Britische Regierung denkt über Beflaggung an Andrews Geburtstag nach

AP

6.2.2020 - 20:42

Prinz Andrew wird am 19. Februar 60 Jahre alt. Ob das Königshaus dafür den Union Jack an Rathäusern aufziehen lässt, ist unklar.
Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa

Die britische Regierung überprüft die bisherige Praxis, an Geburtstagen von Mitgliedern des Königshauses den Union Jack an Rathäusern aufziehen zu lassen.

Die britische Regierung überprüft die bisherige Praxis, an Geburtstagen von Mitgliedern des Königshauses den Union Jack an Rathäusern aufziehen zu lassen. Das sagte der Sprecher von Premierminister Boris Johnson, James Slack, nachdem das für Kommunen zuständige Ministerium Bürgermeisterämter im Königreich daran erinnert hatte, die Ehrenbeflaggung auch zu Prinz Andrews anstehendem 60. Geburtstag am 19. Februar anzubringen.

Dagegen regte sich Unmut und Widerspruch. Der Bürgermeister von Liverpool, Joe Anderson, sagte, die Stadt werde für den nach Vorwürfen einer Verwicklung in einen Sexskandal um den verstorbenen US-Milliardär Jeffrey Epstein von repräsentativen Aufgaben zurückgetretenen Andrew keine Fahne aufziehen. «Wenn man sich sein Verhalten betrachtet, wäre es für uns nicht angebracht, seinen Geburtstag hervorzuheben», sagte er.

Slack sagte, die Regierung und das Königshaus prüften, wie die Flaggenpolitik «bei sich ändernden Umständen wie etwa, wenn Mitglieder der Königsfamilie von ihren Pflichten zurücktreten», gehandhabt werden soll.

An Andrews Geburtstag sollen auch die Glocken von Westminster Abbey läuten. Es gebe keine Pläne, das zu ändern, teilte Westminster Abbey mit.


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