11.10.2017 - 02:25, aktualisiert: 03:29, sda/Cover Media

Skandal um US-Filmproduzent weitet sich aus

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Der Skandal um Harvey Weinstein zieht immer grössere Kreise. Zahlreiche weitere prominente Weggefährte warfen dem 65-Jährigen sexuelle Belästigung vor - darunter Gwyneth Paltrow und Angelina Jolie. Selbst die Ehefrau nimmt nun Reissaus.

Weinstein habe sie als 22-Jährige angefasst und massieren wollen, sagte Schauspielerin Gwyneth Paltrow der "New York Times". Sie habe sich aber geweigert und ihrem damaligen Freund Brad Pitt von der Sache erzählt. Er konfrontierte Weinstein mit dem Vorfall und dieser warnte danach Gwyneth, noch anderen von den Annäherungsversuchen zu erzählen. "Ich dachte, er würde mich feuern", begründete die Oscarpreisträgerin ihr Schweigen.

Auch ihre Kollegin Angelina Jolie berichtete der Zeitung von einer "schlechten Erfahrung" mit Weinstein in ihrer Jugend. "Als Ergebnis habe ich mich entschieden, nie wieder mit ihm zu arbeiten, und andere vor ihm zu warnen. Dieses Verhalten gegenüber Frauen ist in jeder Branche und in jedem Land inakzeptabel."

Sex-Skandal um Harvey Weinstein

  • HARVEY WEINSTEIN und Georgina Chapman
  • HARVEY WEINSTEIN sexuelle Belästigung
  • HARVEY WEINSTEIN sexuelle Belästigung
  • HARVEY WEINSTEIN sexuelle Belästigung

Auch die frühere US-Aussenministerin und Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton zeigte sich entsetzt. "Ich war schockiert und entsetzt von den Enthüllungen", teilte Clinton über ihren Sprecher auf Twitter mit. Weinsteins Verhalten könne nicht hingenommen werden. "Ihr Mut und ihre Unterstützung anderer ist entscheidend dabei, derartiges Verhalten zu beenden."

Weinstein hatte US-Demokraten in verschiedenen Wahlkämpfen nach CNN-Angaben insgesamt Zehntausende Dollar gespendet. Darunter waren neben Hillary Clinton und Ex-Präsident Barack Obama auch Senatoren wie Elizabeth Warren und Chuck Schumer. Einige Senatoren kündigten nach den Enthüllungen an, Spenden Weinsteins für wohltätige Zwecke zu spenden.

Zuvor waren bereits Weggefährten wie Meryl Streep, George Clooney, Lena Dunham, Judi Dench, Kate Winslet, Mark Ruffalo und Christian Slater auf Distanz zu Weinstein gegangen. 

Angelina Jolie und Brad Pitt

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Vorwurf der Vergewaltigung

Nach Berichten der "New York Times" soll der einflussreiche Produzent jahrzehntelang junge Talente und Mitarbeiterinnen sexuell belästigt und mit Abfindungen zum Schweigen gebracht haben. Drei Frauen werfen dem 65-Jährigen gar vor, sie vergewaltigt zu haben, wie das Magazin "New Yorker" berichtete. Unter ihnen ist der italienische Filmstar Asia Argento.

Weinstein wehrte sich gegen die Vergewaltigungsvorwürfe. Er wies über eine Sprecherin alle Anschuldigungen über nicht einvernehmlichen Sex zurück.

Ehefrau gibt Trennung bekannt

Weinstein hatte erklärt, eine Auszeit nehmen zu wollen. Am Sonntag erhielt er von seinem Filmstudio The Weinstein Company (TWC), das er zusammen mit seinem Bruder Bob gegründet hat, die Entlassung. Die Ehefrau des Produzenten, Georgina Chapman (41), trennte sich inzwischen von ihrem Mann. Sie gab am Dienstag eine entsprechende Erklärung gegenüber dem Magazin "People" ab. Darin erklärt die Designerin: "Mein Herz bricht ob all der Frauen, die unglaublichen Schmerz aufgrund dieser unverzeihlichen Taten erleben mussten. Ich habe mich dazu entschieden, meinen Ehemann zu verlassen. Die Sorge um meine Kinder steht an erster Stelle und ich bitte die Medien darum, in dieser Zeit meine Privatsphäre zu schützen."

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  • Robeto Patricia Blanco
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