Dschungelkönig im Interview Gil Ofarim nach Finale: «Ich denke nicht daran, gegen Ariel rechtlich vorzugehen»

Carlotta Henggeler

9.2.2026

Dschungelkönig Gil Ofarim mit den RTL-Hosts Sonja Zietlow und Jan Köppen.
Dschungelkönig Gil Ofarim mit den RTL-Hosts Sonja Zietlow und Jan Köppen.
RTL

Gil Ofarim blickt nach dem Finale auf eine extreme Zeit im Dschungelcamp zurück. Trotz heftiger Angriffe durch die Baslerin Ariel verzichtet der Sänger auf rechtliche Schritte. Zudem weist er Vorwürfe einer gezielten Karriere-Strategie zurück.

Carlotta Henggeler

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Gil Ofarim zeigt sich nach seinem Sieg im Dschungelcamp erschöpft, dankbar und betont, dass ihm seine therapeutische Arbeit geholfen habe, mit Stress, Kritik und Druck umzugehen.
  • Trotz heftiger verbaler Angriffe durch Mitcamperin Ariel schliesst Ofarim rechtliche Schritte aus.
  • Er weist Vorwürfe einer Karriere-Strategie zurück, spricht offen über gesundheitliche Folgen wie Gewichtsverlust und Gehirnerschütterung und blickt vorsichtig optimistisch auf neue musikalische und berufliche Projekte.

Was ging Ihnen als Erstes durch den Kopf nach dem Dschungelcamp-Sieg?

Gil Ofarim: Ich habe ehrlich gesagt überhaupt nicht damit gerechnet. 17 Tage im Camp fühlen sich an wie Jahre. Ich hatte jeden Tag meine Koffer gepackt, war bereit abzureisen. Umso dankbarer bin ich jetzt. 

Wie geht es Ihnen jetzt gerade?

Ich bin müde und freue mich einfach darauf, meine Frau und meine Kinder wiederzusehen.

Was war für Sie die schönste Erfahrung im Camp?

Zu merken, dass das, was ich in den letzten Jahren gelernt habe – unter anderem acht Monate in einer Klinik – wirklich hilft. Ich kann dadurch besser mit Stress, Drucksituationen, Anfeindungen und Ablehnung umgehen. Wenn man an sich arbeitet und es wirklich will, kann man es schaffen.

Körperlich war das Camp extrem. Wie sehr hat es Sie mitgenommen?

Ich habe seit Beginn rund 10,5 Kilo abgenommen und wiege jetzt 79 Kilo. Wenig Essen, wenig Wasser und gleichzeitig enorme Aufgaben.

Was machen Sie zu Hause als Erstes?

Deutsche – also viel kältere – Luft atmen.

Was machen Sie mit dem Preisgeld von 100 000 Euro?

Das ist meine private Sache. Ein Teil geht noch an jemanden weiter.

Zahlen Sie dem Hotelmitarbeiter im Davidsstern-Fall von 2023 Schadenersatz?

Auch hier: Ich bitte um Verständnis, dass das privat bleibt.

Sie wurden im Camp stark kritisiert. Hat Sie das überrascht?

Dass ich kritisiert werde, war mir klar. Das ist etwas, woran ich noch sehr lange arbeiten werde. Die Kamera läuft 24 Stunden am Tag, 17 Tage lang. 

Besonders das Verhalten von Ariel sorgte für Diskussionen. Die Baslerin hat Sie mehrmals im Camp verbal angegriffen. Was sagen Sie jetzt dazu?

Es ist okay, wie es war. Man darf nicht vergessen: Es ist eine TV-Show. Hubert Fella [Anm.d. Red.: Dschungelcamp-Mitstreiter] hat mir viel erklärt, wie das mit der Sendezeit funktioniert.

Trotzdem: Ariel hat sie zum Teil schwer beleidigt. Denken Sie an rechtliche Schritte?

Überhaupt nicht. Ich bin gerade fix und fertig. Am Ende des Tages ist es eine TV-Show.

Wird es künftig noch weitere Statements von Ihnen geben?

Ich verstehe, dass es Fragen gibt. Ich wünsche mir aber, dass für alle ein Neuanfang beginnen kann.

Im Camp haben Sie immer wieder betont, dass es eine Schweigepflicht im Davidsstern-Prozessfall gibt. Was sagen Sie dazu?

Es gibt eine Abmachung. Über Inhalte und Gründe, warum Verfahren eingestellt wurden, darf ich nicht sprechen. 

«Ich habe nichts in Petto. Ich bin mit leeren Händen rein und genauso raus»

Gil Ofarim

Dschungelcamp-Gewinner 2026

Im Finale haben Sie Samira Yavuz deutlich geschlagen. Was sagen Sie zu Kritik daran, dass sie hätte gewinnen sollen?

Das finde ich völlig okay. Man muss nicht von allen gemocht werden. Samira ist eine tolle, starke Frau. Mamas sind Rockstars, alleinerziehende sowieso.

Sie hatten im Camp einen schweren Sturz. Wie geht es Ihnen heute?

Ich habe die Bilder erst jetzt zum ersten Mal gesehen. Ich kann mich an nichts erinnern, bin in der Ambulanz aufgewacht. Ich hatte eine Gehirnerschütterung, die am Anfang – fälschlicherweise – als Schädeltrauma bezeichnet wurde.  Meine linke Hand habe ich zwei Tage lang nicht gespürt, hatte Prellungen und war mit Morphium sediert.

Viele warfen Ihnen vor, Ihre Teilnahme sei eine reine Karriere-Strategie gewesen. Stimmt das?

Das stimmt nicht. Ich habe kein Album in Petto, kein Video, nichts in der Pipeline. Ich bin mit leeren Händen rein und genauso raus.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?

Ich möchte mit Freude ein neues Album schreiben, auf Tour gehen, als Synchronsprecher, Radiomoderator und Schauspieler arbeiten.

Hat das Camp Sie verändert?

Es war eine wirklich abgefahrene Erfahrung. Unterhaltsam, intensiv – und ich bin mehr denn je dankbar, am Leben zu sein.

Was wünschen Sie sich jetzt?

Dass ich mein Versprechen einhalten kann: Dass alles wieder gut wird – für meine Frau und meine Kinder.


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