«Ich hab schwitzige Hände»«Bares für Rares»-Händler legen für Schatz aus dem Grünen Gewölbe zusammen
Lea Oetiker
11.12.2025
Julian Schmitz-Avila wirkt ratlos, als der Preis für das Drüselkästchen immer höher klettert - dann kommt ihm eine Idee.
ZDF
In der Weihnachts-Ausgabe von «Bares für Rares» werden einige besonders kostbare Schätze zu Horst Lichter und seinem Team getragen. Eine prunkvolle Rarität bringt das Herz eines Händlers besonders zum Pochen – und ein Wettbieten beginnt.
Teleschau
11.12.2025, 20:58
11.12.2025, 21:00
Lea Oetiker
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
In der Weihnachtsausgabe von «Bares für Rares» auf Schloss Drachenburg gab es hohe Gebote.
Ein Tiffany-Silberbesteck brachte statt 500 ganze 10'500 Euro.
Auch eine Meissener Porzellanschale und eine alte Fliese erzielten Toppreise.
Schauspielerin Larissa Marolt fand für ihre Geschenknadel von Kaiser Franz Joseph I. keinen Käufer.
Das «Bares für Rares»-Team kehrt kurz vor Weihnachten zurück zum Schloss Drachenburg, um vor festlich geschmückter Kulisse zu trödeln. Horst Lichter verteilt fleissig Plätzchen, aber auch die begehrte Händlerkarte. Denn passend zum Fest erleben die Verkäuferinnen und Verkäufer wahre Glücksmomente bei der Expertise, so wie Elisabeth und ihre Tochter Mina aus Bissendorf.
Mit im Gepäck: ein 124-teiliges Silberbesteck von Tiffanys aus der Zeit zwischen 1872 und 1891 aus dem Familienbesitz. Laut Expertin Wendela Horz stammen die sechs Kilo Silber ursprünglich aus «einer sehr reichen Bankiers-Dynastie».
Den Wunschpreis von 500 Euro kann Horz locker bestätigen: «Der Silberankaufswert, der liegt heute bei rund 7000 Euro.» Die Verkäuferin muss schlucken. Beim Gesamtwert von 8000 bis 10'000 Euro kann sie die Tränen nicht mehr aufhalten, Mutter und Tochter liegen sich in den Armen.
Im Händlerraum liest Fabian Kahl vor: «Tiffany & Co.» Susanne Steiger schreit vor Begeisterung auf: «Nein! Wirklich jetzt? Tiffany?» Das muss sie sich aus der Nähe ansehen. «Ein richtiger Silberschatz», findet sie. Doch Daniel Meyer schnappt sich das Silber für 10'500 Euro.
Dann krallte es sich der Sohn von Opas Lebensgefährtin: «Und dann ist die in einem Auktionshaus gelandet, und mein Opa hat sie sich zurückgekauft.» Jetzt will sie das Stück loswerden: «Es gab da ein bisschen Streit zwischen meinem Papa und seinem Papa.»
Lichter vermutet: «Also hast du Angst, dass sie ein bisschen Unglück bringt?» Sonja nickt: «Vielleicht.» Detlev Kümmel schätzt den «Kamaldulenser Mönch» nach dem Originalbild von Wilhelm Schadow auf 7000 bis 9000 Euro: «Es ist ein Unikat!» Daniel Meyer gibt immerhin 6600 Euro aus, weit mehr als sich Sonja erhofft hatte.
«Mit 19 habe ich ihn kennengelernt»
An Holger und Gabriele aus Nortorf interessiert Horst Lichter vor allem Gabrieles Nachname: von Bülow. Das lässt den Moderator auf die Familie von Loriot schliessen. Der legendäre Humorist hiess bürgerlich Vicco von Bülow. Gabriele erzählt von den Treffen der grossen Verwandtschaft: «Mit 19, bei meinem zweiten Familientreffen, habe ich Loriot kennengelernt. Ihn hat sehr interessiert, in wen ich verliebt war.»
Lichter lacht: «Er war immer schon ein kleines Schlitzohr.» Verkauft werden soll der Ring von Gabrieles Mutter, am liebsten für 1500 Euro. Doch Wendela Horz sieht dank der hochkarätigen Edelsteine noch weit mehr: 8000 bis 10'000 Euro. Susanne Steiger blättert immerhin 7200 Euro auf den Tisch.
Ausserdem wechselt ein Steiff-Sportmobil aus der Zeit zwischen 1933 und 1935 für 1320 Euro den Besitzer, ebenso ein «How High the Moon»-Sessel von Shirō Kuramata aus dem Jahr 1992 für 6500 Euro.
Dieses Exemplar wurde zwischen 1860 und 1880 gefertigt: «Die Exotik des Dresdner Hofes wird hier vorgeführt, in seinem Material, in seinen Vergnügungen und in seiner unglaublichen Pracht.» Mit 3000 Euro wäre Heidelinde zufrieden, doch trotz der Beschädigungen liegt der Wert bei unerwarteten 8000 bis 10'000 Euro!
«Das ist das Drüselkästchen», jauchzt Daniel Meyer. «Ich hab jetzt schon schwitzige Hände», wird Fabian Kahl nervös. «Jetzt haben Sie uns alle erstaunt mit einem wunderbaren Drüselkästchen», begrüsst er die Verkäuferin. Schnell erreichen die Gebote die Expertise, Fabian Kahl und Julian Schmitz-Avila bieten auch fünfstellig weiter. Da keiner von beiden nachgeben will, macht Schmitz-Avila den Vorschlag: «Wollen wir es zusammen kaufen?» Kahl willigt ein, und die Verkäuferin bekommt 11'200 Euro für ihr Schätzchen.
Im Händlerraum beharrt die Österreicherin jedoch auf ihrer ursprünglichen Preisvorstellung. Wolfgang Pauritsch ist als Landsmann interessiert, lässt sich noch auf 3500 Euro ein, doch Marolt lehnt ab: «Ich stecke sie mir jetzt selbst an.» Daniel Meyer tröstet seinen Händler-Kollegen: «Sie hatte sich das in den Kopf gesetzt, und es war gut, dass du es nicht getan hast.»
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