Im Alter von 81 Jahren Hollywood-Star Udo Kier ist gestorben

Lea Oetiker

24.11.2025

Udo Kier wurde 81 Jahre alt. Hier ein Foto aus dem Jahr 2022 am Locarno Film Festival.
Udo Kier wurde 81 Jahre alt. Hier ein Foto aus dem Jahr 2022 am Locarno Film Festival.
KEYSTONE

Der deutsche Schauspieler Udo Kier («Frankenstein») ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Sein Partner bestätigt den Tod. Die Todesursache ist noch unklar.

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Lea Oetiker, Carlotta Henggeler

Der deutsche Schauspieler Udo Kier ist im Alter von 81 Jahren in seiner kalifornischen Wahlheimat Palm Springs gestorben, wie mehrere Medien berichten. Sein Partner, der Künstler Delbert McBride, bestätigte seinen Tod.

Kier verkörperte Frankenstein, Dracula, Hitler – und gefühlt jede Figur, solange sie nur schräg genug war. 

Jetzt ist der deutsche Darsteller in seiner Wahlheimat Palm Springs im US-Bundesstaat Kalifornien gestorben. Das berichten das US-Magazin «Variety» unter Berufung auf seinen Partner, den Künstler Delbert McBride, sowie der britische «Guardian». Kier wurde 81 Jahre alt. Die Todesursache ist noch unklar.

Der gebürtige Kölner gehörte zu den gefragtesten Schauspielern in Hollywood – auch wenn er hierzulande vor allem Filmfans ein Begriff war. In der Branche galt Kier als Ausnahmefigur, die vor allem in Nebenrollen glänzte. Er arbeitete mit zahlreichen grossen Namen des Arthouse- und Independent-Kinos zusammen – mit Regisseurinnen und Regisseuren, die für anspruchsvolles Autorenkino stehen.

Bombe traf sein Geburtsspital in Deutschland

In fast sechs Jahrzehnten Karriere spielte Udo Kier in mehr als 200 Filmen – und arbeitete mit einigen der prägendsten Namen des europäischen Kinos. Er stand für Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog und Christoph Schlingensief vor der Kamera.

Besonders eng war seine Zusammenarbeit mit dem dänischen Regisseur Lars von Trier. Der Mitbegründer des «Dogma»-Kinos besetzte Kier immer wieder, etwa in «Breaking the Waves», «Dogville», «Melancholia» oder «Geister».

Kier wuchs in einfachen Verhältnissen in Köln-Mülheim auf. «Ich war nur in der Volksschule, und wir hatten kein Geld. Ich wurde in den Krieg hineingeboren. Es gab nur Suppe ohne Fleisch. Deswegen bin ich so gesund», sagte er einmal im Interview mit «GQ». Häufig erzählte er auch von den dramatischen Umständen seiner Geburt im Oktober 1944: Während die Alliierten Köln bombardierten, traf eine Bombe das Krankenhaus – genau in dem Moment, als seine Mutter ihn zur Welt brachte.


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