10.10.2017 - 13:45, tsch

Mehr als nur Gerüchte-Küche: Koch serviert Essensmarotten der Royals

 

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Der goldene Löffel hatte auch mal Pause: Ein Ex-Koch der Royals packt über die kulinarischen Vorlieben und Essgewohnheiten der Königsfamilie aus - und berichtet von einer peinlichen Verwechslung.

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Er begleitete das Leben der Royals so eng wie kaum ein anderer: Darren McGrady (55), war von 1982 an elf Jahre lang Küchenchef im Buckingham Palast, ehe er sich um das leibliche Wohl von Prinzessin Diana kümmerte. Nun servierte er in einem Interview mit der US-Zeitschrift «Marie Claire» brühwarm jede Menge Vorlieben und Marotten der Königsfamilie - zum Wohle seines neuen Buchs «The Royal Chef at Home», in dem er Rezepte und Erinnerungen aus dem Palastleben teilt.

Die Queen isst aus Plastik

Demnach begann der Tag für die Queen oft mit einer schlichten Portion Cornflakes, die sie sich selbst zubereitete und manchmal sogar direkt aus einer gelben Tupperschüssel verspeiste. Dazu: eine Tasse Darjeeling-Tee. Mittags, abends und vor allem bei Banketts waren die Gerichte meist deftiger. Dann landeten Fasane, Auerhähne oder Rebhühner vom eigenen Anwesen auf dem königlichen Teller. Aber ohne Knoblauch, bitte! Weder Geschmack noch Geruch der Knolle sagten der Queen sonderlich zu - mehr noch: «Sie hasste es!»

Eine besondere Schwäche hat die 91-Jährige laut McGrady indes für Schokolade: «Sie liebt sie. Das ist ihre Leibspeise, dunkle Schokolade. Je dunkler, desto besser.»

Prinz Philip mit dem Gärtner verwechselt

Eine Begegnung mit Prinzgemahl Philip, Duke of Edinburgh, wäre für McGrady dagegen beinahe peinlich geworden: «Er kam in die Küche, und ich dachte, es sei der Gärtner. Er war ein alter Mann in abgetragenen Klamotten, er trug Pullover, aus dem die Arme bereits am Ellenbogen hervorlugten.» Ein Korb mit Bio-Lebensmitteln für Prinz Charles (68) soll bei dem mittlerweile 96-Jährigen nur Kopfschütteln ausgelöst haben.

Die Zusammenstellung des Speiseplans war übrigens eng abgestimmt. Zwei-, dreimal die Woche schickte der Küchenchef seine Vorschläge an die Queen: «Dann strich sie jene Gerichte durch, die sie nicht wollte.»

Lady Di bat um fettarme Variationen

Etwas schwieriger und unvorhersehbarer gestaltete sich die Arbeit später für Prinzessin Diana (†36). «Ich warf mein Buckingham-Palast-Kochbuch weg, und wir stellten auf gesunde Ernährung um», erklärte McGrady. «Saft, frischer Fisch, Salate und gefüllte Paprika.» Gleichzeitig gab Lady Di gerne den Wünschen ihrer Söhne William und Harry nach. Die hätten laut McGrady Fast Food geliebt und gingen mit ihrer Mutter auch mal zu McDonald's.

Die Essstörung von Lady Di fiel ihm zunächst gar nicht auf. Später habe er auf ihren Wunsch hin bei Staatsbanketts speziell für sie fettärmere Varianten der servierten Mahlzeiten zubereitet, erinnert sich der Ex-Koch der Royals in einem Interview mit «USA Today». Besonders in Erinnerung blieb ihm Dianas Wunsch, jenes Tomaten-Mousse zu kochen, das er bereits US-Präsident Ronald Reagan im Schloss Windsor serviert hatte. Er entgegnete: «Sie können das nicht essen, Ihre königliche Hoheit. Es enthält Mayonnaise, Sour Cream und Doppelrahmfrischkäse», schildert McGrady das Gespräch. «Dann machen Sie mir eine fettfreie Version», so die Königin der Herzen.

Eine nette Anekdote am Rande: Damit Queen Mum (†102) zu einem Abendessen auf Schloss Balmoral nicht zu spät kam, habe man ihr 20.15 Uhr als Anfangszeit genannt - allen anderen jedoch 20.30 Uhr, sodass pünktlich aufgetischt werden konnte.

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