Britische Filmpreise «One Battle After Another» räumt bei den Bafta-Awards ab

dpa

23.2.2026 - 07:12

Bei der Verleihung der Britischen Filmpreise gewinnt der Politthriller von Regisseur Paul Thomas Anderson viele wichtige Trophäen. Für die Überraschung des Abends sorgt jedoch ein ganz Anderer.

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  • Paul Thomas Andersons schwarzhumoriger Politthriller «One Battle After Another» gewann bei den Baftas sechs Preise, darunter Bester Film, Beste Regie und Bestes adaptiertes Drehbuch.
  • Überraschend wurde Robert Aramayo für «I Swear» als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet, während Jessie Buckley («Hamnet») als Beste Schauspielerin geehrt wurde.
  • Insgesamt wurden 28 Trophäen vergeben, darunter Auszeichnungen für «Blood and Sinners», «Sentimental Value» als Bester Nicht-Englischsprachiger Film sowie mehrere Preise für «Frankenstein».

Der für 13 Oscars nominierte Film «One Battle After Another» von Regisseur Paul Thomas Anderson hat bei den diesjährigen Britischen Filmpreisen (Baftas) triumphiert. Der schwarzhumorige Politthriller räumte in sechs Kategorien ab, darunter Bester Film, Bester Schnitt und Beste Kamera. 

Anderson durfte sich zudem in den Kategorien Bester Regisseur und Bestes adaptiertes Drehbuch als Sieger feiern lassen. Bester Nebendarsteller wurde US-Schauspieler Sean Penn, der in dem mit vielen Stars besetzten Film Colonel Steven J. Lockjaw verkörpert.

Robert Aramayo sorgt für Überraschung des Abends

Das Vampir-Südstaatendrama «Blood and Sinners» wurde dreimal ausgezeichnet. Wunmi Mosaku wurde als Beste Nebendarstellerin gekürt, auch für die Beste Filmmusik und das Beste originale Drehbuch wurde der Streifen ausgezeichnet, der mit 16 Oscar-Nominierungen zuletzt einen Rekord aufstellte.

Für die Überraschung des Abends sorgte in der Londoner Royal Festival Hall hingegen der britische Schauspieler Robert Aramayo. Der 33-Jährige wurde für seine Leistung in dem britischen Drama «I Swear» als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet und setzte sich damit gegen Grössen wie Timothée Chalamet und Leonardo DiCaprio durch. 

«Ich kann es absolut nicht glauben», sagte der zu Tränen gerührte Brite, als er die Trophäe entgegennahm. Aramayo wurde zudem als «Rising Star», also Nachwuchstalent, ausgezeichnet. In «I Swear» verkörpert er den schottischen Tourette-Aktivisten John Davidson.

Die irische Schauspielerin Jessie Buckley konnte ihrer Favoritenrolle indes gerecht werden und den Preis als Beste Schauspielerin mit nach Hause nehmen. Für ihre viel gefeierte Performance im Drama «Hamnet» an der Seite von Paul Mescal, der an diesem Abend leer ausging, wurde sie kürzlich mit ihrem ersten Golden Globe ausgezeichnet. Hamnet wurde zudem als Herausragender Britischer Film ausgezeichnet, ging aber ansonsten trotz elf Nominierungen leer aus.

Wichtigster Abend für britische Filmindustrie

28 Trophäen wurden bei dem prestigeträchtigen Event vergeben. Das für neun Oscars nominierte norwegische Familiendrama «Sentimental Value» wurde als Bester Nicht-Englischsprachiger Film gekürt. Die Crew rund um den Monsterfilm «Frankenstein» durfte sich über drei Preise freuen.

Auch Prinz William und Prinzessin Kate liessen sich bei der glamourösen Gala blicken. Der britische Thronfolger ist seit 2010 Präsident der Bafta-Kunststiftung. Die Bafta-Verleihung gilt als wichtigster Abend für die britische Filmindustrie. Zahlreiche internationale Stars, darunter Leonardo DiCaprio, Ethan Hawke, Kate Hudson und Emma Stone, zeigten sich auf dem roten Teppich. Moderiert wurde die Gala in diesem Jahr von Schauspieler Alan Cumming.


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