Spuren führen auch in die SchweizSkandal-Prinz Andrew soll Millionen aus Familienvermögen nie zurückgezahlt haben
Sven Ziegler
12.2.2026
Prinz Andrew lebte in diesem Chalet in Verbier VS.
AFP / Keystone / Bildmontage blue News
Ex-Prinz Andrew soll laut einem Bericht der britischen «Sun» rund 12 Millionen Pfund aus dem Vermögen seiner Familie erhalten haben, um 2022 den Vergleich mit Virginia Giuffre zu finanzieren. Eine Rückzahlung sei bislang nicht erfolgt.
Neue Vorwürfe gegen Prinz Andrew sorgen in Grossbritannien für Schlagzeilen. Wie die Boulevardzeitung «The Sun» berichtet, soll der Sohn von Queen Elizabeth II. rund 12 Millionen Pfund aus dem Familienvermögen erhalten haben, um 2022 einen aussergerichtlichen Vergleich mit seiner Anklägerin Virginia Giuffre zu finanzieren.
Dem Bericht zufolge habe die verstorbene Königin etwa 7 Millionen Pfund beigesteuert, weitere Mittel sollen aus dem Nachlass von Prinz Philip sowie vom damaligen Prinzen Charles – heute König Charles III. – gekommen sein. Eine Quelle wird mit der Aussage zitiert, Andrew habe «keinen Penny» zurückgezahlt.
Vergleich verhinderte US-Prozess
Der Vergleich mit Virginia Giuffre wurde im März 2022 geschlossen. Giuffre hatte Andrew vorgeworfen, sie als Minderjährige mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Der Prinz bestritt die Anschuldigungen stets. Mit dem Vergleich wurde ein Zivilverfahren in den USA beendet; Andrew musste sich dadurch nicht vor Gericht äussern.
Giuffre hatte angegeben, sie sei vom verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und dessen Vertrauter Ghislaine Maxwell an Andrew vermittelt worden. Ein bekanntes Foto zeigt Andrew mit dem Arm um die damals 17-jährige Giuffre; im Hintergrund steht Maxwell, die inzwischen eine langjährige Haftstrafe verbüsst.
Chalet-Verkauf brachte offenbar keinen Ertrag
Laut «The Sun» soll Andrew ursprünglich geplant haben, den Verkauf seines Chalets in Verbier VS zu nutzen, um die Summe zurückzuzahlen. Die Immobilie sei jedoch stark belastet gewesen, sodass aus dem Verkauf kaum oder kein Gewinn resultiert habe.
Prinz Andrew verkaufte sein Chalet in Verbier VS.
AFP
Der Buckingham Palace wollte die neuen Behauptungen nicht kommentieren. Auch aus dem Umfeld von Andrew gab es zunächst keine öffentliche Reaktion.
Für Prinz Andrew hatte der Skandal bereits weitreichende Konsequenzen: Er legte öffentliche Ämter nieder und verlor militärische Ehren und Schirmherrschaften. Seine Rolle innerhalb der königlichen Familie gilt seither als stark eingeschränkt.
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