20.04.2017 - 11:08, tsch

Peinliche Panne: TV-Sender wirbt mit totem Kurt Zurfluh (†67)

 

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Wenige Tage nach dem plötzlichen Tod von Kurt Zurfluh (†67) läuft im TV ein Werbebeitrag mit dem Moderator. Wie es dazu kommen konnte.

Sein Tod mit nur 67 Jahren war ein Schock. Ex-SRF-Moderator Kurt Zurfluh starb während einer Kuba-Reise völlig unerwartet an Herzversagen. Kollegen und Wegbegleiter zeigten sich erschüttert und verabschiedeten sich mit rührenden Worten vom einstigen Radio- und TV-Urgestein. Fans trauerten online in den Sozialen Netzwerken.

An manchen ging das dramatische Dahinscheiden des Sportjournalisten und Volksmusikfreundes jedoch offenbar völlig vorbei. Gestern Abend sprach Kurt Zurfluh gut gelaunt zu den irritierten Zuschauern, als wäre nichts gewesen ...

Ein Fehler des Senders Tele Z ist der Grund. Statt einen Werbespot für Ex Libris mit dem verstorbenen Kurt Zurfluh sofort aus dem Programm zu nehmen, pries der «Hopp de Bäse»-Star mit buntem Hemd, guter Laune und braungebranntem Teint eine CD-Box der Band ChueLee an. Der Online-Shop sei laut «Blick» schockiert über diesen Fehltritt.  

Bild zum Artikel

Werbespot mit dem verstorbenen Moderator Kurt Zurfluh auf Tele Z.
Bild: Screenshot Tele Z

Shop macht dem Sender schwere Vorwürfe

Wie Marie-Christine Schindler, die Verantwortliche für Media- und Blogger-Relations bei Ex Libris, berichtet, hätte der Clip auch ohne den tragischen Hintergrund gar nicht auf Sendung gehen dürfen: «Die Disposition dieser Spots ist Ende März ausgelaufen, die nächsten Schaltungen wären ab Mitte Mai wieder geplant, was jetzt logischerweise hinfällig wird.»

Der Fehler läge allein bei Tele Z, die mit dem Beitrag auf eigene Initiative freie Werbezeit füllen wollten. Da dies normalerweise im Interesse der Kunden ist, halten die Stationen dazu keine vorgängige Rücksprache. Schindler entschuldigt sich dennoch für den Lapsus: «Wir bedauern den Tod von Kurt Zurfluh, wenn jetzt noch Werbespots gelaufen sind, dann war das keine Absicht.»

Peter Steinmann, Geschäftsführer des Senders, räumte den Fehler ein und erklärte, dass die Inhalte der geplanten Werbeblöcke vor Ausstrahlung nicht kontrolliert werden. «Wir bekamen heute Morgen einen Anruf von Ex Libris mit der Anweisung, den Spot nicht weiter auszustrahlen» - was unverzüglich umgesetzt wurde. Steinmann bedauert den Vorfall zutiefst: «Kurt Zurfluh war eine tolle Person, die ich selbst schon mehrmals getroffen habe. Es ist schade, dass er gehen musste.»

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