Gegen Abnehmspritzen und Influencer«Totale Idiotie»: Ramsay platzt wegen Menüvorschlag der Kragen
Sven Ziegler
11.11.2025
Starkoch Gordon Ramsay ist sauer.
David Davies/PA Wire/dpa
Starkoch Gordon Ramsay hat genug von Forderungen, seine Menüs an Gäste anzupassen, die mit Abnehminjektionen wie Ozempic oder Mounjaro unterwegs sind. In einem Interview schimpft der Brite über «lächerliche Ideen», kleine Portionen einzuführen.
Antonio Fontana
11.11.2025, 10:54
11.11.2025, 11:49
Sven Ziegler
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Gordon Ramsay lehnt spezielle Menüs für Menschen ab, die Abnehminjektionen wie Ozempic nutzen, und erklärt: «Das Problem ist, dass Leute zu viel essen.»
Der Starkoch kritisiert «Mini-Portionen» und macht sich über die Idee lustig, Degustationsmenüs für «Ozempic-Esser» zu entwerfen.
Ramsay ärgert sich zudem über Influencer, die mit Licht-Ringen und Handyvideos anderen Gästen das Erlebnis ruinieren.
Gordon Ramsay bleibt seinem Ruf treu: Der britische TV-Koch nahm in einem Interview mit dem «Sunday Times» kein Blatt vor den Mund, als er über die wachsende Zahl von Gästen sprach, die dank Medikamenten wie Ozempic oder Mounjaro weniger Appetit haben – und deshalb kleinere Portionen erwarten. Für Ramsay ist das ein absolutes No-Go.
Demnach reagierte der 59-Jährige gereizt auf den Vorschlag seines Kollegen Heston Blumenthal, im «The Fat Duck» künftig ein «mindful» Menü mit verkleinerten Gängen anzubieten. Ramsay hält davon gar nichts: «Es ist kompletter Unsinn. Keine Chance, dass wir diesem Trend nachgeben», sagte er. Der eigentliche Grund für viele Gewichtsprobleme sei schlicht – «die Leute essen zu viel».
Dass er nun spezielle Degustationsmenüs für Gäste mit Abnehmspritzen entwickeln soll, findet er geradezu absurd. Wörtlich meint er, er wolle nicht anfangen, «Menüs für Leute zu kochen, die nur verhindern wollen, sich um 22.30 Uhr wie ‹fette Idioten› zu fühlen».
Ramsay betreibt weltweit zahlreiche Restaurants
Ozempic und Mounjaro, ursprünglich zur Behandlung des Typ-2-Diabetes entwickelt, dämpfen das Hungergefühl und haben sich zu verbreiteten Lifestyle-Medikamenten entwickelt. Ramsay will daraus jedoch keine kulinarische Sonderbehandlung ableiten.
Neben der Debatte um Portionen holte Ramsay auch zu einem Seitenhieb gegen Influencer aus. Er stört sich an Gästen, die während des Essens mit Ringlichtern und Handys arbeiten: «Diese verdammten Lichter und die Posts über das ‹beste Essen der Welt›», spottete er. Vor allem in den USA sei das Benehmen am Tisch katastrophal – ständig werde mit Blitz fotografiert, klagte er.
Ramsay betreibt weltweit Restaurants, darunter den Gordon Ramsay Burger in Las Vegas, das Bread Street Kitchen & Bar in London und Le Pressoir d’Argent in Bordeaux. Und er wächst weiter: Im Downtown Disney District in Kalifornien eröffnet er bald den britisch inspirierten Gastropub The Carnaby, der laut Disney Parks «die Energie des Londons der 60er-Jahre» aufgreifen soll.