Ländereien sind königliche SchmiergeldkassenKnatsch um Prinz Williams' Steuern
Carlotta Henggeler
5.5.2026
Auch ein Prinz William muss in England Steuern zahlen. (Archivbild)
Chris Jackson/PA Wire/dpa
Prinz William muss Millionen Steuern zahlen – trotz royaler Herkunft. Ein britischer Politiker hält die Summe für lächerlich und kritisiert den Thronfolger scharf.
Prinz William verdient als Herzog von Cornwall jährlich rund 30 Millionen Euro aus der «Duchy of Cornwall» und zahlt darauf etwa 8,1 Millionen Euro Einkommenssteuer.
Damit gehört er zu den Top 0,002 % der Steuerzahler im Vereinigten Königreich.
Kritik entzündet sich an den Einnahmen der royalen Ländereien: Staatliche Institutionen wie Armee, NHS oder Schulen müssen teils Millionen für die Nutzung zahlen, was für öffentliche Empörung sorgt.
Prinz William ist nicht nur Thronfolger, sondern auch Herzog von Cornwall – und damit Herr über die milliardenschwere «Duchy of Cornwall». Die riesigen Ländereien bringen ihm jährlich umgerechnet fast 30 Millionen Euro ein (rund 27 Millionen Franken).
Dass darauf auch Steuern fällig werden, versteht sich von selbst: Laut der «Times» (Bezahlartikel) zahlt William rund 8,1 Millionen Euro (rund 7,42 Millionen Franken) Einkommenssteuer pro Jahr.
Damit gehört er zu den obersten 0,002 Prozent der Steuerzahler im Vereinigten Königreich.
Prinz William von englischen Politiker scharf kritisiert
Prinz William legt seine Steuerdetails nicht offen – und das ganz bewusst. Wie jeder Privatbürger beruft er sich auf sein Recht auf finanzielle Privatsphäre.
Doch rund um seine Einnahmen gab es zuletzt Kritik: Die «Sunday Times» deckte auf, dass die Duchy of Cornwall – seit dem 14. Jahrhundert im Besitz des Thronfolgers – sowie das Herzogtum Lancaster von König Charles teils kräftig abkassieren. Für die Nutzung von Land oder Küstenabschnitten sollen Armee, Marine, der NHS oder sogar Schulen Millionen zahlen. Das sorgte für Unmut in der Bevölkerung.
Wie die «Times» berichtet, werden einige Deals aber neu verhandelt.
Die Debatte hat die Finanzen der Royals stärker ins Rampenlicht gerückt. Deutliche Worte findet etwa Ex-Innenminister Norman Baker: «Das sind keine privaten Ländereien», sagt er – und fordert, die Herzogtümer in staatlichen Besitz zu überführen, statt sie als Geldquelle für die Royals zu nutzen.
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