«Immer wieder sonntags» vor Aus Moderator Stefan Mross rechnet mit der ARD ab

Bruno Bötschi

20.5.2026

Nach 22 Jahren ist Schluss: Die ARD stellt «Immer wieder sonntags» mit Stefan Mross im kommenden September ein.
Nach 22 Jahren ist Schluss: Die ARD stellt «Immer wieder sonntags» mit Stefan Mross im kommenden September ein.
Bild: Philipp von Ditfurth/dpa

22 Jahre lang gehörte «Immer wieder sonntags» zum ARD-Sommerprogramm – nun ist Schluss. Wegen Sparmassnahmen wird der Kultshow mit Stefan Mross der Stecker gezogen. Für den Moderator kam das Aus offenbar völlig überraschend.

Bruno Bötschi, Teleschau

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  • Nach 22 Jahren ist Schluss: Die ARD stellt «Immer wieder sonntags» mit Stefan Mross ein.
  • Obwohl die Quoten stabil sind, zieht der deutsche TV-Sender aus Kostengründen den Stecker für die Kultshow.
  • Moderator Mross traf die Nachricht scheinbar völlig unerwartet: «Ich war schockiert.»
  • Mit dem Aus verliert das ARD-Sommerprogramm einen seiner beliebtesten TV-Klassiker.

Seit 22 Jahren sorgt TV-Moderator Stefan Mross am Sonntagmorgen jeweils von Mai bis September mit seiner Musiksendung «Immer wieder sonntags» bei TV-Zuschauer*innen für gute Laune.

2025 verfolgten im Schnitt mehr als eine Million Zuschauer*innen die Sendung. Doch trotz vergleichsweise stabiler Quoten soll nach dieser Saison Schluss sein.

Hintergrund ist die angespannte finanzielle Lage beim Südwestrundfunk. «Die wirtschaftliche Situation des SWR lässt uns keine andere Wahl», sagt Programmdirektor Clemens Bratzler.

Das frei werdende Budget solle «teilweise eingespart und teilweise in die Entwicklung neuer digitaler Unterhaltungsformate investiert werden».

Stefan Mross: «Ich war schockiert»

Die Nachricht vom Aus der Show traf Moderator Stefan Mross scheinbar völlig unerwartet während einer Sitzung beim TV-Sender, wie er gegenüber t-online offenbart.

«Als ich in den Raum kam, habe ich die Gesichter gesehen und mir schon gedacht: Oh, das sieht nicht gut aus», so Mross. Aus Witz habe er dann gesagt: «Das sieht ja aus, als ob ihr eine Kündigung aussprechen wollt.»

«Ich war schockiert», so Mross weiter, als einer der Sendeverantwortlichen geantwortet habe: «Da sind wir schon beim Thema.»

Besonders enttäuscht ist Stefan Mross über die Vorgehensweise der TV-Verantwortlichen. «Das hätte man auch anders lösen können. Dass man sich nach 22 Jahren so trennt, ist nicht fair. So etwas macht man nicht.»

Der Entertainer sagt, ihm hätten nach dieser Nachricht die Worte gefehlt und er habe erst einmal den Raum verlassen müssen, «um Luft zu holen». Natürlich seien auch Tränen geflossen.

«So etwas steckt man nicht so leicht weg», sagt Mross. «‹Immer wieder sonntags› war meine grosse Liebe, mein Lebenselixier. Ich habe das 22 Jahre lang gemacht, dafür gebrannt und mein Herzblut dafür gegeben.»

Entscheid fiel den TV-Verantwortlichen nicht leicht

Die Entscheidung zum Aus von «Immer wieder sonntags» fiel den TV-Verantwortlichen offensichtlich nicht leicht. «Wir gehen diesen Schritt mit grosser Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber Stefan Mross und dem gesamten Team, die über viele Jahre Grossartiges geleistet haben», sagt Programmdirektor Clemens Bratzler.

Und weiter: «Ich verstehe, dass viele treue Fans von ‹Immer wieder sonntags› enttäuscht sein werden, weil wir ihnen aus finanziellen und strategischen Gründen einen Fixpunkt im Sommer nehmen.»

ARD-Programmdirektorin Christine Strobl kündigt zudem einen würdigen Abschied an: Man wolle das Ende «gebührend feiern». Besonders hob sie Stefan Mross hervor, er habe der Sendung mit «seiner unverwechselbaren Art ihr Gesicht und ihr Herz gegeben».

Geplant sind ab dem 31. Mai insgesamt 13 Live-Ausgaben, bevor «Immer wieder sonntags» am 6. September mit einer zusätzlichen Abschiedssendung endgültig endet. Danach sendet das Erste am 13. September noch eine Rückschau mit den Höhepunkten der dann endgültig letzten Staffel.

Mit dem Aus für die traditionsreiche Reihe verliert das ARD-Sommerprogramm einen seiner bekanntesten Fixpunkte.


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