Tosender Applaus für ModeratorGottschalk verlässt seine Abschiedsshow frühzeitig
dpa
6.12.2025 - 23:54
Moderator Thomas Gottschalk während der RTL-Show «Denn sie wissen nicht, was passiert».
Julia Feldhagen/RTL/dpa
«Ich freue mich auf die Rente»: Keine Sendung und keine roten Teppiche mehr: Thomas Gottschalk macht Schluss, und zwar nicht nur mit der Samstagabendunterhaltung.
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DPA, Redaktion blue News
06.12.2025, 23:54
06.12.2025, 23:56
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Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Der Entertainer Thomas Gottschalk hat sich in einer Abschiedsshow von der TV-Bühne verabschiedet und will sich jetzt aus der Öffentlichkeit zurückziehen.
Die Show verliess er bereits frühzeitig.
Gottschalk hatte vergangenen Sonntag seine Krebserkrankung bekannt gemacht.
Der Moderator ist einer der erfolgreichsten Showmaster in der Geschichte der deutschen TV-Unterhaltung.
Früher hat er seine Shows um bis zu 73 Minuten überzogen, doch seine letzte Samstagabendshow verliess er überraschend mittendrin: Deutschlands bekanntester Fernsehunterhalter Thomas Gottschalk hat sich unter tosendem Applaus von der TV-Bühne verabschiedet und will sich jetzt aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Das sagte der an Krebs erkrankte 75-Jährige auf Nachfrage seines langjährigen Weggefährten und Mit-Moderators Günther Jauch in der Show «Denn sie wissen nicht, was passiert».
«Es gibt einen gewissen Punkt, wo man sagt, jetzt hat die Öffentlichkeit nichts mehr mit einem zu tun. Rote Teppiche und so weiter – kein Thema mehr», sagte Gottschalk. Um 22.15 Uhr verliess die TV-Legende unter dem Applaus der Zuschauer die Bühne, seine Frau Karina nahm ihn mit einem Kuss in Empfang.
Jauch hatte Gottschalk zuvor gefragt, wie er sich sein neues Leben vorstelle, ob nun tatsächlich der Instagram-Account geschlossen und er in keiner Sendung mehr zu sehen sein werde. «Du willst abtauchen, man wird dich in dieser klassischen Öffentlichkeit nicht mehr sehen, und das willst Du auch so?», fragte Jauch. «Ja», antwortete Gottschalk, und fügte an: «Das mit 75 ist glaube ich der richtige Zeitpunkt, wo man sagt, ich ziehe mich zurück.»
Er fühle sich «ausgezeichnet», sagte der frühere «Wetten, dass..?»-Moderator. «Es geht mir gut, und ich freue mich auf die Rente». Er berichtete Jauch auch von regelmässigen Untersuchungen, der er aufgrund seiner Krebs-Erkrankung habe. Dieser wollte wissen, ob dabei geschaut werde, ob sich womöglich wieder etwas «gebildet» habe. «Das ist genau der Punkt», sagte Gottschalk. Er sagte aber auch: «Ich hoffe, dass es nicht passiert und er gehe auch davon aus, dass es nicht passieren wird.» Daraufhin gab es grossen Applaus im Studio.
Bereits im Frühjahr hatte Gottschalk angekündigt, sich mit der RTL-Spielshow «Denn sie wissen nicht, was passiert» am 6. Dezember zumindest von der Samstagabendunterhaltung verabschieden zu wollen. An seiner Seite waren am Abend seine Co-Stars Günther Jauch und Barbara Schöneberger sowie als Gäste Moderator Jörg Pilawa, Sänger Giovanni Zarrella und Gottschalks langjähriger Freund, der Komiker Mike Krüger.
Gottschalk hatte vergangenen Sonntag seine Krebserkrankung bekannt gemacht. Am Morgen hatte sich der Entertainer mit einer Videobotschaft an seine Fans gewandt. «Macht euch um mich bitte keine Sorgen», sagte er in dem auf Instagram veröffentlichten Beitrag. «Ihr wisst, dass ich die Dinge positiv angehe. Das tue ich auch in diesem Falle.»
Der 75-Jährige erzählte auch, warum er mit der so spät an die Öffentlichkeit ging: «Also ich rede da nicht gerne drüber, weil ich immer der Meinung war, dass das Thema privat und dienstlich auseinandergehalten werden sollte. Und eine Krankheit – gerade eine Krebserkrankung – ist was sehr Privates, und ich rede da nicht gerne drüber.» Über die Krebsart sagte Gottschalk: «Das ist sehr selten und ist sehr gefährlich offensichtlich.»
Gottschalk ist einer der erfolgreichsten Showmaster in der Geschichte der deutschen TV-Unterhaltung. Er steht in der Tradition von Bildschirm-Legenden wie Rudi Carrell (1934-2006), Hans Rosenthal (1925-1987), Joachim Fuchsberger (1927-2014) und Hans-Joachim Kulenkampff (1921-1998). Mit «Wetten, dass..?» im ZDF schaffte er es, Millionen Menschen vor den Fernsehgeräten zu versammeln – und wurde zur Fernsehikone.