Die Kessler-Zwillinge Alice und Ellen bei der «Die Liebe Geld»- Theaterpremiere im März 2022 in München. Die Showlegenden wurden 89 Jahre alt.
Alice und Ellen Kessler wurden am 20. August 1936 im sächsischen Nerchau geboren.
1965: Die Kessler-Zwillinge am 2. August 1965 in London. Die Entertainerinnen waren in den 1950er und 1960er Jahren in Deutschland und Italien für ihren Gesang, Tanz und ihre Schauspielerei bekannt. Sie wurden als «Kessler-Zwillinge» bezeichnet.
1957: «Der Graf von Luxemburg» mit den Kessler-Zwillingen und Gerhard Riedmann als Graf von Luxemburg. Die Zwillinge spielten die Tänzerinnen Fritzi und Franzi.
Alice und Ellen Kessler in einem Showkostüm. Das Bild entstand 1959.
«Lieben Sie Show» war ein TV-Format von der ARD aus dem Jahr 1962.
Mit TV-Legende Rudi Carrell im Format «Die verflixte 7». Die Show mit Carrell lief von 1965 bis 1973.
Alice (li.) und Ellen Kessler mit dem Moderator Frank Elstner beim Pressetermin für die TV-Show «Deutschland spielt auf – zum 50. Geburtstag der ARD-Fernsehlotterie» 2006.
Die Kessler Zwillinge sind gestorben
Die Kessler-Zwillinge Alice und Ellen bei der «Die Liebe Geld»- Theaterpremiere im März 2022 in München. Die Showlegenden wurden 89 Jahre alt.
Alice und Ellen Kessler wurden am 20. August 1936 im sächsischen Nerchau geboren.
1965: Die Kessler-Zwillinge am 2. August 1965 in London. Die Entertainerinnen waren in den 1950er und 1960er Jahren in Deutschland und Italien für ihren Gesang, Tanz und ihre Schauspielerei bekannt. Sie wurden als «Kessler-Zwillinge» bezeichnet.
1957: «Der Graf von Luxemburg» mit den Kessler-Zwillingen und Gerhard Riedmann als Graf von Luxemburg. Die Zwillinge spielten die Tänzerinnen Fritzi und Franzi.
Alice und Ellen Kessler in einem Showkostüm. Das Bild entstand 1959.
«Lieben Sie Show» war ein TV-Format von der ARD aus dem Jahr 1962.
Mit TV-Legende Rudi Carrell im Format «Die verflixte 7». Die Show mit Carrell lief von 1965 bis 1973.
Alice (li.) und Ellen Kessler mit dem Moderator Frank Elstner beim Pressetermin für die TV-Show «Deutschland spielt auf – zum 50. Geburtstag der ARD-Fernsehlotterie» 2006.
Der Tod der Kessler-Zwillinge sorgt erneut für Schlagzeilen: Ihr letzter grosser Wunsch kann nicht erfüllt werden. Der Grund? Er verstösst gegen das Gesetz.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Alice und Ellen Kessler sind am Montag, 17. November, im Alter von 89 Jahren gemeinsam in ihrem Doppel-Bungalow in Grünwald bei München gestorben.
- Die Showgrössen haben ihren freiwilligen Tod bis ins Detail vorbereitet – vom Testament bis zur Kündigung ihres Zeitungsabos.
- Ihr letzter Wunsch, zusammen mit der Asche ihrer Mutter und ihres Pudels beigesetzt zu werden, ist rechtlich nicht möglich.
Die Kessler-Zwillinge Alice und Ellen Kessler haben vor ihrem freiwilligen Tod alles organisiert – vom Testament bis zur Kündigung ihrer Tageszeitung.
Die Showgrössen, die bis zuletzt zusammen in München wohnten, wussten genau, wie ihr letzter Weg aussehen sollte. Sie wollten nicht nur gemeinsam in einer Urne beigesetzt werden, sondern auch mit der Asche ihrer 1977 verstorbenen Mutter Elsa – sowie der ihres Pudels Yello.
Die Kessler-Zwillinge erzählten in einem Interview: «Wir haben unsere Mutter und Yello sehr geliebt.»
Der Pudel starb mit 14 Jahren, das betrübte die Zwillinge: «Er hätte viel älter werden können, aber leider litt er an Angina pectoris.»
Letzter Wunsch der Kessler-Zwillinge rechtlich nicht möglich
Doch einer ihrer letzten Wünsche verstösst gegen das Gesetz: Deutsches Recht verbietet die Vermischung mehrerer Verstorbener – erst recht mit einem Tier.
Das sagt Antje Bisping, Juristin des Bundesverbandes Deutscher Bestatter, gegenüber «Euronews» zur Rechtslage: «Eine einzige Urne für mehrere Personen ist in Deutschland rechtlich nicht zulässig. Es ist nicht einmal möglich, die Asche eines Hundes hinzuzufügen. Die Vermischung oder Verbindung der Asche mehrerer Verstorbener in einer Urne ist nach deutschem Bestattungsrecht generell verboten.»
Schmuck an Freundin verschenkt und Abo gekündigt
Die Kessler Zwillinge haben sich auf ihren Tod vorbereitet. So erhielt Moderatorin Carolin Reiber ein Abschiedspaket von ihnen – beide waren Nachbarinnen und Freundinnen – samt Brief und Schmuckstücken, die sie lange bewunderte.
Reiber beschrieb ihre Freundinnen als «ein Traumleben» führend, die im Sommer noch den Bayerischen Verdienstorden erhielten – doch Ellen war nach einem Hirnschlag «nicht mehr gut beisammen.»
Auch an ihr Zeitungsabo haben sie gedacht. Am Montagmorgen erreichte die «Münchner Abendzeitung» ein Brief von Alice Kessler. Darin kündigte sie das gemeinsame Abonnement der Zwillingsschwestern – nach Jahrzehnten.
Ursprünglich stand im Dokument «zum 30. November», am Computer eingetippt. Später hatte sie das Datum von Hand korrigiert: «zum 17.11.2025», unterschrieben mit ihrer markanten Unterschrift. Nur wenige Stunden nach Eingang des Schreibens wurde bekannt: Die Kessler-Zwillinge sind tot.
Suizid-Gedanken? Hier findest du Hilfe:
- Diese Stellen sind rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen und für ihr Umfeld da.
- Beratungstelefon der Dargebotenen Hand: Telefonnummer 143 oder www.143.ch
- Beratungstelefon Pro Juventute (für Kinder und Jugendliche): Telefonnummer 147 oder www.147.ch
- Weitere Adressen und Informationen: www.reden-kann-retten.ch
- Adressen für Menschen, die jemanden durch Suizid verloren haben:
– Refugium: Verein für Hinterbliebene nach Suizid
– Nebelmeer: Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils
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