Hollywood trauert: US-Schauspieler Gene Hackman und Ehefrau tot aufgefunden
Der zweifache Oscar-Preisträger und seine Frau Betsy Arakawa
wurden tot in ihrem Haus in Santa Fe, New Mexico, gefunden.
27.02.2025
Hollywood-Star Gene Hackman und seine Frau Betsy Arakawa wurden leblos in ihrem Zuhause in Santa Fe entdeckt. Ein besorgter Nachbar alarmierte schliesslich die Polizei.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Gene Hackman (95) und seine Frau Betsy Arakawa (63) wurden tot in ihrem Haus in Santa Fe aufgefunden, ein Verbrechen wird ausgeschlossen.
- Ein besorgter Nachbar alarmierte die Polizei, die das Paar und ihren Hund leblos entdeckte.
- Hackman, zweifacher Oscar-Preisträger, zog sich früh aus Hollywood zurück und lebte zurückgezogen in New Mexico.
Der berühmte Hollywood-Schauspieler Gene Hackman (95) und seine Frau Betsy Arakawa (63) wurden tot in ihrem Haus in Santa Fe aufgefunden. Das bestätigte der Santa-Fe-County-Sheriff Adan Mendoza am Donnerstag zu «Santa Fe New Maxican». Das Paar, das seit 1991 verheiratet war, wurde zusammen mit ihrem Hund entdeckt.
Lokale Medien berichten, dass die Behörden kein Fremdverschulden vermuten. Die Ermittlungen dauern an, wie «Dailymail» berichtet.
Schauspieler Gene Hackman kommt mit seiner Frau Betsy Arakawa zur 60. jährlichen Verleihung der Golden Globe Awards in Beverly Hills. Das Paar wurde nach Angaben des Sheriffs von Santa Fe County am Mittwoch, 26. Februar 2025, in ihrem Wohnsitz tot aufgefunden.
Es sei kein Fremdverschulden festgestellt worden, sagt der Sheriff. Das Bild wurde am 1. Juni 1993 bei einem Anlass in den USA aufgenommen. Der Schauspieler wurde 95 Jahre alt, seine Frau Betsy Arakawa 63 Jahre alt.
Undatierte Aufnahme aus den 1980er-Jahren des Hollywoodstars Gene Hackman.
Gene Hackmans Filmkarriere wurde durch zwei Oscars vergoldet.
William Friedkin, Gewinner des Preises für die beste Regiearbeit für «The French Connection», Jane Fonda, Gewinnerin des Preises für die beste Schauspielerin in «Klute», Gene Hackman, Gewinner des Preises für den besten Schauspieler für «The French Connection» und Produzent Philip D'Antoni, Gewinner des Preises für den besten Film für «The French Connection», posieren im Presseraum bei der Oscar-Verleihung 1972 (v. r.n.l.).
Gene Hackman und Betsy Arakawa tot im Haus aufgefunden
Schauspieler Gene Hackman kommt mit seiner Frau Betsy Arakawa zur 60. jährlichen Verleihung der Golden Globe Awards in Beverly Hills. Das Paar wurde nach Angaben des Sheriffs von Santa Fe County am Mittwoch, 26. Februar 2025, in ihrem Wohnsitz tot aufgefunden.
Es sei kein Fremdverschulden festgestellt worden, sagt der Sheriff. Das Bild wurde am 1. Juni 1993 bei einem Anlass in den USA aufgenommen. Der Schauspieler wurde 95 Jahre alt, seine Frau Betsy Arakawa 63 Jahre alt.
Undatierte Aufnahme aus den 1980er-Jahren des Hollywoodstars Gene Hackman.
Gene Hackmans Filmkarriere wurde durch zwei Oscars vergoldet.
William Friedkin, Gewinner des Preises für die beste Regiearbeit für «The French Connection», Jane Fonda, Gewinnerin des Preises für die beste Schauspielerin in «Klute», Gene Hackman, Gewinner des Preises für den besten Schauspieler für «The French Connection» und Produzent Philip D'Antoni, Gewinner des Preises für den besten Film für «The French Connection», posieren im Presseraum bei der Oscar-Verleihung 1972 (v. r.n.l.).
Denise Womack-Avila, die Pressesprecherin der Polizei Santa Fe County, sagte zu «ABC News» und «CNN», das Paar sei bei einer «Sozialkontrolle» gefunden worden. Dies, nachdem sich ein Nachbar gemeldet hatte, der besorgt um das Wohlergehen der beiden war. Auch der Hund des Paares wurde tot aufgefunden.
Die Einsatzkräfte reagierten am Mittwoch gegen 13:45 Uhr auf eine Anfrage zur Überprüfung des Wohlergehens in dem Haus und fanden Hackman, Arakawa und einen Hund tot vor, sagte Womack-Avila. Die Ermittlungen dauern an, teilte die Pressesprecherin der Polizei mit.
Zweifacher Oscar-Gewinner
Hackman war einer der erfolgreichsten Schauspieler aller Zeiten und glänzte in Filmen wie «The French Connection», «Bonnie und Clyde» und «The Royal Tenenbaums».
Hackman gewann zweimal den Oscar: 1972 als bester Hauptdarsteller in «French Connection – Brennpunkt Brooklyn» und 1993 für «Erbarmungslos» als bester Nebendarsteller.
Früh in Pension gegangen und isoliert gelebt
Aus Hollywood hatte sich Hackman schon vor Jahrzehnten zurückgezogen. Mit seiner zweiten Frau lebte er fernab von der Traumfabrik, im ländlichen Santa Fe.
Mit knapp 75 Jahren, wenn andere Schauspieler noch vor der Kamera stehen, ging er in den Ruhestand – und fand eine neue Rolle: Er schrieb Bücher, etwa den Bürgerkriegsroman «Escape from Andersonville» (2008) und den Polizeithriller «Pursuit» (2013) – und hielt sich bis ins hohe Alter fit.
Kurz vor seinem 88. Geburtstag (im Januar 2018) posierte er in Jeans und Baseballkappe strahlend vor einem Fahrradladen in Santa Fe mit einem neuen E-Bike. Was für ein «cooler Typ», kommentierten Instagram-User das Foto.
Mit Golden Globe geehrt
Sein letzter grosser Auftritt auf einer Hollywood-Bühne ist lange her. Bei der 60. Golden-Globe-Verleihung im Jahr 2003 wurde Gene Hackman mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk gefeiert.
«Ich wollte nie etwas anderes sein als ein Schauspieler», sagte er sichtlich gerührt vor dem Star-Publikum. Schon als kleiner Junge habe er mit einer Tüte Popcorn im Kino gesessen und sich von Johnny Weissmuller, John Wayne, Errol Flynn und seinem Lieblingsschauspieler James Cagney in andere Welten versetzen lassen.
Der grosse Durchbruch gelang 1971
Nur selten liess sich Hackman auf Interviews ein, wie etwa 2021, als der Thriller «The French Connection» (dt. Titel «Brennpunkt Brooklyn») sein 50. Jubiläum feierte. Mit diesem Film gelang dem Schauspieler 1971 sein grosser Durchbruch. Als knallharter Drogenfahnder in New York – unter der Regie von William Friedkin – kam Hackman damals zu Oscar- und Golden-Globe-Ehren.
«Dieser Film hat meiner Karriere natürlich geholfen und dafür bin ich dankbar», sagte Hackman 2021 der «New York Post». Doch er habe keine Pläne, den Thriller anlässlich des runden Jubiläums anzuschauen. Er habe den Film nur einmal kurz nach der Fertigstellung in einem winzigen Vorführraum gesehen.
Schwierige Kindheit
Als Sohn eines Druckers und einer Kellnerin wuchs Hackman in einer Kleinstadt im US-Staat Illinois auf. Der Vater verliess die Familie, als der Junge Teenager war. Mit 16 Jahren meldete er sich zur US-Marine, wenige Jahre später folgte er seiner Filmleidenschaft und nahm am «Pasadena Playhouse» in Kalifornien Schauspielunterricht, wo auch ein junger Dustin Hoffman studierte.
Beide wurden damals in der Klasse als Schüler mit den geringsten Erfolgsaussichten eingestuft. Zusammen zogen sie Ende der 1950er Jahre nach New York, teilten sich dort eine Wohnung mit Robert Duvall, schlugen sich mit Handlangerjobs durch und lernten weiter ihr Schauspiel-Handwerk.
Erste Oscar-Nominierung
Seine erste grössere Rolle spielte Hackman 1964 in dem Streifen «Lilith»mit Warren Beatty, der ihn drei Jahre später für «Bonnie and Clyde» engagierte. Als Clydes Gangster-Bruder erhielt Hackman seine ersteOscar-Nominierung als bester Nebendarsteller.
Nach seinem Durchbruch als oscarprämierter Hauptdarsteller mit «French Connection» ging es mit der Karriere rasch bergauf. In «Scarecrow» spielt er einen Landstreicher, in «The Conversation» («Der Dialog») einen paranoiden Abhörspezialisten. Mit Kassenknüllern wie der John-Grisham-Verfilmung «Die Firma» und «Crimson Tide» schaffte er es auf Hollywoods A-Liste.
In dem Travestie-Klassiker «The Birdcage» schlüpfte Hackman in Frauenkleider. Den Goldenen Bären bei den Berliner Filmfestspielen holte er sich 1989 als FBI-Agent in dem Rassismus-Drama «Die Wurzel des Hasses». Mit Dustin Hoffman war er in dem Streifen «Runaway Jury» zu sehen.
Zwei Oscars und vier Golden Globes
Einen weiteren Doppelerfolg bei den Globes und Oscars feierte er 1993 als bester Nebendarsteller in dem Western «Erbarmungslos». Unter der Regie von Clint Eastwood spielte er einen sadistischen Sheriff. Seinen dritten Golden Globe holte Hackman als bester Komödiendarsteller in der Familiensatire «Die Royal Tenenbaums» (2001), zwei Jahre später gab es den Ehren-Globe für sein Lebenswerk.
Zuletzt glänzte er 2004 in der Polit-Satire «Willkommen in Mooseport» als arroganter Ex-Präsident, der von Washington in die Provinz zieht. Damals vertraute er US-Talkmaster Larry King an, er wolle aus dem Filmgeschäft aussteigen. Man müsse zu viele Kompromisse machen, klagte der Star. Er hielt sein Wort und trat seither nicht mehr vor die Kamera.
Kein «sentimentaler Kerl»
Wo er seine Oscar-Trophäen aufbewahre, wurde Hackman 2011 in einem seiner seltenen Interviews von der Zeitschrift «GQ» gefragt. «Ich bin mir nicht sicher», antwortete der Schauspieler. Er habe kaum Filmandenken in seinem Haus. «Ich bin kein sentimentaler Kerl».
Natürlich habe er in seiner Karriere Höhen und Tiefen erlebt, räumte Hackman in dem Gespräch ein. «Aber im Grossen und Ganzen bin ich recht zufrieden, dass es die richtige Entscheidung war, Schauspieler zu werden. Glücklicherweise habe ich ein paar Sachen gefunden, die ich als Schauspieler gut machen konnte», resümierte der Star.
Er wolle der Nachwelt gerne als «ordentlicher Schauspieler» in Erinnerung bleiben. «Als jemand, der versucht hat, die Dinge auf ehrliche Weise zu verkörpern».
Die Redaktor*in hat diesen Artikel mithilfe von KI geschrieben; mit Material der dpa.
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