Prozess droht zu platzen Mette-Marits Sohn muss mindestens vier Wochen in U-Haft

Carlotta Henggeler

2.2.2026

Marius Borg Høiby wurde wieder festgenommen. Nur einen Tag vor dem Prozessbeginn. (Archivbild)
Marius Borg Høiby wurde wieder festgenommen. Nur einen Tag vor dem Prozessbeginn. (Archivbild)
Lise Aserud/NTB/AP

Die Justizaffäre um Marius Borg Høiby spitzt sich weiter zu: Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit wurde am Sonntagabend erneut festgenommen – bereits zum dritten Mal innerhalb von vier Monaten. Die Polizei spricht von Wiederholungsgefahr und beantragt Haft.

Carlotta Henggeler

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  • Marius Borg Høiby (29), der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, wurde nur einen Tag vor Prozessbeginn erneut festgenommen, es ist bereits die dritte Festnahme innerhalb von vier Monaten.
  • Gegen ihn laufen insgesamt 38 Anklagepunkte, darunter schwere Vorwürfe wie Vergewaltigung sowie neue Anschuldigungen wegen Körperverletzung, Messerbedrohung und Verstoss gegen ein Kontakt- beziehungsweise Besuchsverbot.
  • Die Polizei beantragt wegen Wiederholungsgefahr vier Wochen Haft. Die Haftanhörung findet schriftlich statt, Høiby erscheint nicht persönlich, und seine Anwältin äussert sich nicht zu den Vorwürfen.

Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, muss wegen weiterer Gewaltvorwürfe für mindestens vier Wochen in Untersuchungshaft. Das entschied ein Richter am Nachmittag in Oslo, wie die Nachrichtenagentur NTB berichtete.

Høiby soll Berichten zufolge am Wochenende ausfällig geworden sein, die Festnahme erfolgte am Sonntagabend. Zu den neuen Vorwürfen äusserte er sich zunächst nicht.

Seine Anwältin bestätigte die Festnahme gegenüber der Nachrichtenagentur NTB.  

Neue Vorwürfe gegen Høiby

Marius Borg Høiby wurde am Sonntagabend wegen neuer Vorwürfe wie Körperverletzung, Bedrohung mit einem Messer und Verstoss gegen ein Besuchsverbot festgenommen. Die Polizei beantragt wegen Wiederholungsgefahr eine vierwöchige Haft.

Insgesamt ist der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit wegen 38 Straftaten angeklagt, über die ab Dienstag vor dem Amtsgericht Oslo verhandelt werden soll.

Die Haftanhörung findet einen Tag vor Prozessbeginn als schriftliches Verfahren statt, Høiby erscheint nicht persönlich, und seine Verteidigerin äussert sich nicht zu den Vorwürfen.

Neben Untersuchungshaft steht auch eine andere Option im Raum: eine Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung. Sollte es dazu kommen, könnte der für Dienstag angesetzte Prozess nicht wie geplant starten und müsste verschoben werden. Derzeit deute «vieles darauf hin», dass der Prozess nicht wie geplant am Dienstag um 9.30 Uhr starte, schreiben mehrere norwegische Medien. 

Die Verteidigerin von Høiby wollte sich gegenüber «Aftenposten» weder zu den neuen Vorwürfen noch zur Haltung ihres Mandanten äussern. Auch die Polizei machte keine Angaben dazu, wie sich Høiby zu den Anschuldigungen stellt.


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