«Habe so starke Schmerzen»Nach missglückter Po-OP: Gina-Lisa Lohfink droht der Verlust ihres Beins
Carlotta Henggeler
3.6.2026
Gina-Lisa Lohfink liess sich 2023 ihr Füdli in der Türkei operieren – doch der Schönheitseingriff ging in die Hose. Bis heute kämpft sie mit den Folgen. (Archivbild)
picture alliance / AAPimages/Lueders
Nach einer Po-Vergrösserung in der Türkei kämpft Gina-Lisa Lohfink noch immer mit schweren gesundheitlichen Folgen. Das eingesetzte Gel löste Entzündungen aus, eine Notoperation wurde nötig – im schlimmsten Fall droht der Reality-Darstellerin sogar eine Amputation.
Nach einer Po-Vergrösserung in der Türkei 2023 erlitt Gina-Lisa Lohfink schwere Komplikationen. Das eingesetzte Gel wanderte in ihre Beine und verursachte Entzündungen.
Eine Notoperation verhinderte Schlimmeres, doch Lohfink leidet weiterhin unter starken Schmerzen. Aus ihrem Bein tritt laut ihr noch immer Flüssigkeit aus, weshalb sie Medikamente benötigt.
Ärzte konnten den grössten Teil des Gels entfernen, ein Rest bleibt jedoch im Körper. Im schlimmsten Fall drohen weitere schwere Entzündungen, eine Blutvergiftung oder sogar der Verlust des Beins.
Die deutsche Reality-Darstellerin und Influencerin Gina-Lisa Lohfink hat sich für einen sogenannten «Brazilian Butt Lift» entschieden – einen umstrittenen Schönheits-Eingriff zur Vergrösserung des Pos. Doch die Operation 2023 in der Türkei hatte schwerwiegende Folgen.
Wie die 39-Jährige gegenüber RTL erzählt, wanderte das eingesetzte Gel in ihre Beine und löste dort Entzündungen aus. Zwischenzeitlich stand sogar ihr Bein auf dem Spiel.
Eine Notoperation konnte die Situation zwar entschärfen und Schlimmeres verhindern. Die Folgen spürt Lohfink jedoch bis heute. «Ich habe so starke Schmerzen, das kann ich gar nicht in Worte fassen», sagt sie.
Noch immer tritt aus ihrem Bein eine Flüssigkeit aus, die laut Lohfink aus Eiter und Blut besteht. Deshalb ist sie dauerhaft auf Antibiotika und Schmerzmittel angewiesen.
Arzt: «Es gibt auch noch die Gefahr, dass sie ihr Bein verliert»
Das eingesetzte Gel konnte laut den behandelnden Ärzten inzwischen zu rund 95 Prozent entfernt werden. Vollständig werde es jedoch nie aus dem Körper verschwinden, erklärt Dr. Andreas Dorow.
Die Folgen könnten gravierend bleiben. «Es gibt auch noch die Gefahr, dass sie ihr Bein verliert», sagt der Mediziner. Der Fall sei «medizinisch extrem gefährlich» und besonders komplex.
Auch langfristig sieht Dorow wenig Hoffnung auf eine vollständige Genesung. Das verbliebene Kunststoffgel sei mit Bakterien belastet, die von Antibiotika nur schwer erreicht werden können. Dadurch könnten immer wieder Entzündungen auftreten.
Im schlimmsten Fall drohe sogar eine Blutvergiftung, die lebensgefährlich werden kann. Laut Dorow handelt es sich dabei nicht um eine Übertreibung, sondern um die medizinische Realität. Gina-Lisa Lohfink werden die Folgen des missglückten Eingriffs vermutlich noch lange begleiten.
Lohfink warnt vor riskanten Operationen
Mit ihrer Geschichte will Gina-Lisa Lohfink andere vor ähnlichen Erfahrungen bewahren. Die 39-Jährige habe sich bewusst entschieden, öffentlich über die Folgen des Eingriffs zu sprechen.
«Ich kann damit Frauen, Mädchen, Männern – egal, wer was macht – warnen und schützen», sagt sie gegenüber RTL.
Auch ihr behandelnder Arzt nutzt den Fall für eine eindringliche Warnung. Man solle sich gut überlegen, welche Eingriffe man vornehmen lasse. «Seid vorsichtig und lasst euch nichts ins Gesicht oder sonst irgendwo einspritzen, was nicht zu hundert Prozent wieder auflösbar ist», mahnt Dr. Andreas Dorow.
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