Der «Superbowl der Mode» Von prunkvoll bis beängstigend: Die spektakulärsten Looks der Met Gala 2026

Marjorie Kublun

5.5.2026

Die Met Gala gilt als der Höhepunkt des Modejahres. Mit dem offenen Motto «Mode ist Kunst» wurden die Gäste diesmal besonders gefordert – die spektakulärsten Looks in der Bildergalerie.

Marjorie Kublun

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Am 4. Mai fand die 78. Ausgabe der Met Gala statt.
  • Der Event von Gastgeberin Anna Wintour wird gern als «Superbowl der Mode» bezeichnet.
  • Motto des Abends war «Fashion is Art» (Mode ist Kunst).
  • Volumen war das Mass der Dinge für exzentrische Silhouetten – ob in Form von Volants, übertriebenen Peplums an der Hüfte, kissenartigen integrierten Elementen oder Federn.

Jeden ersten Montag im Mai kämpfen die Stars und Stylist*innen um das treffendste und einprägsamste Outfit. An der Met Gala sind so bereits viele ikonische Looks entstanden.

Man denke etwa an das auffällige, tiefschwarze Ganzkörperkleid von Balenciaga, das Kim Kardashian 2021 trug und das ihren gesamten Körper vollständig umhüllte. Selbst ihr Gesicht blieb verborgen – fast wie eine enganliegende Maske, die jede Mimik und Identität unter dem Stoff verschwinden liess.

Auch Sängerin Rihanna sorgt am «Superbowl der Mode» regelmässig für Aufsehen. Anonymität schien auch sie zu faszinieren, als sie – und ihr Babybauch – 2023 komplett von einer voluminösen Valentino-Robe verschluckt wurden. Das Blitzlichtgewitter prasselte auf sie ein, doch unter ihrer Haube mit dreidimensionalen Blumen und Sonnenbrille zuckte sie nicht mit der Wimper.

Warum wir gerade jetzt an diese beiden Looks zurückdenken: Beide hätten das Thema der diesjährigen Met Gala perfekt getroffen. Sie stand unter dem Motto «Fashion is Art» – ein auf den ersten Blick selbstverständliches, gleichzeitig aber spannungsgeladenes Thema, das eine alte Frage neu aufwirft: Wann wird ein Outfit eigentlich zu Kunst?

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Mode – zumindest jene, die uns Designer während der Fashionweeks zeigen – ist zweifellos Kunst. Schon durch ihre Konzepte, die aufwendige Handwerksarbeit und die kreative Gestaltung dahinter. Und doch irritiert das Motto gerade deshalb, weil es so eindeutig klingt. Vielleicht, weil jeder sein eigenes Verständnis davon hat, wo Kunst beginnt.

Ein bewusst offenes Konzept also, das Vielfalt nicht nur zulässt, sondern fast einfordert. Mode soll auf dem Körper zelebriert werden – und gleichzeitig den oder die Träger*in inszenieren.

Diese Offenheit wurde am 4. Mai kreativ ausgereizt. Manche Looks waren so experimentell, dass sie sich kaum noch eindeutig einordnen lassen. So etwa der opulente Metallic-Look von Rihanna mit auffälliger Drapierung.

Rihanna setzt auf einen Metallic-Look – und erneut auf maximales Volumen dank opulenter Drapierungen. Doch angesichts der hunderttausenden Kristallperlen, antiken Juwelen und Ketten, die ihr Oberteil überziehen, wirkt «metallic» fast ein wenig… untertrieben.
Rihanna setzt auf einen Metallic-Look – und erneut auf maximales Volumen dank opulenter Drapierungen. Doch angesichts der hunderttausenden Kristallperlen, antiken Juwelen und Ketten, die ihr Oberteil überziehen, wirkt «metallic» fast ein wenig… untertrieben.
KEYSTONE

Wer war «Best dressed»?

«Best dressed» trifft es diesmal kaum – eher: am besten inszeniert. Während man Kim Kardashian dafür loben kann, dass sie ihrem Signature-Glam treu bleibt und ihn gleichzeitig auf die Spitze treibt – diesmal mit Hilfe des Pop-Art-Künstlers Allen Jones – staunen wir vor allem über Cardi Bs konzeptuellen Look, der die Frage aufwirft: Wann hört Kunst auf und wann fängt «Ugly» an?

Kim Kardashian setzte das Motto perfekt um. Kein Wunder, holte sie sich dafür Unterstützung bei einem Pop-Art-Künstler. Gemeinsam mit Allen Jones entstand dieser futuristische Statement-Look, der die weibliche Silhouette überzeichnet und als bewussten Kontrast zum Körper inszeniert.
Kim Kardashian setzte das Motto perfekt um. Kein Wunder, holte sie sich dafür Unterstützung bei einem Pop-Art-Künstler. Gemeinsam mit Allen Jones entstand dieser futuristische Statement-Look, der die weibliche Silhouette überzeichnet und als bewussten Kontrast zum Körper inszeniert.
KEYSTONE

Die Mission «Mode ist Kunst» wurde eindrucksvoll umgesetzt, und die Stars verwandelten den roten Teppich in eine Bühne für wandelnde Kunstwerke mit starken Performances. Das war die Met Gala zwar schon immer – aber dieses Jahr noch ein bisschen mehr.

Cardi B inszeniert ein Spiel der Proportionen: Ihre betonte Silhouette trifft auf übersteigertes Volumen an Schultern und Saum. Und ganz im Sinne des Gala-Mottos «Mode ist Kunst» spielt sie gekonnt mit der Frage: Wo endet «ugly» und wo beginnt Kunst?
Cardi B inszeniert ein Spiel der Proportionen: Ihre betonte Silhouette trifft auf übersteigertes Volumen an Schultern und Saum. Und ganz im Sinne des Gala-Mottos «Mode ist Kunst» spielt sie gekonnt mit der Frage: Wo endet «ugly» und wo beginnt Kunst?
KEYSTONE

Die eindrucksvollsten Looks der Met Gala 2026 findest du ganz oben in der Bildergalerie.


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