«Hat mir den Rücken gekehrt»Ex-König Juan Carlos rechnet mit Sohn Felipe ab
Bruno Bötschi
15.11.2025
Spaniens König Felipe hält seit Jahren Abstand zu seinem umstrittenen Vater, Altkönig Juan Carlos.
Bild:Paco Campos/EFE/EPA/dpa
Der spanische Ex-König Juan Carlos blickt in seiner neuen Autobiografie «Reconciliación» auf Leben und Wirken zurück – und übt Kritik an seinem Sohn Felipe – dem heutigen König.
In Frankreich ist das Buch, welches der Ex-Monarch zusammen mit der französischen Schriftstellerin Laurence Debray geschrieben hat, bereits seit einigen Tagen im Buchhandel, derweil es in Spanien erst im Dezember erscheinen soll.
«Juan Carlos schreibt sich um Kopf und Kragen»
Nach einer Reihe von Skandalen war Juan Carlos vor zwölf Jahren zugunsten seines Sohnes Felipe zurückgetreten. Seither gilt das Verhältnis der beiden Männer als kompliziert und angespannt.
Royale Fans wundert es denn auch nicht, dass Juan Carlos in seinen Memoiren nicht nur freundliche Worte für seinen 57-jährigen Sohn übrig hat. Der «Stern» titelte diese Woche gar: «Juan Carlos schreibt sich um Kopf und Kragen.»
Laut dem deutschen Magazin behauptet der Ex-Monarch im Buch, Felipe habe ihm «den Rücken gekehrt». Das fehlende Mitgefühl seines Sohnes scheint Juan Carlos besonders arg gekränkt zu haben.
Nun denn, es ist scheinbar nicht das erste Zerwürfnis in der spanischen Königsfamilie: Bereits Felipes Heirat im Jahr 2004 mit der Journalistin Letizia Ortiz Rocasolano habe einst den Zusammenhalt nicht gestärkt – also zumindest nach Ansicht von Juan Carlos.
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