Halle Berry kontert im neuen Film«Ich hasse diesen Sexismus in seiner reinsten Form»
dpa
15.2.2026 - 10:57
Hollywood-Schauspielerin Halle Berry wurde beim Dreh des Thrillers «Crime 101» wütend – was auch gewollt war.
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Hollywood-Star Halle Berry kontert Sexismus und Jugendwahn im Film wie im echten Leben. Eine Szene am Set ihres neuen Thrillers «Crime 101» machte sie wütend: «Ich weigere mich, so etwas auf mir sitzenzulassen.»
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15.02.2026, 10:57
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Hollywood-Schauspielerin Halle Berry kontert Sexismus und Jugendwahn im Film genauso wie im echten Leben.
Eine Szene während der Dreharbeiten zu ihrem neuen Thriller «Crime 101» machte sie dabei ganz besonders hässig.
«Ich weigere mich, so etwas auf mir sitzenzulassen, denn ich schäme mich nicht für mein Alter», so die 59-Jährige.
Oscar-Gewinnerin Halle Berry («Monster's Ball») kritisiert, dass Frauen häufig wegen ihres Alters diskriminiert werden – auch Hollywood-Stars. «Ich hasse diesen Sexismus in seiner reinsten Form», sagt sie der Deutschen Presse-Agentur in London.
Und weiter: «Jedes Mal, wenn ich meinen Namen lese, heisst es: die 59-jährige Halle Berry.» Das Alter ihrer männlichen Kollegen spiele keine Rolle. «Aber bei Frauen ist das alles, was zählt.»
In dem Thriller «Crime 101», der seit dieser Woche in den Schweizer Kinos läuft, wird das thematisiert. Berry spielt die Versicherungsmaklerin Sharon, die sich in ihrer Agentur gegen Sexismus und Altersdiskriminierung zur Wehr setzt.
«Ich werde dieses Jahr 60. Und genau deshalb war das für mich so bedeutungsvoll», so die Schauspielerin. «Ich glaube, dass wir als Frauen schon lange empfinden, dass wir über eine Zahl definiert werden. Und wenn sie steigt, werden wir abgewertet.»
Berry: «Er hat etwas rausgehauen. Und ich war wütend!»
Damit ihre Reaktion im Film authentisch wirkt, wollte Halle Berry vorab nicht wissen, was Sharons Boss Mark (gespielt von Paul Adelstein) in einer Szene zu ihr sagen wird.
Dem Regisseur Bart Layton habe sie gesagt: «Ich kann dir zwar eine Reaktion geben, aber die ist nicht echt, wenn er nicht etwas sagt, was etwas in mir hervorruft.»
Adelstein habe sie daraufhin vor der Kamera überrascht – mit Erfolg. «Er hat etwas rausgehauen. Und ich war wütend!»
Berry schämt sich nicht für ihr Alter
Wie im Film lässt sich Halle Berry Sexismus und Altersdiskriminierung auch privat nicht gefallen. «Ich weigere mich, so etwas auf mir sitzenzulassen, denn ich schäme mich nicht für mein Alter», betonte sie.
«Das sollte doch etwas sein, was mich grossartig macht. Ich bin immer noch hier. Es ist ein Segen, älter zu werden. Es ist ein Geschenk. Ich habe so viel Weisheit, und ich habe so viel auf meinem Weg gelernt. Jetzt ist doch nicht der Zeitpunkt, um mich loszuwerden.»
Neben Halle Berry spielen Chris Hemsworth und Mark Ruffalo die Hauptrollen in «Crime 101».
In dem Thriller, der auf dem gleichnamigen Roman von Bestseller-Autor Don Winslow basiert, will ein Diamantenräuber (Hemsworth) einen letzten grossen Coup landen, bei dem er die Hilfe von einer Versicherungsmaklerin für Superreiche (Berry) braucht. Doch ein Polizist (Mark Ruffalo) ist ihm bereits auf der Spur.
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