«Eine lebende Leiche» Deutsche Sportmoderatorin entging nach Hirn-OP knapp dem Tod

Bruno Bötschi

3.2.2026

RTL-Moderatorin Monica Lierhaus schildert in einem Podcast, wie sie sich nach einer Hirn-OP ins Leben zurückkämpfte.
RTL-Moderatorin Monica Lierhaus schildert in einem Podcast, wie sie sich nach einer Hirn-OP ins Leben zurückkämpfte.
Bild: IMAGO/Future Image

Eine Gehirn-Operation veränderte das Leben der deutschen Sport-Moderatorin Monica Lierhaus total. Jetzt erzählt die 55-Jährige in einem Podcast, wie sie sich ins Leben zurück kämpfte.

Bruno Bötschi

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  • «Ich konnte gar nichts», sagt Monica Lierhaus rückblickend.
  • Im Januar 2009 lag die Sportmoderatorin nach einer Gehirn-OP vier Monate lang im künstlichen Koma.
  • «Ich war wie eine lebende Leiche», erzählt die 55-Jährige im Podcast «Wie geht's?» des deutschen Fussball-Nationalspielers Robin Gosens.

Als Aushängeschild der «ARD-Sportschau» war TV-Moderatorin Monica Lierhaus deutschlandweit bekannt. Umso grösser war der Schock, als 2009 bekannt wurde, dass sie ins künstliche Koma versetzt wurde.

Kurz vorher war ein Hirnaneuyrisma, die Ausbuchtung einer Schlagader, durch Zufall entdeckt worden. Während der Operation kam es zu Komplikationen. In der Folge erlitt Lierhaus schwere Hirnblutungen.

Im Podcast «Wie geht's?» des deutschen Fussball-Nationalspielers Robin Gosens spricht die heutige RTL-Moderatorin über die Zeit im Koma, die Hilflosigkeit und einen Körper, der nicht mehr gehorchen wollte. 

Lierhaus wollte die Reha auf den eigenen Beinen verlassen

Ihrer Familie sei damals bereits gesagt worden, sich von ihr zu verabschieden, sagt Monica Lierhaus im Podcast. Danach lag sie vier Monate lang im Koma.

Danach folgten acht Monate Rehabilitation, um die beeinträchtigte Sprech- und Bewegungsfähigkeit zu trainieren. «Man fühlt sich erst einmal gefangen in einem Körper, der nicht mehr funktioniert», so die 55-Jährige.

Ihr sei aber bald klar gewesen, sie wolle da wieder raus. Und zwar möglichst schnell. «Ich wollte auf meinen eigenen Beinen aus der Reha rausgehen, was ich auch geschafft habe.»

Lierhaus: «Ich bin angeglotzt worden»

Die Zeit in der Reha-Klinik beschreibt Monica Lierhaus als schrecklich: «Ich bin angeglotzt worden, als ob ich ein Monster wäre. Es war eine Katastrophe.»

Besonders schlimm sei damals die Belagerung von Paparazzi-Fotografen gewesen. Deswegen habe sie sich auch zum ersten öffentlichen Auftritt bei der Goldenen Kamera 2011 entschlossen. Monica Lierhaus wollte zeigen: «So bin ich jetzt. Nehmt mich oder lasst es.»

Die TV-Moderatorin liess sich trotz aller Widrigkeiten nicht unterkriegen – und kämpfte sich auch ins Berufsleben zurück. In den vergangenen Jahren hat Monica Lierhaus unter anderem für den Pay-TV-Sender Sky gearbeitet, seit 2023 ist sie im Sportteam von «RTL Aktuell».

Mit Einschränkungen muss sie allerdings bis heute leben. «Mein Gleichgewichtssinn ist so stark geschädigt, dass ich keine Treppen ohne Geländer gehen kann. Und wenn da eine Treppe ist, kein Geländer, dann Feierabend, kann ich nicht ran.»


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