01.09.2016 - 00:00, Tatjana Strobel

Expertin über Mirka Federer: Sie spürt sich selbst nicht

 

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Körpersprache-Expertin und Autorin Tatjana Strobel sagt, warum Mirka Federer so auftritt, wie sie auftritt - obwohl sie hinter der strengen Fassade ganz anders ist.

Ein Mensch wird geprägt durch seine Gene, seine Erziehung und seine Erfahrungen. Auch wenn Menschen nicht unbedingt ihre innersten Gefühle offenbaren, so kann man anhand ihrer Physiognomik, ihrer Körpersprache und ihren Handlungen sehr viel über den wahren Charakter hinter der offiziellen Maske erfahren.

Wir entwickeln aufgrund unserer Erfahrungen und unserer Prägungen Muster, sogenannte Überlebensstrategien, die unser Leben meist bis zum Schluss begleiten. Diese Muster sind wie Programmierungen, die bestimmen, wie unser Leben verläuft, unabhängig von unseren Potentialen.

Mirka Federer ist eine rationale Macherin

Mirka Federer tritt als eine rationale Macherin auf. Sie ist die Frau im Hintergrund, managt ruhig und gefasst den Tenniszirkus rund um ihren Mann. Sie organisiert die Reisen der Familie, zieht die Fäden und gibt den Ton an. Sie wägt viel ab, überdenkt lieber drei Mal als ein Mal zu wenig und handelt erst, wenn ihr rationales Denken das Okay gibt. Sie ist der Kopf, der Antrieb des Federer Clans.

Spannend, denn die Physiognomik und auch die Körpersprache zeigen ein anderes Bild von Mirka. Nämlich eine emotionale, warmherzige, verspielte Persönlichkeit, die gerne einfach mal alles loslassen und abgeben würde, um das Leben zu geniessen und Gefühle zuzulassen. Ab und an wird sie diese Seite, das verspielte innere Kind, wahrscheinlich mit ihren Kindern leben.

Eigentlich ist sie ganz anders

Doch ihre Überlebensstrategien und Muster, die sie geprägt haben, heissen Perfektions- und Kontrollstreben. Sie hat früh gelernt, nach Perfektion zu streben, Disziplin, Fleiss und Kraft an den Tag zu legen, zu leisten und zu funktionieren. Eine Kindheit mit einfach nur sein, die Welt im eigenen Tempo zu erkunden - dafür gab es keine Zeit und Muse. Trainingspläne, grosses Erreichen, das Talent zu entfalten, nach einem anderen Leben zu streben, als dem, das die Vorfahren führten, war der Antrieb der Eltern, und später auch der ihrige. Diese Dinge trägt sie in sich.

Doch der Preis ist hoch- Perfektions- und Kontrollstreben, bedeutet ein Leben aus der Defensive heraus zu führen, sich selbst nicht zu spüren, nur zu funktionieren, von Erfolg zu Erfolg zu hetzen, nicht im hier und jetzt sein zu können. Perfekt sein, keine Fehler machen zu dürfen, ein grosses Mass an Kontrolle über sich und andere zu haben. Hinzu kommt der Druck der Öffentlichkeit, sie ist stets unter Beobachtung und jede Handlung wird kommentiert und bewertet.

Hinter diesen Mustern verbirgt sich die Angst vor dem Chaos, angreifbar, verletzlich zu sein, nicht gut genug zu sein. Diese Menschen wollen im Aussen keinerlei Angriffsfläche bieten, halten sich an ihren Kontrollmechanismen, ihrem Alltag fest und laufen so Gefahr, sich selbst zu verausgaben und zu vergessen.

Sie verliert den Kontakt zu ihren wahren Wünschen

Es gibt immer ein weiter, höher, besser. Sie laufen immer ihren eigenen Ansprüchen hinterher. Die erzielten Erfolge verschaffen nur kurzfristig Erleichterung. Da ihr gesamtes Leben nach Anerkennung und Perfektionismus ausgerichtet ist, richten sie ihr Tun komplett danach aus, und verlieren den Kontakt zu ihren wahren Wünschen und Bedürfnissen.

Wenn dies passiert, wird häufig nach Kompensationsmodellen gesucht. Diese können übermässiger Sport, Essen, Süchte aller Art sein. So verschafft sich der Mensch, wenn auch nur kurzzeitig, gute Gefühle, um die innere Leere auszugleichen.

Der erste und wichtigste Schritt, ist dieses zu erkennen, um es dann verändern zu können. Übrigens übertragen sich Muster von Generation zu Generation, bis sie erkannt und aufgelöst werden. 

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Bild: ZVG

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