Staatsanwälte sehen LandesverratRapper muss 14 Jahre ins Gefängnis – wegen Obama-Spenden
dpa
21.11.2025 - 11:45
Prakazrel «Pras» Michel beim Prozess im April 2023. Nun wurde das Strafmass bekanntgegeben.
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Rapper Prakazrel «Pras» Michel wurde wegen Verschwörung und illegaler Wahlkampffinanzierung zu 14 Jahren Haft verurteilt. Seine Anwälte sehen einen Justizirrtum, die Staatsanwälte Landesverrat.
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21.11.2025, 11:45
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Der Rapper Prakazrel «Pras» Michel wurde wegen illegaler Wahlkampfspenden und Verschwörung zu 14 Jahren Haft verurteilt.
Er soll 2012 Gelder des flüchtigen Finanziers Low Taek Jho in Barack Obamas Wiederwahlkampagne eingeschleust und später Ermittlungen behindert haben.
Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, das Land «für Geld verraten» zu haben und forderte lebenslange Haft. Die Anwälte von Michel wollen Berufung einlegen.
Der mit einem Grammy ausgezeichnete Rapper Prakazrel «Pras» Michel von The Fugees ist im Zusammenhang mit illegalen Spenden für den Wahlkampf von Ex-US-Präsident Barack Obama zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Das Strafmass verkündete Richterin Colleen Kollar-Kotelly am Donnerstag (Ortszeit).
Der 52-Jährige äusserte sich zuvor nicht. Verteidiger Peter Zeidenberg nannte die 14-jährige Haftstrafe «völlig unverhältnismässig zur Tat». Michel werde gegen seine Verurteilung und das Strafmass Berufung einlegen. Zeidenberg selbst hatte eine dreijährige Haftstrafe empfohlen.
Die Staatsanwälte des Justizministeriums hatten eine lebenslange Haftstrafe für Michel gefordert, der «sein Land für Geld verraten» und «unentschuldbar und unaufhörlich» gelogen habe, um seine Pläne auszuführen.
Drahtzieher eines Geflechts aus Geldwäsche und Korruption
Im April 2023 war der Rapper von einem Geschworenengericht in zehn Anklagepunkten schuldig gesprochen worden, unter anderem wegen Verschwörung. Er soll im Jahr 2012 Gelder des mittlerweile flüchtigen malaysischen Finanziers Low Taek Jho über Strohmänner illegal in die Kampagne von Obama zur Wiederwahl als US-Präsident eingeschleust haben.
Low, der seine Unschuld beteuert, gilt als mutmasslicher Drahtzieher eines internationalen Geflechts aus Geldwäsche und Korruption, über das Milliarden aus dem malaysischen Staatsfonds 1MDB abgezweigt worden sein sollen. Er war zudem an der Finanzierung mehrerer Hollywood-Produktionen beteiligt, darunter auch «The Wolf of Wall Street» mit Leonardo DiCaprio.
Anschliessend soll Michel versucht haben, eine Untersuchung des Justizministeriums zu verhindern und ein Auslieferungsverfahren auf Geheiss Chinas unter der US-Regierung von Donald Trump zu beeinflussen.
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