Moritz Leuenberger: «Ich war heillos überfordert»

Carlotta Henggeler

4.8.2020 - 10:44

LFF-Interview mit Moritz Leuenberger

LFF-Interview mit Moritz Leuenberger

29.07.2020

Magische Momente, berührende Filme und nostalgische Erinnerungen an die Piazza Grande: Zur morgigen Eröffnung des Locarno Film Festivals erzählen Schweizer Persönlichkeiten ihre cineastischen Highlights. Heute: Ex-Bundesrat Moritz Leuenberger. 

Der erste Kinofilm bleibt vielen Menschen immer in Erinnerung. Es ist wie mit der ersten grossen Liebe. Ein unvergesslicher Moment. 

«Bluewin» hat im Interview mit Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger zudem erfahren, welche drei Filme er auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Wobei es dem kulturinteressierten Zürcher schwerfällt, sich zu entscheiden. Noch lieber würde er «30 oder noch mehr Filme» mitnehmen. 

Moritz Leuenbergers Kino-Hits

Auf Platz eins der Kino-Bestseller-Charts von Moritz Leuenberger landet: «M – Eine Stadt sucht einen Mörder» von Fritz Lang (1931). Ebenfalls auf eine einsame Insel würde Leuenberger «2001: Odyssee im Weltraum» (1968) von Stanley Kubrick mitnehmen.

«Es ist unglaublich, was der Film, der 1968 gedreht wurde, alles vorweggenommen hat, das sich heute in der Raumfahrt zeigt, in der Problematik der empathischen Roboter», schwärmt der Politiker. Und dazu noch diese phänomenale Filmmusik! 

Auch an seinen ersten Kinobesuch erinnert sich der heute 73-Jährige noch gut. Mit sieben oder acht Jahren nahm ihn sein Vater zu einem «Martin Luther»-Film in Biel mit.

«Der Film war nicht nur in schwarz-weiss, er war auch furchtbar streng und verstanden habe ich ihn auch nicht. Ich war heillos überfordert. Ein strenger Mann, eine Fortsetzung der protestantischen Erziehung.»

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