Shootingstar Glen Powell spielt die Hauptrolle in «The Running Man».
Als Ben Richards muss er in einer Fernsehshow ums Überleben rennen.
Für TV-Produzent Dan Killian (Josh Brolin) ist er der ideale Kandidat...
...weil Richards einen tiefen Hass gegen das "Network" empfindet.
30 Tage muss Richards vor den "Hunters" flüchten, um zu gewinnen.
Shootingstar Glen Powell spielt die Hauptrolle in «The Running Man».
Als Ben Richards muss er in einer Fernsehshow ums Überleben rennen.
Für TV-Produzent Dan Killian (Josh Brolin) ist er der ideale Kandidat...
...weil Richards einen tiefen Hass gegen das "Network" empfindet.
30 Tage muss Richards vor den "Hunters" flüchten, um zu gewinnen.
In «The Running Man» muss Glen Powell an einer tödlichen Fernsehshow teilnehmen. Der dystopische Thriller hat wenig Aussagekraft, aber trumpft mit spektakulären Verfolgungsjagden und rebellischer Stimmung auf.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- «The Running Man» basiert auf einem Roman von Stephen King und wurde bereits 1987 mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle verfilmt.
- Im dystopischen Thriller spielt Glen Powell einen Mann aus der Arbeiterklasse, der an einer tödlichen Fernsehshow teilnimmt, um schnell viel Geld zu verdienen.
- Der Film von Regisseur Edgar Wright («Baby Driver») übt Kritik am Sensationsjournalismus und verweist auf die Gefahren von KI.
- «The Running Man» läuft ab sofort bei blue Cinema.
Die Romane des legendären Autors Stephen King scheinen aktuell gefragter denn je zu sein als Vorlagen für Kinofilme. Allein im Jahr 2025 erschienen in den hiesigen Kinos bisher unter anderem «The Monkey», «The Long Walk» und «The Life of Chuck», welche allesamt auf dessen Büchern basieren. Soeben wurde zudem die HBO-Serie «IT: Welcome to Derry» lanciert.
Mit «The Running Man» kommt nun die nächste spannende Geschichte von King auf die Kinoleinwand. Die erste Verfilmung des gleichnamigen Romans aus dem Jahr 1982 ist es hingegen nicht. Bereits 1987 erschien «Running Man» mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle.
Für die Neuauflage wagt sich Regisseur Edgar Wright an den Stoff. In den letzten Jahren begeisterte der englische Filmemacher unter anderem mit der rasanten Actionkomödie «Baby Driver», dem Mystery-Thriller «Last Night in Soho» und dem Musik-Dokumentarfilm «The Sparks Brothers». Bekanntheit erlangte er Mitte der 00er-Jahre mit der durchgeknallten Horrorkomödie «Shaun of the Dead» und der Polizei-Buddy-Komödie «Hot Fuzz».
Ein Shootingstar für die Hauptrolle
Die Hauptrolle von «The Running Man» wurde mit Glen Powell hochkarätig besetzt. Seine Darstellungen in «Top Gun: Maverick», «Hit Man» und «Anyone But You» zeichnen ihn als einen der aktuell angesagtesten Shootingstars aus.
Powell spielt Ben Richards, einen einfachen Mann aus der Arbeiterklasse, der dringend Geld benötigt, um seiner kranken kleinen Tochter Medikamente zu beschaffen. Weil die futuristische dystopische Welt in «The Running Man» streng in eine Klassengesellschaft getrennt ist und von einem staatlichen Kontrollapparat namens «The Network» kontrolliert wird, bleibt Ben nur eine Möglichkeit. Er muss sich für eine der populären TV-Gameshows bewerben, um schnell an viel Geld zu kommen.
Aufgrund seiner rebellischen Art, seinem unbändigen Kampfwillen und seinem Hass gegen das System ist er in den Augen des skrupellosen TV-Produzenten Dan Killian (Josh Brolin) der ideale Kandidat für die gefährlichste und ruhmreichste aller Shows: The Running Man. Ziel bei der Show ist es, 30 Tage lang zu überleben, während die Kandidaten von einer Gruppe Auftragskiller gejagt werden – und dies live übertragen von Drohnenkameras.
Hass gegen das System und unbändige Willenskraft
«The Running Man» erzeugt mit seiner Überlebenskampf-Geschichte von Beginn weg viel Nervenkitzel und erinnert mit der Ausgangslage an Filme wie «Hunger Games», «The Long Walk» oder die Netflix-Serie «Squid Game». Powell überzeugt sowohl physisch in den intensiven Flucht- und Kampfszenen als auch auf psychologischer Ebene. Der Hass gegen das System ist ihm ins Gesicht geschrieben und seinen unbändigen Willen, seiner Familie zu helfen, vermittelt er stark.
Viele bekannte Gesichter, die ihm als Nebenfiguren auf seinem Weg helfen, sorgen für humorvolle Abwechslung. Herauszuheben ist hierbei sicherlich Michael Cena als ultimativer Nerd, der nur darauf gewartet hat, eines Tages gegen die berüchtigten Hunter zu kämpfen und dafür bestens ausgerüstet ist.
Auch die gezeichnete dystopische Welt hat visuell ihren Reiz. Grau, trist und düster ist die Stadt, mit zahlreichem Elend auf den Strassen auf der einen Seite. Und modern, futuristisch und pieksauber hinter der Trennmauer – auf der Seite der hohen sozialen Schicht.
Viel Spektakel ohne grosse Wirkung der Medienkritik
Doch genau hier beginnt gleichzeitig das Scheitern des Films. Was sich genau abgespielt hat in der Geschichte dieser Welt, bleibt verborgen. Es gibt einen Kontrollapparat namens «The Network», der die Medien als Propagandamittel nutzt und die Gesellschaft manipuliert.
Dem Reality-TV sind keine Grenzen mehr gesetzt – die sozial Benachteiligten werden zum Wohle der Unterhaltungsbranche missbraucht, ihr Leben zu riskieren. Und auf die Gefahren von KI wird ebenfalls verwiesen. Produzent Killian nutzt Fake-Videos von Richards, um die Geschichte der Show in seine gewünschte Richtung zu lenken.
«The Running Man» will Kritik üben an der Entwicklung, der Macht und dem Missbrauch der Medien, macht dies jedoch viel zu plakativ. Der Sensationsjournalismus wird völlig überspitzt dargestellt, aber von einer tiefgründigen Auseinandersetzung fehlt jegliche Spur. Argumente und sinngebende Diskurse werden kaum geliefert. Damit verfehlt es der Film, seinen Messages die richtige Wirkung zu geben. Sie dienen rein dem Unterhaltungsfaktor.
Wer also auf ein medienkritisches, einfallsreiches Zeitdokument hofft, liegt bei «The Running Man» falsch. Als aufregendes Wettrennen ums Überleben funktioniert er dafür gut dank spektakulären Jagden durch die Grossstadt und einem fest entschlossenen Glen Powell in der Hauptrolle.
«The Running Man» läuft ab sofort bei blue Cinema.
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