Showlegenden sind tot Grösster Wunsch der Kessler-Zwillinge bleibt trotz Testament unerfüllt 

Carlotta Henggeler

20.11.2025

Der Tod der Kessler-Zwillinge sorgt erneut für Schlagzeilen: Ihr letzter grosser Wunsch kann nicht erfüllt werden. Der Grund? Er verstösst gegen das Gesetz.

Carlotta Henggeler

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Alice und Ellen Kessler sind am Montag, 17. November, im Alter von 89 Jahren gemeinsam in ihrem Doppel-Bungalow in Grünwald bei München gestorben.
  • Die Showgrössen haben ihren freiwilligen Tod bis ins Detail vorbereitet – vom Testament bis zur Kündigung ihres Zeitungsabos.
  • Ihr letzter Wunsch, zusammen mit der Asche ihrer Mutter und ihres Pudels beigesetzt zu werden, ist rechtlich nicht möglich.

Die Kessler-Zwillinge Alice und Ellen Kessler haben vor ihrem freiwilligen Tod alles organisiert – vom Testament bis zur Kündigung ihrer Tageszeitung. 

Die Showgrössen, die bis zuletzt zusammen in München wohnten, wussten genau, wie ihr letzter Weg aussehen sollte. Sie wollten nicht nur gemeinsam in einer Urne beigesetzt werden, sondern auch mit der Asche ihrer 1977 verstorbenen Mutter Elsa – sowie der ihres Pudels Yello.

Die Kessler-Zwillinge erzählten in einem Interview: «Wir haben unsere Mutter und Yello sehr geliebt.»

Der Pudel starb mit 14 Jahren, das betrübte die Zwillinge: «Er hätte viel älter werden können, aber leider litt er an Angina pectoris.»

Letzter Wunsch der Kessler-Zwillinge rechtlich nicht möglich

Doch einer ihrer letzten Wünsche verstösst gegen das Gesetz: Deutsches Recht verbietet die Vermischung mehrerer Verstorbener – erst recht mit einem Tier.

Das sagt Antje Bisping, Juristin des Bundesverbandes Deutscher Bestatter, gegenüber «Euronews» zur Rechtslage: «Eine einzige Urne für mehrere Personen ist in Deutschland rechtlich nicht zulässig. Es ist nicht einmal möglich, die Asche eines Hundes hinzuzufügen. Die Vermischung oder Verbindung der Asche mehrerer Verstorbener in einer Urne ist nach deutschem Bestattungsrecht generell verboten.»

Schmuck an Freundin verschenkt und Abo gekündigt

Die Kessler Zwillinge haben sich auf ihren Tod vorbereitet. So erhielt Moderatorin Carolin Reiber ein Abschiedspaket von ihnen – beide waren Nachbarinnen und Freundinnen – samt Brief und Schmuckstücken, die sie lange bewunderte

Reiber beschrieb ihre Freundinnen als «ein Traumleben» führend, die im Sommer noch den Bayerischen Verdienstorden erhielten – doch Ellen war nach einem Hirnschlag «nicht mehr gut beisammen.»

Auch an ihr Zeitungsabo haben sie gedacht. Am Montagmorgen erreichte die «Münchner Abendzeitung» ein Brief von Alice Kessler. Darin kündigte sie das gemeinsame Abonnement der Zwillingsschwestern – nach Jahrzehnten.

Ursprünglich stand im Dokument «zum 30. November», am Computer eingetippt. Später hatte sie das Datum von Hand korrigiert: «zum 17.11.2025», unterschrieben mit ihrer markanten Unterschrift. Nur wenige Stunden nach Eingang des Schreibens wurde bekannt: Die Kessler-Zwillinge sind tot.

Suizid-Gedanken? Hier findest du Hilfe:

  • Diese Stellen sind rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen und für ihr Umfeld da.
  • Beratungstelefon der Dargebotenen Hand: Telefonnummer 143 oder www.143.ch
  • Beratungstelefon Pro Juventute (für Kinder und Jugendliche): Telefonnummer 147 oder www.147.ch
  • Weitere Adressen und Informationen: www.reden-kann-retten.ch
  • Adressen für Menschen, die jemanden durch Suizid verloren haben:
    – Refugium: Verein für Hinterbliebene nach Suizid
     Nebelmeer: Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils

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