Streaming-Hit geht in die letzte RundeEndlich kommt «Stranger Things» Staffel 5 – das musst du wissen
Noemi Hüsser
25.11.2025
Millie Bobby Brown als Eleven und David Harbour als Jim Hopper in der finalen Staffel von «Stranger Things».
Netflix
Die letzte Staffel von «Stranger Things» bringt nicht nur die Geschichte, sondern auch ein Kapitel Streaming-Historie zu Ende. Hier erfährst du alles, was du zum grossen Finale des Streaming-Hits wissen musst.
Die fünfte und letzte Staffel von «Stranger Things» erscheint ab dem 27. November 2025.
Inhaltlich steht der finale Kampf gegen Vecna im Mittelpunkt, während Hawkins schwer beschädigt und unter Quarantäne ist.
Die Serie gilt als eines der erfolgreichsten Netflix-Franchises weltweit, wurde über Jahre hinweg hoch budgetiert produziert und ist mit zahlreichen Auszeichnungen, Fanartikeln und Spin-offs tief in der Popkultur verankert.
Endlich ist es so weit: Drei Jahre nach der letzten Staffel kommt die fünfte und letzte Staffel der Erfolgsserie «Stranger Things» auf Netflix. Es ist der Abschluss eines weltweiten popkulturellen Phänomens. Eine Übersicht über alles Wichtige, das du zum Abschluss des Netflix-Hits wissen musst.
Die Handlung
In der fünften Staffel steuert die Geschichte von «Stranger Things» auf ihren endgültigen Höhepunkt zu. Hawkins ist schwer beschädigt und das Tor zum «Upside Down» so offen wie nie zuvor. Die Figuren haben nur noch ein Ziel: Den Antagonisten Vecna finden und ihn töten. Doch dieser ist spurlos verschwunden und die Regierung hat Hawkins unter Quarantäne gestellt, um die Jagd auf Eleven zu verschärfen. Mehr hat Netflix zur Handlung bisher nicht verraten.
Die Details
Die ersten vier Folgen der neuen «Stranger Things»-Staffel werden am 27. November veröffentlicht, drei weitere am 26. Dezember und das Finale am 1. Januar. In den USA und Kanada wird das Finale auch in Kinos gezeigt.
Die Dreharbeiten für die fünfte Staffel begannen im Januar 2024 und dauerten bis im Dezember. Eigentlich wären sie bereits für Ende 2023 geplant gewesen, doch als im Frühling 2023 in Hollywood Drehbuchautor*innen streikten, betraf das auch «Stranger Things» und der Drehstart wurde verzögert.
Berichten zufolge sollen die Kosten pro Folge zwischen 50 und 60 Millionen US-Dollar liegen. Die gesamte Staffel hätte demnach 400 bis 480 Millionen Dollar gekostet. Damit ist die Serie eine der teuersten TV-Produktionen. Zum Vergleich: «Game of Thrones» kostete in den späteren Staffeln rund 15 Millionen pro Folge.
Das ist unter anderem auch auf die Länge der einzelnen Folgen zurückzuführen. Die einzelnen Episoden werden, wie auch schon in Staffel 4, jeweils mehr als eine Stunde lang sein. Das Finale soll sogar über zwei Stunden dauern.
Millie Bobby Brown als Eleven in der fünften Staffel von «Stranger Things».
Netflix
Der Erfolg
Die Geschichte von «Stranger Things» ist unweigerlich mit der von Streamingdienst Netflix gekoppelt. Der Mystery-Erfolg hat Netflix zu dem gemacht, was es heute ist und umgekehrt.
Netflix wurde 1997 gegründet, war aber zwanzig Jahre lang ein reiner DVD-Verleih. 2007 führte Netflix das Streaming ein und begann zu expandieren. 2010 nach Kanada, 2011 nach Lateinamerika, 2012 nach Grossbritannien, 2014 in die Schweiz. So konnte Netflix «Stranger Things» 2016 in 20 Sprachen und 190 Ländern gleichzeitig ausspielen – und die Serie wurde praktisch über Nacht zu einem weltweiten Phänomen.
Die erste Staffel von «Stranger Things» gewann fünf Emmy-Awards, den bedeutendsten Fernsehpreis. Damit wurde die Serie zum Aushängeschild von Netflix als Produzent eigener Inhalte und trug wesentlich dazu bei, den Streamingdienst in der Popkultur zu verankern.
Der Erfolg blieb nicht bei der ersten Staffel stehen. Die folgenden Kapitel der Serie trugen dazu bei, dass «Stranger Things» bis heute zu den meistgesehenen Produktionen auf Netflix gehört.
Die Brüder
Die Idee hinter der Serie hatten Matt und Ross Duffer – die «Duffer Brothers». Mit einem simplen Pitch sollen die Zwillingsbrüder sie dann an Produktionsfirmen herangetragen haben: «Was wäre, wenn Steven Spielberg ein Buch von Stephen King verfilmen würde?»
Für die Duffer Brothers war die Serie ein gewagtes Projekt: «Stranger Things» war ihre erste eigene Show. Zuvor hatten sie einen Film gemacht und an einer Serie mitgearbeitet, aber noch nie eine grosse Produktion geleitet. Netflix gab ihnen dennoch die kreative Freiheit, ihre Vision ohne grosse Eingriffe umzusetzen. Heraus kam der unverwechselbare Ton der Serie.
Ross (links) und Matt Duffer an der Premiere der fünften Staffel «Stranger Things» im November in London.
Keystone
Das Erwachsenwerden
Die erste Staffel von «Stranger Things» erschien 2016. Die Hauptdarsteller*innen Millie Bobby Brown, Finn Wolfhard, Caleb McLaughlin und Gaten Matarazzo waren bei den Dreharbeiten alle zwischen 11 und 13 Jahre alt. Sie sind mit der Serie erwachsen geworden. Heute, fast zehn Jahre später, ist Brown 21 Jahre alt und inzwischen auch schon Mutter geworden.
Die Schauspieler*innen standen so bereits die Hälfte ihres Lebens in der Öffentlichkeit. Matt und Ross Duffer haben kürzlich gesagt, sie seien glücklich über deren Entwicklung. «Ich finde, viele aus der Besetzung sind im Laufe der Zeit deutlich selbstbewusster geworden», lobte Matt Duffer gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bei der «Stranger Things» Premiere in Berlin.
«Als wir das erste Mal mit ihnen gearbeitet haben, hatten die meisten von ihnen noch nie vor der Kamera gestanden. Wir sind stolz darauf, wie sie gewachsen und gereift sind – sowohl als Schauspieler als auch als Menschen.»
Trotzdem war das Aufwachsen in der Öffentlichkeit für die «Stranger Things»-Stars nicht immer einfach. So beklagte sich Brown im März 2025 darüber, dass Menschen ihr Aussehen immer mit der Version vor zehn Jahren verglichen.
«Ich bin vor den Augen der Welt gross geworden. Und aus irgendeinem Grund scheinen die Menschen nicht mit mir erwachsen werden zu können», klagte sie in einem Instagram-Video. Die Leute wünschten, dass sie immer noch so aussehe wie damals. «Doch weil ich das nicht tue, werde ich zur Zielscheibe», so Brown weiter und zitierte dabei Medienberichte, die sich mit ihrem Aussehen beschäftigten.
Kurz vor Start der letzten Staffel, berichtet die «Daily Mail» Anfang November darüber, dass Millie Bobby Brown Anschuldigungen gegen ihren Kollegen David Harbour (spielt den Polizeichef Jim Hopper) vorgebracht habe.
«Millie Bobby Brown reichte vor Beginn der Dreharbeiten zur letzten Staffel eine Klage wegen Belästigung und Mobbing ein. Es gab seitenweise Anschuldigungen. Die Ermittlungen dauerten Monate», sagte eine Quelle. Sexuelle Übergriffe seien nicht Teil der Vorwürfe.
Brown sei darum während der Dreharbeiten der letzten Staffel ein persönlicher Aufpasser zur Seite gestellt worden.
Brown und Harbour haben sich bisher nicht zum Bericht geäussert. Doch bei der Premiere von «Stranger Things» nur ein paar Tage später zeigten sie sich unbeeindruckt, traten gemeinsam öffentlich auf und umarmten sich sogar.
Millie Bobby Brown und David Harbour an der Premiere von «Stranger Things». Entgegen von Medienberichten schienen sie sich gut zu verstehen.
Keystone
Das «Stranger Things»-Universum
Von Fortnite-Skins und Merchandise bis hin zu Sammelfiguren. «Stranger Things» ist längst nicht nur ein Streaming-Hit mehr, sondern ein breit vermarktetes Franchise, das alles hat, was zu einem guten kapitalistischen Kulturgut der heutigen Zeit gehört. Selbst eine Bühnenadaption gehört inzwischen dazu: «Stranger Things: The First Shadow», entwickelt auf Grundlage einer Idee der Duffer Brothers, erzählt die Vorgeschichte der Serie und wurde 2023 am Londoner West End uraufgeführt. 2025 folgte der Transfer an den New Yorker Broadway.
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Monster wurden am ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof am Dienstagabend nicht gesichtet. Fans der Serie «Stranger Things» bot sich auf dem Gelände ein viel erfreulicherer Anblick. Finn Wolfhard, Gaten Matarazzo, Noah Schnapp und Caleb McLaughlin, Stars der Emmy-preisgekrönten Netflix-Produktion waren für eine Sondervorführung zu Gast in der Bundeshauptstadt. Ein Fan-Event zum Start der fünften und letzten Staffel Ende November.