Oscar-Nominierungen 2026 «Blood & Sinners» bricht Rekord – Schweizer Film «Heldin» geht leer aus

Noemi Hüsser

22.1.2026

Schauspieler Lewis Pullman und Schauspielerin Danielle Brooks führten durch die Bekanntgabe der Nominierungen.
Schauspieler Lewis Pullman und Schauspielerin Danielle Brooks führten durch die Bekanntgabe der Nominierungen.
KEYSTONE

Die Academy hat ihre Favoriten: «Blood & Sinners» schreibt Geschichte mit 16 Nominierungen. Auch «One Battle After Another» darf mit 13 Nennungen hoffen. Der Schweiz Film «Heldin» geht leer aus.

Noemi Hüsser

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  • Der Vampir-Horrorfilm «Blood & Sinners» führt mit 16 Nominierungen die Liste an, darunter Bester Film und Beste Regie – ein Rekord in der Oscar-Geschichte.
  • «One Battle After Another» folgt mit 13 Nominierungen, darunter für Bester Film und Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio.
  • Der Schweizer Beitrag «Heldin» stand zwar in der Vorauswahl, erhielt aber keine Nominierung.

Die Nominierungen für die diesjährigen Oscars wurden bekanntgegeben. Favorit ist der im Vampir-Umfeld verortete Musikhorrorfilm «Blood & Sinners» – er schafft es auf 16 Nominierungen und ist damit der erste Film überhaupt, der so oft nominiert wurde.

Der Film ist in praktisch allen Hauptkategorien nominiert. So auch als Bester Film. Michael B. Jordan darf zudem auf einen Oscar als Bester Hauptdarsteller hoffen. Delroy Lindo ist als bester Nebendarsteller, Wunmi Mosaku als beste Nebendarstellerin nominiert. Ryan Coogler kann auf eine Auszeichnung für die beste Regie hoffen.

Auf Platz zwei liegt der Film «One Battle After Another». Er ist in 13 Kategorien nominiert. Darunter in der Kategorie Bester Film. Für seine Leistung in der Hauptrolle erhielt auch Leonadro di Caprio als Bester Hauptdarsteller eine Nominierung. Sean Penn und Benicio Del Toro sind als beste Nebendarsteller nominiert.

Auch Timothée Chalamet ist als Bester Hauptdarsteller nominiert. Er spielt die Hauptrolle im Film «Marty Supreme», der insgesamt neunmal nominiert ist. Auch Regisseur Josh Safdie darf auf einen Oscar in der Kategorie Beste Regie hoffen.

Ebenfalls neunmal nominiert sind die Filme «Sentimental Value» und «Frankenstein». Der Film «Hamnet» schaffte es auf Nominierungen in acht Kategorien. Auch sie sind neben unter anderem der Mystery-Komödie «Bugonia» und Politthriller «The Secret Agent» als Bester Film nominiert.

Emma Stone ist für ihre Rolle in «Bugonia» als beste Hauptdarstellerin nominiert. Sie konkurriert mit Jessie Buckley für ihre Rolle in «Hamnet» und Kate Hudson für ihre Rolle in «Song Sung Blue». Als beste Nebendarstellerin nominiert sind unter anderem Elle Fanning für ihre Rolle «Sentimental Value» und Teyana Taylor für ihre Rolle «One Battle After Another».

Schweizer Film «Heldin» nicht nominiert

Die Schweizer Oscar-Hoffnung «Heldin» von Autorin und Regisseurin Petra Volpe ist nicht nominiert. Der Film hat es in die Oscar-Vorauswahl in der Kategorie Bester Internationaler Film geschafft. Ins Oscar-Finale schafften es aber nur fünf Filme. Auch für den deutschen Film «In die Sonne schauen» ist die Oscar-Hoffnung geplatzt. 

Die Oscars werden von der US-amerikanischen Academy of Motion Picture Arts and Sciences jährlich vergeben. Rund 10'000 Mitglieder können über die Vergabe abstimmen. Die Verleihung der diesjährigen Academy Awards findet in der Nacht auf den 16. März im Dolby Theatre in Los Angeles statt. Schauspieler Conan O’Brien führt durch den Abend. Zum ersten Mal wird dieses Jahr auch ein Oscar in der Kategorie Bestes Casting vergeben.

Die fünf wichtigsten Kategorien Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin, Bester Hauptdarsteller und Bestes Drehbuch werden auch als «Big Five» bezeichnet.

Die Nominierungen in den Hauptkategorien im Überblick

Bester Film

  • «Bugonia»
  • «F1»
  • «Frankenstein»
  • «Hamnet»
  • «Marty Supreme»
  • «One Battle After Another»
  • «The Secret Agent»
  • «Sentimental Value»
  • «Blood & Sinners»
  • «Train Dreams»

Beste Regie

  • Chloé Zhao für «Hamnet»
  • Josh Safdie für «Marty Supreme»
  • Paul Thomas Anderson für «One Battle After Another»
  • Joachim Trier für «Sentimental Value»
  • Ryan Coogler für «Blood & Sinners»

Beste Hauptdarstellerin

  • Jessie Buckley für «Hamnet»
  • Rose Byrne für «If I Had Legs I'd Kick You»
  • Kate Hudson für «Song Sung Blue»
  • Renate Reinsve für «Sentimental Value»
  • Emma Stone für «Bugonia»

Bester Hauptdarsteller

  • Timothée Chalamet für «Marty Supreme»
  • Leonardo DiCaprio für «One Battle After Another»
  • Ethan Hawke für «Blue Moon»
  • Michael B. Jordan für «Blood & Sinners»
  • Wagner Moura für «The Secret Agent»

Bestes adaptiertes Drehbuch und Bestes Originaldrehbuch

  • «Bugonia» von Will Tracy
  • «Frankenstein» von Guillermo del Toro
  • «Hamnet» von Chloé Zhao und Maggie O'Farrell
  • «One Battle After Another» von Paul Thomas Anderson
  • «Train Dreams» von Clint Bentley und Greg Kwedar
  • «Blue Moon» von Robert Kaplow
  • «It Was Just an Accident» von Jafar Panahi
  • «Marty Supreme» von Ronald Bronstein und Josh Safdie
  • «Sentimental Value» von Joachim Trier und Eskil Vogt
  • «Blood & Sinners» von Ryan Coogler

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