Kitsch-Alarm im Kino «Es braucht eine Böse, damit eine die Gute sein kann»

Fabienne Kipfer

20.11.2025

Kitsch-Alarm im Kino: «Es braucht eine Böse, damit eine die Gute sein kann»

Kitsch-Alarm im Kino: «Es braucht eine Böse, damit eine die Gute sein kann»

Fans der Musical-Adaption mussten ein Jahr auf den zweiten Teil warten. blue News hat «Wicked: For Good» gesehen. Warum nicht alles gut oder schlecht bzw. pink oder grün ist, erfährst du im Video.

20.11.2025

Fans der Musical-Adaption mussten ein Jahr auf den zweiten Teil warten. blue News hat «Wicked: For Good» gesehen. Warum nicht alles gut oder schlecht bzw. pink oder grün ist, erfährst du im Video.

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Fabienne Kipfer, Adrian Kammer

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Regisseur John M. Chu landete mit dem ersten Teil der Musical-Adaption einen Hit.
  • Der Film spielte weltweit 759 Millionen Dollar an den Kinokassen ein und wurde für zehn Oscars nominiert.
  • Nun startet der zweite Teil der Musical-Verfilmung. «Wicked: For Good» läuft aktuell bei blue Cinema.

Der Plan von Regisseur John M. Chu, die Musical-Adaption von «Wicked» in zwei Filme aufzuteilen und die Fans dabei fast ein Jahr warten lassen, scheint aufgegangen zu sein. Das Budget von 150 Millionen Dollar für den ersten Teil haben sie mit den verkauften Kinotickets bereits wieder reingeholt.

759 Millionen Dollar spülte alleine der erste Teil in die Kinokassen. Die Verfilmung des Broadway-Hits schafft es, selbst die schärfsten Kritiker*innen zu überzeugen. Bei den diesjährigen Oscars wurde der Film für das beste Kostümdesign und beste Szenenbild ausgezeichnet.

Auch der zweite Film dürfte wieder für Begeisterung bei der Fangemeinde sorgen. Bei der Schweizer Vorpremiere in Zürich wurde bereits kräftig mitgesungen und applaudiert. Dabei ist der zweite Teil deutlich düsterer – und enthält viele eindrückliche Action-Szenen. Mit witzigen kleinen Anspielungen und Seitenhieben sorgen die Macher zudem für viele Schmunzler. 

Düster, aber trotzdem überraschend tiefgründig

Der zweite Teil beginnt gleich mit einer Schlüsselszene. Wer den ersten Teil nicht gesehen hat, versteht den Film trotzdem. Sonst erfährst du im Video hier alles, was du wissen musst.

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Freundschaft, Vorurteile und Gut-und-Böse-Prinzip

Auch bei der Fortsetzung haben die Macher viel ins Szenenbild und in die Kostüme investiert. So werden die Zuschauer*innen in die magische Welt von Oz entführt. Doch wer nur viel Kitsch und Glitzer erwartet, wird von tiefgründigen Aussagen überrascht. 

So offenbart die Aussage «Es braucht eine Böse, damit eine die Gute sein kann» eines der zentralen Themen von «Wicked» und zeigt, wie stark das klassische Gut-Böse-Prinzip des Zauberers von Oz auf vereinfachten, fast schon trivialen Konstruktionen beruht.

Oz wird zu einer Welt, in der Wahrheiten umgeschrieben werden und Feindbilder bewusst konstruiert sind, um Macht zu sichern. Elphaba (Cynthia Erivo) wird zur «bösen» Hexe des Westens gemacht, damit Glinda (Ariana Grande) als Heldin glänzen kann. Viele Aussagen hallen auch nach Filmende noch nach. Wie beispielsweise dieses Zitat:

«Menschen kommen nicht einfach so in dein Leben – man soll etwas von ihnen lernen.»

Der Film widmet sich auch persönlichen, emotionalen Themen. Besonders die Freundschaft zwischen Elphaba und Glinda wird zum tragenden Motiv der Geschichte und immer wieder auf die Probe gestellt.

Auch Liebesgeschichten dürfen in diesem Musical nicht fehlen. Wer aber glaubt, dass in Oz alles so ist, wie es scheint, der hat sich vielleicht getäuscht ...