TV-Moderator über Tod seiner TochterHorst Lichter: «Keiner will mehr etwas mit dir zu tun haben»
Bruno Bötschi
5.5.2025
«In dem Moment, in dem du zum ersten Mal einen Schicksalsschlag erlebst, stellst du fest, dass sich dein Umfeld verändert»: Horst Lichter über den plötzlichen Kindstod seiner ersten Tochter.
Bild:Frank W. Hempel/ZDF /dpa
«Bares für Rares»-Moderator Horst Lichter sprach so offen wie noch nie über den bisher schlimmsten Moment in seinem Leben. Seine erste Tochter starb im Alter von sechs Monaten am plötzlichen Kindstod.
Der 63-jährige Horst Lichter musste in seinem Leben schon einige familiäre Schicksalsschläge verkraften.
Nun sprach der Moderator der TV-Sendung «Bares für Rares» so offen wie nie über den bisher schlimmsten Moment in seinem Leben: Lichters erste Tochter starb am plötzlichen Kindstod.
«In dem Moment, in dem du wirklich zum ersten Mal einen Schicksalsschlag hast, stellst du fest, dass sich dein Umfeld verändert», so Lichter in der Sendung «Stern TV» auf RTL.
Horst Lichter ist der Mann mit grossem Schnauzer, Charme und dem Gespür für wahre Schätze. Der Kult-Moderator der TV-Sendung «Bares für Rares» hat aber auch schon einige Schicksalsschläge erleben müssen.
Als Kind erlitt er einen Wirbelbruch, mit 26 überlebte er einen Hirnschlag mit nachfolgender halbseitiger Lähmung, kurz danach gefolgt von einem Herzinfarkt.
Nun sprach der 63-jährige TV-Mann so offen wie noch nie über den bisher wahrscheinlich schlimmsten Moment in seinem Leben: Lichters erste Tochter starb im Alter von sechs Monaten am plötzlichen Kindstod.
Ein Schicksalsschlag verändert das Umfeld
«In dem Moment, in dem du wirklich zum ersten Mal einen Schicksalsschlag hast, stellst du fest, dass sich dein Umfeld verändert», blickt Horst Lichter in der Sendung «Stern TV» auf RTL auf diese schwierige Zeit zurück.
In den Wochen nach dem Tod seiner Tochter, Lichter war erst 22 Jahre alt, habe ihn und seine damalige Frau niemand besucht. «Es will keiner mehr mit dir grossartig etwas zu tun haben, weil es tut ja allen leid.»
Traf Lichter damals auf der Strasse Menschen, die er gut kannte, hätten viele verschämt weggeschaut. Lichter zeigt durchaus Verständnis für dieses Verhalten: «Wie willst du auch auf so einen familiären Schicksalsschlag reagieren? Tut mir leid? Ja, das hilft dir als Angehörige auch nicht weiter.»
Heute ist der Moderator in dritter Ehe verheiratet
In der Folge versuchte der heute oft als rheinische Frohnatur beschriebene Lichter, wieder einen einigermassen normalen Alltag zu leben. Einer habe ja stark bleiben müssen, so der TV-Moderator in der Sendung «Stern TV».
«Du hast deine Frau – jetzt kann man sich vorstellen, was mit einer Mutter passiert. Du hast deine Eltern, deine Schwiegereltern, deine Geschwister, das Umfeld, alles bricht zusammen. Da kannst du dich nicht daneben legen und sagen: Jetzt weinen wir.»
Ein Umstand, der aber auch dafür verantwortlich gewesen ist, dass Lichter damals kaum Zeit hatte, sich um sich selbst zu kümmern.
Heute ist der Moderator und Buchautor in dritter Ehe mit seiner Frau Nada verheiratet. Auch diese Beziehung begann mit einem Schicksalsschlag.
Horst Lichter lernte die 1972 in Kroatien geborene Nada in seinem früheren Restaurant Oldiethek kennen. Dort arbeitete sie in den 1990er-Jahren als Kellnerin – und war zu dem Zeitpunkt noch die Frau seines besten Freundes.
Lichter hatte die beiden sogar miteinander verkuppelt, wie er vor Jahren einmal in einem Interview verriet. Doch dann folgte der Schicksalsschlag, der alles veränderte: Nadas Ehemann starb an Krebs.
Zwischen den beiden Trauernden entstand erst eine Freundschaft, die später zur Liebe wurde. 2009 heiratete das Paar nach elf gemeinsamen Jahren.
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