Dwayne Johnson, der grösste Filmstar der Welt?

Fabian Tschamper

14.3.2020 - 14:00

Namen wie De Niro, Streep, Zellweger und DiCaprio, gehören zu den besten zeitgenössischen Schauspielern. Wird aber auch an anderen Parametern als «nur» Talent gemessen – dann ist immer nur einer ganz oben: Dwayne Johnson.

Wer wählt seine Projekte feinsäuberlich aus? Leonardo DiCaprio tut das. Der Oscargewinner arbeitet regelmässig mit den bekanntesten Regisseuren und Co-Stars der Welt, seit 2010 hat er acht Filme gedreht.

Und wie siehts mit Dwayne Johnson aus – in derselben Zeitspanne?

24 Filme, die allesamt auch bei uns und dem Rest der Welt in den Kinos gelandet sind. Und das, obwohl «The Rock» weder mit grossen Regisseuren und nur vereinzelt mit bekannten Co-Stars arbeitet – meist füllen seine Bizepse diese Rollen.

DiCaprio ist wohl nur für die «kultivierten» Filmfans ein Begriff und das soll nicht despektierlich gemeint sein. Johnson hingegen erreicht alle Menschen auf der Welt – restlos. Sogar Kinder können in einen Film mit Dwayne Johnson sitzen, die Streifen sind nur selten über einer Altersfreigabe von 16 Jahren.

Rein kommerziell kann Dwayne Johnson niemand das Wasser reichen. Der Amerikaner liegt an der Spitze der letztjährigen «Forbes»-Liste der am besten verdienenden Schauspielerinnen und Schauspieler. «The Rock» verdiente vom Juni 2018 bis Juni 2019 satte 89,4 Millionen Dollar. Die Konkurrenz? Weit abgeschlagen.

Warum immer Dwayne?

Zugegeben, Dwayne Johnson ist nicht gerade ein Meister der raffinierten Schauspielmethoden, aber das muss er auch nicht sein. Er kennt seine Nische und seine Grenzen – sein Ziel ist wohl kaum einen Oscar zu ergattern oder einen Film mit renommierten Regisseuren wie Tarantino oder Scorsese zu drehen.

Die ganze Kohle ist möglicherweise genug Anerkennung.

Johnson spielt immer sich selbst, manchmal mehr und mal weniger ironisch – muskelbepackt und krass halt. Und apropos Ironie: Das dürfte sicherlich einer der Gründe sein, warum er global so gut ankommt. «The Rock» ist charmant und sympathisch – und offensichtlich ein Berg von einem Mann, was die Arbeit an Actionstreifen vermeintlich zu einem Spaziergang machen müsste.

In vielerlei Hinsicht ist Dwayne Johnson nicht anders als ein DiCaprio oder eine Meryl Streep. Millionen strömen ins Kino, nur weil ihre Namen auf den Postern stehen.

Er ist ein Selfmade-Filmstar.


«Jungle Cruise» mit Dwayne Johnson und Emily Blunt


Johnson hat nie eine Schauspiel-Ausbildung genossen – er hat sich durch Wrestling-Trainings geprügelt. Zwar hatte er mehrere kleine Auftritt in TV-Serien, aber nie hätte er sich wohl erträumt, einmal der erfolgreichste lebende Schauspieler zu sein.

Seine Persönlichkeit macht ihn so anziehend, dass man als Kinobesucher gerne über zwei Stunden Einzeiler und Rumgeballere hinwegsieht. Seine Filme sind so geschustert, dass sie die grösstmögliche Zielgruppe ansprechen.

Und obwohl sie darum oft generisch daherkommen, ab und zu möchte man eifach «The Rock» zuschauen, der ein paar Bösewichten in spektakulärer Manier auf die Schnauze gibt.

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