten: Die erste Folge der zweite Staffel der SRF-Serie «Die Beschatter» beginnt heute Abend, 20.10 Uhr, mit einem Paukenschlag.
Viel Geduld, wache Augen und ein gutes Gedächtnis
Seine Karriere bei der Kriminalpolizei hat Leo Brand vor Jahren beendet. Um seine klamme finanzielle Lage aufzubessern, eröffnet er in der Folge eine Detektivschule.
Während der angeblich ehemals beste Polizist Basels nachts vor sich hin brütet, kippt er gerne zwei, drei Whiskys zu viel in sich hinein. Zumindest war das in der ersten Staffel so.
Viel Geduld, wache Augen und ein gutes Gedächtnis seien, so Brand, das A und O eines erfolgreichen Detektivs. Von getrübten Gedanken war nicht die Rede.
Ach, irgendetwas scheint faul zu sein mit diesem Mann. Und so verwundert es nicht: Kaum ist die erste Folge der zweiten Staffel «Der Beschatter» gestartet, wird Leo Brand festgenommen.
Die Basler Polizei verdächtigt ihn des mehrfachen Mordes. Er soll der sogenannte Dornröschen-Killer sein. Zuschauer*innen der ersten Staffel erinnern sich.
Gibt es eine Ratte bei der Kripo Basel?
Wie ist die DNA von Brand in den Koffer eines Serienkillers gelangt? Wer hat es auf ihn abgesehen? Oder gibt es eine Ratte bei der Kripo Basel? Fragen über Fragen.
Brand bleibt cool und sagt: «Wie ist es möglich, dass bereits zum weiten Mal gefälschtes Beweismaterial in einem Mordfall auftaucht?» Blöd nur, dass Brand auf diversen Videos zu sehen ist. Antwort Brand: «Deepfake.»
Um ihn aus dem Gefängnis zu holen, müssen seine Detektivschüler*innen seine Unschuld beweisen: Esther Gemsch, Martin Rapold und Dardan Sadik sind genauso wie Meryl Marty wieder im Einsatz.
Und dann gibt es noch eine dicke Überraschung, also eigentlich sind es zwei. Dazu später mehr.
Blöderweise bleibt den Detektivschüler*innen während ihren Ermittlungen der Zugang zu wichtigen Akten verwehrt. Zum Glück ist Leos Tochter Valentina so cool wie der Vater – und das trotz Morddrohungen gegen diesen.
Doch dann wird Leo Brand im Gefängnis brutal verprügelt und er beginnt um sein Leben zu fürchten. Was geht da wirklich ab? Und reichen die durchaus unkonventionellen Methoden seiner Schüler*innen, um ihren Lehrer in die Freiheit zurückzuholen?
«Ich hätte mich an ihrer Stelle auch verhaften lassen»
Die vielen Erzählstränge in der SRF-Krimiserie sind der Spannung in keiner Weise abträglich. Das hat ganz viel mit dem grossartigen «Beschatter»-Ensemble zu tun.
«Entscheidend für den Reiz der SRF-Serie «Die Beschatter» sind die vielen sympathischen Figuren», schrieb der «Tages-Anzeiger» über die erste Staffel. Das ist auch diesmal wieder so. Momoll, der Basler «Beschatter» stellt den Zürcher «Tatort» locker in den Schatten.
So glänzt Meryl Marty auch in der zweiten Staffel als zungenfertige Agotha. Sie ist allerdings auch schuld daran, dass Leo Brand hinter Gitter kommt. Und fängt in der Folge einen üblen Streit mit dessen Tochter an.
Aber sogar Brand findet, dass seine Detektivschülerin recht hatte. «Ich hätte mich an ihrer Stelle auch verhaften lassen.»
Leo Brand: «Von jetzt an sind wir ein Team»
Detektiv Brand bleibt derweil unberechenbar. Und schickt kurz darauf seine Tochter heim zur Mutter, weil er glaubt, sie wäre nicht sicher bei ihm.
Gegen Ende der ersten Folgen der zweiten «Beschatter»-Staffel hat er für seine Detektivschüler*innen aber noch eine wunderbare Nachricht parat:
«Ihr habt alle die Detektiv-Prüfung bestanden, von jetzt an seid ihr alle meine Assistenten. Und wenn ich meine alle, dann meine ich alle, also auch Agotha. Von jetzt an sind wir ein Team.»
«Die isch ja filmryf, die Szene. I dere Frytignacht. Dr Mond isch es wysses runds Loch und luegt glych zur Wösch uus win I ... »
Keine dritte Staffel vom «Beschatter»
Ach ja, diese Gesangseinlage war Überraschung Nummer eins. Und welches ist die Zweite? Joel Basman soll im weiteren Verlauf der zweiten Staffel das Basler Detektivbüro verstärken.
Man darf gespannt sein auf den ersten Auftritt des 38-Jährigen, der unter anderem in der viel gelobten ARD-Serie «Eldorado KaDeWe» international für Aufsehen sorgte.
Was aber schon gesagt werden kann: Headautorin Simone Schmid und die Filmemacher Michael Steiner («Grounding», «Mein Name ist Eugen») und Timo von Gunten («La femme et le TGV») haben es geschafft, die Serie «Die Beschatter» spannend und vielschichtig weiterzuentwickeln.
Da wäre es ja nur logisch, wenn die Basler Detektiv*innen auch noch in einer dritten Staffeln weiter beschatten könnten. Wofür haben sie sonst jetzt alle die Prüfung bestanden?
Nur leider hat das Schweizer Fernsehen SRF andere Pläne, wie blue News bereits am Freitag meldete: «Die Geschichte rund um den Dornröschen-Mörder ist nun zu Ende erzählt.»
Und weiter: «Wir gehen davon aus, dass die Serie hier endet und es keine dritte Staffel geben wird.»
Sendung ist älter als 7 Tage und nicht mehr verfügbar.
Die Beschatter
So 23.02. 20:10 - 21:10 ∙ SRF 1 ∙ CH 2025 ∙ 60 Min
Sendung ist älter als 7 Tage und nicht mehr verfügbar.
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