Daniel Küblböcks Vater wollte          Kreuzfahrt unbedingt verhindern

14.9.2018 - 09:29, tsch

Sänger und TV-Star Daniel Küblböck wird vermisst.
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Berichten zufolge soll er bei einer Reise auf dem Kreuzfahrtschiff «Aidaluna» über Bord gegangen sein. Schiffscrew und Küstenwache suchen vor der Küste Kanadas nach ihm.
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Daniel Küblböck (r.) stand erstmals als Teilnehmer der Castingshow «Deutschland sucht den Superstar» (DSDS) im Scheinwerferlicht. Er belegte den dritten Platz hinter Alexander Klaws und Juliette Schoppmann (l.).
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Des Weiteren nahm Küblböck an TV-Shows wie dem Dschungelcamp («Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!»), «Big-Brother» und «Let’s Dance» teil.
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Mit seiner unkonventionellen Art sorgte er in den verganenen Jahren immer wieder für Schlagzeilen - mal als Ökostrom-Millionär, mal mit diversen Image-Wechseln. 2012 wurde Küblböck von einer deutschen Immobilien-Millionärin adoptiert. Seitdem trägt er den Doppelnamen Kaiser-Küblböck.
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Nach dem Verschwinden Daniel Küblböcks meldet sich die Familie mit einem emotionalen Statement zu Wort: Der Vater raumt mit Gerüchten auf und verrät, dass er die Kreuzfahrt seines Sohnes noch abblasen wollte.

Nach dem mutmasslichen Sprung des Sängers Daniel Küblböcks von einem Kreuzfahrtschiff vor der kanadischen Küste meldet sich nun seine Familie zum zweiten Mal zu Wort. In einem emotionalen Brief will sein Vater Günter Küblböck mit Gerüchten und Spekulationen aufräumen und verrät, dass er die Reise seines Sohnes verhindern wollte.

«Die Tragödie und alles was in den letzten Wochen geschehen ist beschäftigt die ganze Familie und enge Freunde sehr und macht unendlich traurig», beginnt der offene Brief auf der Homepage des Sängers. Weil die Spekulationen zuletzt überhand nahmen, habe sich die Familie entschlossen, das «Schweigen zum Schutz von Daniels Privatsphäre» zu brechen, «so dass wir uns mit ein paar Details nun zu Wort melden.»

So sei Daniel Küblböck alleine und ohne Begleitung an Bord der «AIDAluna» gegangen, heisst es weiter. Daniels Vater Günter Küblböck ist sich sicher: «Daniel war nicht depressiv, aber er hatte seit kurzem psychische Probleme, die man wohl am Besten mit einer Art Psychose beschreiben kann. Ich kann für mich zu hundert Prozent ausschliessen, dass Daniel einen Selbstmord geplant oder vor hatte sein Leben zu beenden. Dies kann er nur in einem Ausnahmezustand getan haben, ohne sich wirklich im Klaren darüber zu sein, was er tut und welche Folgen das haben wird.»

Die plötzliche Wesensveränderung, die sich erst in den letzten Wochen in vielen Facetten gezeigt habe, bereitete der Familie grosse Sorgen, «so habe ich alles daran gesetzt, diese Reise zu verhindern», schreibt Günter Küblböck. Aufgrund der Gesetzeslage sei das aber nicht möglich gewesen: «Ich hatte daher schon im Vorfeld die Verantwortlichen des Schiffes darum gebeten, ein besonderes Auge auf Daniel zu haben.»

Günter Küblböck erklärte zudem, dass «Daniel seit seiner Jugend niemals auch nur ansatzweise erwähnt hat, er würde sich wünschen eine Frau zu sein. Das kann jeder bestätigen der ihn näher gekannt hat. Im Gegenteil, er hat in den letzten Jahren immer auf ein sehr männliches Auftreten geachtet.»

Auffällig sei jedoch gewesen, «dass sich sein Zustand massiv mit der intensiven Vorbereitung auf die Frauenrolle, die er zu seinem Abschlusstück an der Schauspielschule spielen sollte, verändert hat.» Daniel habe diese Ausbildung sehr ernst genommen: «Er hatte sehr viele Pläne für die Zeit nach dem Studium.»

Die Familie, Eltern, Stiefmutter, Adoptivmutter und enge Freunde seien zu jeder Zeit für Daniel dagewesen und hätten alles versucht ihm zu helfen, stellt Günter Küblbock klar, bevor der Brief mit den Worten «Wir vermissen dich ...» endet.

Es wird davon ausgegangen, dass Daniel Küblböck am Sonntag von der «AIDAluna»  ins Wasser sprang, um sich das Leben zu nehmen. Die kanadische Küstenwache stellte am Montag die Suche ein. Wann der Sänger für tot erklärt wird, ist offen.


Brauchen Sie Hilfe? Hier können Sie darüber reden:
Dargebotene Hand:Tel. 143, 143.ch
Online-Beratung für Jugendliche mit Suizidgedanken: U25-schweiz.ch

Angebot der Pro Juventute: Tel. 147, 147.ch
Kirchen: Seelsorge.net


Daniel Küblböck: Stationen seiner bewegten Karriere
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