Harry Potter wird 40, J.K. Rowling 55 – zu feiern gibt's wenig

Fabian Tschamper

31.7.2020 - 14:47

J.K. Rowling gehört zu den wohlhabendsten Autorinnen der Welt.
Keystone

Der berühmteste Zauberschüler der Welt und die Bestsellerautorin teilen ihren Geburtstag – die unbescholtenen Zeiten von J.K. Rowling sind allerdings längst vorbei. Alles Gute zum Geburtstag?

Die britische Bestsellerautorin Joanne K. Rowling wird am heutigen Freitag 55 Jahre alt, ihr Charakter Harry wird 40, sie gab ihm ihren Geburtstag, den 31. Juli. Die vergangenen Wochen waren für Rowling persönlich allerdings nicht leicht – hat sie es sich doch durch transphobische Aussagen mit vielen Fans verscherzt.

Kauft man darum ihre Bücher nicht mehr?

In den USA sind die Zahlen stagniert, ja. Doch während des Coronalockdowns in ihrer britischen Heimat waren die «Harry Potter»-Bücher wieder sehr gefragt.



Nach ihren umstrittenen Aussagen über transsexuelle Menschen haben viele Stars dazu Stellung bezogen. Protagonist der «Harry Potter»-Filme, Daniel Radcliffe, Rupert Grint (Ron Weasley) und Emma Watson (Hermine Granger) hatten die Autorin kritisiert.

«Ich möchte, dass meine transsexuellen Follower wissen, dass ich und viele andere Menschen rund um den Glous euch für das, was ihr seid, anerkennen, respektieren und lieben», schrieb Watson auf Twitter.

Ärger bei den «Fantastischen Tierwesen»

Es ist zwar kein «Harry Potter» mehr, aber spielt trotzdem im selben Universum: Die «Fantastischen Tierwesen» mit Eddie Redmayne in der Hauptrolle mussten die Dreharbeiten aufgrund der Coronapandemie unterbrechen – inzwischen distanzierte sich auch Redmayne von Rowlings Aussagen bezüglich der Trans-Community.

Eigentlich sind fünf Filme geplant für diese Reihe, der Dreh von Teil drei wurde eben unterbrochen, wann es weitergeht, ist noch nicht klar. Jedenfalls ist diese Film-Franchise eine der problematischsten. 

Trotzdem steinreich

Verlorene Fans, Kritik und auch noch eine Pandemie: Finanziell steht J.K. Rowling trotzdem ausgezeichnet da. Laut «Forbes» war sie im vergangenen Jahr die Autorin mit den weltweit grössten Einnahmen: Sie verdiente krasse 80 Millionen Franken.

Unter dem Pseudonym Robert Galbraith verfasst Rowling auch noch eine Privatdetektiv-Geschichte. Cormoran Strike ermittelt schon seit vier Bänden, im Herbst soll der nächste erscheinen.

Trotz allem ist J.K. Rowlings Erfolgsgeschichte wie aus einem Märchen: Die alleinerziehende Mutter auf Sozialhilfe, die dank ihrer Vorstellungskraft und Schreibfähigkeit zur Multimillionärin wird – innerhalb von fünf Jahren. Der erste «Harry Potter»-Band verfasste sie damals auf einer Schreibmaschine, der Wert einer solchen Erstausgabe soll heute bei rund 34'000 Franken liegen und ist eines der meistverkauften Bücher der Welt.

Zwölf Verlage haben das erste Manuskript zu «Harry Potter» abgelehnt, bis Bloomsbury Rowling schliesslich eine Chance gab, ohne zu wissen, was da komme. Rowling wurde steinreich, spendet aber regelmässig für wohltätige Zwecke.

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