Amanda (Emilie Neumeister, rechts) verbrachte Jahre in Gefangenschaft. Was hat ihre Mutter (Nina Kunzendorf) damit zu tun?
Als Leonie Winkler (Cornelia Gröschel, links) und Peter Schnabel (Martin Brambach) ein Hochhaus unter die Lupe nehmen, schliesst ihnen die Hausmeisterin (Nina Kunzendorf) auch die Kellerräume auf.
Amanda (Emilie Neumeister) wird blutverschmiert am Bahnhof aufgegriffen, nachdem sie Passanten bedroht hat.
Peter Schnabel (Martin Brambach, links) und Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) klappern im «Tatort: Nachtschatten» Dresdener Häuser und Wohnungen ab, um zu überprüfen, ob die Geschichte der 16-jährigen Amanda stimmt.
Leonie Winkler (Cornelia Gröschel), Philipp Laupheimer (Yassin Trabelsi, zweiter von links) und Peter Schnabel (Martin Brambach) versuchen im Kommissariat herauszufinden, ob Amandas Geschichte der Wahrheit entspricht.
Leonie Winkler (Cornelia Gröschel, links) und Amanda (Emilie Neumeister) verbindet ein merkwürdiger Verhältnis-Mix aus Vertrauen und Misstrauen.
Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) und Peter Schnabel (Martin Brambach) diskutieren auf dem Kommissariat kontrovers über den Fall Amanda.
Amanda (Emilie Neumeister) hat Probleme, sich in der Aussenwelt zurechtzufinden.
«Tatort» im Check: Natascha Kampusch und Co. – das sind die berühmtesten Langzeitgefangenen
Amanda (Emilie Neumeister, rechts) verbrachte Jahre in Gefangenschaft. Was hat ihre Mutter (Nina Kunzendorf) damit zu tun?
Als Leonie Winkler (Cornelia Gröschel, links) und Peter Schnabel (Martin Brambach) ein Hochhaus unter die Lupe nehmen, schliesst ihnen die Hausmeisterin (Nina Kunzendorf) auch die Kellerräume auf.
Amanda (Emilie Neumeister) wird blutverschmiert am Bahnhof aufgegriffen, nachdem sie Passanten bedroht hat.
Peter Schnabel (Martin Brambach, links) und Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) klappern im «Tatort: Nachtschatten» Dresdener Häuser und Wohnungen ab, um zu überprüfen, ob die Geschichte der 16-jährigen Amanda stimmt.
Leonie Winkler (Cornelia Gröschel), Philipp Laupheimer (Yassin Trabelsi, zweiter von links) und Peter Schnabel (Martin Brambach) versuchen im Kommissariat herauszufinden, ob Amandas Geschichte der Wahrheit entspricht.
Leonie Winkler (Cornelia Gröschel, links) und Amanda (Emilie Neumeister) verbindet ein merkwürdiger Verhältnis-Mix aus Vertrauen und Misstrauen.
Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) und Peter Schnabel (Martin Brambach) diskutieren auf dem Kommissariat kontrovers über den Fall Amanda.
Amanda (Emilie Neumeister) hat Probleme, sich in der Aussenwelt zurechtzufinden.
Stimmte die Geschichte der 16-Jährigen, die im Dresdener «Tatort: Nachtschatten» behauptet, sie wäre einem Keller entflohen, in dem sie ihr Vater ein Leben lang gefangen hielt? Gibt es wahre Fälle dieser Art?
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Bedrückender «Tatort»-Einstand im neuen Jahr: Im Neujahrskrimi griffen die Dresdner Ermittler Winkler (Cornelia Gröschel) und Schnabel (Martin Brambach) eine 16-Jährige auf.
- Die Jugendliche behauptete, sie sei jahrelang von ihrem Vater im Keller eingesperrt worden – und ihre Schwester sei noch immer dort.
- In Gefangenschaft innerhalb der eigenen Familie zu leben, kommt leider auch in der Realität vor. Zu den bekanntesten Fällen gehören Natascha Kampusch und Elisabeth Fritzl.
Wenn jemand über Jahre gefangen gehalten wird, denkt man an Entführungen wie jene der Österreicherin Natascha Kampusch.
Achteinhalb Jahre (1998 bis 2006) war sie von ihrem Peiniger Wolfgang Priklopil eingesperrt worden. In dieser Zeit wurde sie in Isolation vom Kind zur jungen Frau.
Im «Tatort: Nachtschatten» aus Dresden erzählte nun eine 16-Jährige den Ermittlern Winkler (Cornelia Gröschel) und Schnabel (Martin Brambach), sie und ihre Schwester würden seit Jahren vom Vater in einem Keller gefangen gehalten – und nur sie hätte nun entkommen können.
Hat die Geschichte des Krimis einen realen Hintergrund und gibt es neben Natascha Kampusch noch andere berühmte Langzeitgefangene?
Worum ging es?
Amanda (Emilie Neumeister) irrte wie ein Alien durch die Dresdener Neustadt. Als sie mit einem Skalpell Passanten angreifen wollte, wurde sie überwältigt und in Polizeigewahrsam genommen.
Dort erzählte sie den Ermittlern Peter Schnabel (Martin Brambach) und Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) eine unglaubliche Geschichte: Ihr Vater, so Amanda, würde ihre Schwester und sie bereits ein Leben lang in einem Keller gefangenhalten.
Nur die Mutter dürfe den Mädchen ab und zu Essen bringen. Zuwendung bekämen sie ausschliesslich, wenn sie artig gewesen seien. Während die meisten Ermittler und Ärzte Amandas Geschichte für ein Hirngespinst hielten, glaubte Leonie Winkler der Jugendlichen. Sie versuchte, den ominösen Keller zu finden.
Worum ging es wirklich?
Was bringt jemanden dazu, einem anderen Menschen die Freiheit zu rauben und ihn gefangenzuhalten? Entführern, die nicht auf ein Lösegeld spekulieren, geht es in der Regel um Dominanz und Kontrolle des anderen.
Der «Tatort» schildert den Fall, dass eine Mutter, die traumatische Verlusterfahrungen machte, ihr Kind vor der Aussenwelt schützen will – und sich deshalb für eine Gefangenschaft entscheidet.
Dazu sagt «Tatort»-Regisseurin Saralisa Volm: «Die meisten von uns handeln aus guter Absicht, wollen das Richtige tun, folgen einem inneren Kompass. Wenn dieser fehlgeleitet ist, landen wir schnell in der Katastrophe. Und welches Gefühl kann uns besser fehlleiten als die Liebe?»
Auch Schauspielerin Nina Kunzendorf – früher selbst «Tatort»-Kommissarin in Frankfurt – sagt, sie habe in der Anlage der Rolle vor allem «eine liebende Mutter» gespielt.
Wer sind bekannte Langzeitgefangene?
Fremdentführungen wie bei Natascha Kampusch (8,5 Jahre) oder Jaycee Lee Dugard (entführt 1991 als Elfjährige von Philip und Nancy Garrido bis 2009) in Kalifornien sind sehr selten.
Bekannt sind auch die Cleveland-Fälle (2002 bis 2013): Michelle Knight, Amanda Berry und Gina DeJesus wurden neun bis elf Jahre von Ariel Castro in einem Haus in Cleveland festgehalten und sexuell missbraucht.
Auch Colleen Stan wurde von 1977 bis 1984 in einer Kiste festgehalten, gefoltert und missbraucht. Bekannt wurde sie als «The Girl in the Box». Neben Fremdentführungen gibt es auch langjährige Freiheitsberaubung durch Angehörige – wie in diesem «Tatort».
Der bekannteste Fall im deutschsprachigen Raum dürfte jener von Elisabeth Fritzl sein: Sie wurde von ihrem Vater Josef Fritzl im Keller des Familienhauses eingesperrt, sexuell missbraucht und brachte dort sieben Kinder zur Welt. 2008 gelang ihr die Flucht, als ein Kind krank wurde und medizinische Hilfe nötig war.
Wie geht es beim Dresdener «Tatort» weiter?
Der nächste Dresdener Fall wurde im Herbst 2025 abgedreht und hört auf den Titel «Das, was du zurücklässt». Die mit Ronald Zehrfeld, Katharina Schüttler und Clemens Schick äusserst prominent besetzte Folge führt zudem eine neue Ermittlerin ein: Lilja van der Zwaag (30, «Die Nibelungen – Kampf der Königreiche») spielt die Kommissaranwärterin Milla Brandis.
Darum geht es: Eine Frau wird nachts von einem Taxi überfahren: Annika Reihmann (Schüttler), Ehefrau, Mutter und Lehrerin. Der Taxifahrer wird kurz darauf erschlagen aufgefunden.
Bei der Auswertung seiner Dashcam wird klar, dass Annika vor sein Taxi gestossen wurde. Der Film (Drehbuch: Thomas Sieben und Viola M. J. Schmidt, Regie: Alex Eslam) soll 2026 ausgestrahlt werden.
Sendung ist älter als 7 Tage und nicht mehr verfügbar.
Tatort: Nachtschatten
Do 01.01. 20:10 - 21:45 ∙ SRF zwei ∙ DE/AT/CH 2026 ∙ 95 Min
Sendung ist älter als 7 Tage und nicht mehr verfügbar.
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