12.10.2017 - 08:00

Monique im Geburtstags-Interview: «Nur eine Sache ist schief gelaufen»

Von Anna Blume
 

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Happy Birthday, Monique! Die Schlagersängerin wird 40 - und spricht mit «Bluewin» über ihre Trennung, Tränen und unerfüllte Träume.

Monique Kistler hat turbulente Monate hinter sich. Nach 19 Jahren zerbrach die Beziehung zu Ehemann Kaspar Kistler (41). Die drei Kinder (im Alter zwischen 11 und 13) blieben bei ihm, Monique zog im April zu ihrer neuen Liebe, Cruise-Manager Dani Kopp (45). Am Samstag, den 14. Oktober, feiert die Sängerin runden Geburtstag. «Bluewin» verrät sie aus diesem Anlass, warums keine zweite Hochzeit geben wird, was ihr noch heute Kummer bereitet und wieso sie graue Haare stressen. Doch vor allem: Warum sie sich auf die 40 besonders freut. 

«Bluewin»: Sie werden am 14. Oktober 40. Wie fühlen Sie sich vorm runden Geburtstag?

Monique: Wie vor jedem anderen Geburtstag auch. Ich weiss, dass viele Frauen mit dem 40. Probleme haben. Ich nicht. Ich finde, das ist ein tolles Alter und freue mich darauf.

Wie feiern Sie diesen speziellen Tag?

Ruhig, mit meinen Kindern und meinem neuen Schatz. Erst wollte ich eine Mottoparty machen, aber mir kam keine Idee. Ich zelebriere die Geburtstage gross, die man sonst nicht so feiert. Am 34. habe ich eine Broadway-Gala gemacht. Am 40. will ich privat sein und es gemütlich haben. Ich hatte so viel Rummel und Spektakel dieses Jahr. Mir ist nach Wellnesshotel oder Europapark – am besten nach einem Wellnesshotel im Europapark. Da gehe ich für mein Leben gerne hin.  

Wellness birgt ein Risiko: Was passiert, wenn Sie in der Sauna erkannt werden?

Ich habe vor fünf Monaten meine Haare kurz geschnitten, jetzt erkennt mich kein Mensch mehr. Genial! Wenn ich dann noch die Brille aufhabe, bin ich quasi inkognito. Es kommt dennoch vor, dass ich angesprochen werde, aber zurückhaltend. Aber logo, in der Sauna will man das nicht haben.  

Was ist mit 40 besser, als mit 20?

Das Wissen darum, dass man mit beiden Beinen im Leben steht. Ich fühle mich zwar wie 20, sehr fit, sehr jung, noch drückt nirgends der Schuh. Aber ich schätze die Erfahrungen, die ich gemacht habe. Ich bin dreifache Mama, habe mit meinem Ex-Mann ein Gasthaus geführt, ich habe mit der Musik so viel erleben dürfen – lauter Bereicherungen. Auch die negativen Erlebnisse hatten etwas Positives.   

Apropos negativ: Welche Kritik hat sie besonders verletzt?

Durch die Trennung von meinem Mann kam Kritik von Wildfremden, die mich sehr verletzt hat. Darunter Vorwürfe wie: Monique lässt die Kinder im Stich. Das trifft mich im Herzen. Wenns um die Kinder geht, tut mir das weh. Ich lebe mein Leben so, wie es für mich und mein Umfeld stimmt. Ich lasse meine Kinder sicher nicht im Stich. Ich bin immer für sie da, bin bei ihnen oder sie sind bei mir. Eine Trennung ist eine Herausforderung, manches ist schwieriger, wenn man nicht zusammen wohnt. Aber ich finde, dass wir einen guten Weg gefunden und einen guten Draht haben. Bevor das passierte, stand ich eigentlich nie im Kreuzfeuer der Kritik, ich war immer auf der Sonnenseite.

Haben Sie sich früher Ihr Leben mit 40 so vorgestellt, wie es ist?

Ja, so ungefähr. Das Meiste ist so gelaufen, wie ich es mir erträumt habe. Nur eines ist schief gelaufen: Ich dachte, meine Ehe hält für immer. Das war mein grösster Wunsch. Er ist nicht in Erfüllung gegangen. Ansonsten habe ich tolle, gesunde Kinder, bin stolz auf meine neue Beziehung und habe einen der schönsten Berufe der Welt.  

Was ist jetzt besser als in Ihren Vorstellungen?

Mein Auto. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal so einen Wagen fahren darf. Er sieht sportlich aus, hat Pfupf unter der Haube, man hört die Pferde heulen. Ich habe mir stets kleine Ziele gesetzt, solche, die ich mir gut erarbeiten konnte. Ich träume jedoch noch davon, am Broadway zu singen, mit Zylinder, Frack, Stock, Lackschuhen – die kleine Monique aus der Schweiz. Das schaffe ich glaube ich nicht, aber träumen darf man ja.  

Auf was sind Sie besonders stolz?

Auf meine tollen Kinder. Sie sind zwar frech zum Mami und zum Papi, aber lieb zum Umfeld. Dann darauf, dass ich seit 20 Jahren von der Musik leben darf. Ich habe seit sieben Jahren nichts mehr herausgeben dürfen, weil ich meiner alten Plattenfirma gekündigt hatte und daraufhin gesperrt war. Ich hatte Angst, dass ich das nicht überstehe und nicht mehr gebucht werde. Aber meine Fans sind mir treu geblieben und ich habe in der Zeit keine Einbussen hinnehmen müssen. Ende des Jahres kommt endlich mein zehntes Album heraus. Ich habe mein Level halten können – das macht mich sehr stolz.

Was können Sie richtig gut?

Meine Kinder nerven, wenn ich ihnen sage, sie sollen ihr Zimmer aufräumen. Im Autofahren bin ich nicht schlecht, ich kann sehr gut backen und singen. Hoffe ich. (lacht) 

Und was gar nicht?

Ich bin nicht die Geduldigste. Und handwerklich weniger begabt. Ich habe unsere neuen Möbel zusammengesetzt. Das sieht man auch: Als ich ein Loch für eine Lampe bohren wollte, war es hinterher grösser als die Lampe.  

Gibt es Stellen an Ihrem Körper, wo Sie das Älterwerden spüren?

Ja, an meinen Oberarmen, die schwabbeln. Wenn ich auf der Bühne stehe und mit den Armen tanze, dann merkt man, dass sie nicht mehr so straff sind. Auch der Bauch ist ein Thema, da muss ich stark dran bleiben mit trainieren. 

Wie begegnen Sie ihren Fältchen?

Damit gehe ich gut um. Jede Falte erzählt eine Geschichte. Ich finde es viel schlimmer, wenn am Gesicht herumgebastelt wird und es nicht mehr zum Rest des Körpers passt. Da habe ich lieber Falten. Und ich habe welche! Aber die gehören zu mir. Ich kann auf gute Gene bauen: Mein Mami ist über 70 – fast faltenfrei. Bei meiner Oma wars auch so.

Haben Sie schon graue Haare?

Jaaa – ich habe welche gefunden, die haben mich gestresst. Aber da ich blond bin, fällt das nicht so auf. Ausserdem bin ich in Sachen Frisur ohnehin am Experimentieren: Seit ich mich entschlossen habe, die Haare abzuschneiden, traue ich mich auch mehr beim Thema Farbe. Momentan habe ich ein herbstliches Rostrot drin.  

Was machen Sie, wenn Sie schlechte Laune haben?

Dann bleibe ich zuhause, verkrieche mich hinterm Putzeimer und gebe mich dem Putzwahnsinn hin. Da kann ich die Sau rauslassen. Durch die Trennung von meinem Mann, die in vollem Gange ist, gibts einige Momente, in denen ich traurig, verbittert oder schlecht gelaunt bin. Dann gehe ich nicht unter Leute.  

Sie haben Ihr Leben letztes Jahr über den Haufen geworfen. Hätten Sie sich das in jüngeren Jahren auch getraut?

Schwierige Frage. Ich dachte immer: Wenn ich zu jemanden «Ja» sage, dann für immer. Jetzt musste ich lernen, dass das Leben die Weichen anders stellt, als man es haben will. Vielleicht genau dann, wenn man es nicht erwartet. Ich habe in den Jahren vor der Trennung auch schon Chancen bei anderen Männern gehabt, ich war ja viel alleine unterwegs, da hätte es Gelegenheiten gegeben. Aber das habe ich nie gewollt. Für mich war klar: Das war mein Mann, da kämpft man sich durch. Ich bin sicher nicht die, die gleich geht, ich habe lange gekämpft. Aber irgendwann ist man zu müde und mag nicht mehr.  

Was war genau der Kampf?

Kaspar und ich waren 24 Stunden zusammen – im Restaurant und im Haus. Aber wir haben nebeneinander gelebt und nicht miteinander. Wahrscheinlich hat es tatsächlich mit dem Alter zu tun, dass man den Mut aufbringt, etwas Neues anzufangen. Ich dachte: Jetzt bin ich noch jung, jetzt kann ich einfach nochmal ins Leben starten. Natürlich hatte ich vorher auch gut gelebt. Wir hatten 19 wunderschöne Jahre, ich kann nichts Negatives sagen. Es war einfach Schicksal. Vielleicht auch eine Midlife-Krise. Ich bin viele Nächte alleine dagesessen und habe geweint. Mit drei Kindern überlegt man sich sehr gut, ob man geht oder nicht. Das ist ein Schritt, der verdammt weh tut. 

Jetzt haben Sie den Schritt gewagt. Trotzdem sagen Sie, sind Sie noch oft traurig?

Ja, wegen der Kinder. Die wünschen sich immer, dass Mama und Papa zusammen bleiben. Ich habe immer gehofft, dass wir nicht zu den Scheidungspaaren gehört. Leider Gottes ist es nun so. Das macht mich für die Kinder traurig. Ich bin mit Leib und Seele Mutter. Nun leben meine drei Kinder unter der Woche bei meinem Ex-Mann, eine Stunde Fahrtzeit von mir entfernt. Wenn ich höre, dass sie am Telefon husten, bleibt mir nur zu sagen: Nimm eine Lutschtablette. Dann nicht in ihrer Nähe zu sein, das tut weh. Am Wochenende sind sie bei mir. Wenn ich sie Sonntagabend zurück bringe, bin ich sehr nah am Wasser gebaut, dann gibts Tränen. Aber es stimmt trotzdem so für mich. Ich habe einen ganz lieben Schatz, der die Kinder gern hat. Obwohl er nie der Papa sein wird, dafür gibts keinen Ersatz. Mein Ex und ich haben es gut, reden viel – dadurch ist es nicht ganz so schlimm zu ertragen.  

Was ist für Sie das Wichtigste in einer Beziehung?

Ganz klar Vertrauen und einander Freiheit geben können. Die Freiheit hat mir in einer früheren Beziehung etwas gefehlt. Wir haben alles gemeinsam gemacht. Damals passte es so. Aber jeder Mensch braucht Zeit, die er auch mal alleine geniessen kann. Zeit für sich zu haben ist Luxus für die Seele. Das habe ich erst jetzt erkannt. Vielleicht hätte ich sie mir nehmen können, wenn ich etwas gesagt hätte, doch ich habe den Wunsch nie formuliert. Heute kann ich auch mal einfach einen Tag für mich gestalten. Ich kann einkaufen gehen, wann immer ich will. Ohne dass ich auf die Uhr schauen muss, weil ich zuhause noch ins Büro, servieren ober bügeln muss. Diese Freiheit ist toll und tut auch gut in einer Beziehung. 

Würden Sie nochmal heiraten?

Nein. Ich habe immer gesagt: Ich heirate nur, wenn Kinder da sind. Sonst weiss ich nicht, warum ich heiraten soll. Ich habe das einmal gemacht – ein zweites Mal wirds nicht geben.  

Womit könnte man Ihnen zum 40. eine Freude bereiten?

Ich brauche noch eine Vip Lounge für unseren neuen Balkon. (lacht). Im Grunde habe ich alles. Am meisten Freude macht man mir mit einem Lächeln und wenn man mir Zeit schenkt.

Welches war ihr schönster Geburtstag?

Der 34., an dem ich eine eigene Broadway-Gala mit 850 Gästen veranstaltet habe. Das war eine geniale Geschichte mit 19 Musikern und 18 Tänzerinnen auf der Bühne. Da ich es wohl nie an den Broadway schaffen werde, habe ich mir den Broadway eben in die Schweiz geholt. Der Hammer!  

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