So titeln britische Medien Von «Schlimmster Albtraum» bis «Festnahme hat die Monarchie gerettet»

Carlotta Henggeler

19.2.2026

Prinz Andrew verlässt am. 13. September 2022 die St. Giles Kathedrale nach der Ankunft des Sarges mit den sterblichen Überresten seiner Mutter Queen Elizabeth in Edinburgh, Schottland. (Archivbild)
Prinz Andrew verlässt am. 13. September 2022 die St. Giles Kathedrale nach der Ankunft des Sarges mit den sterblichen Überresten seiner Mutter Queen Elizabeth in Edinburgh, Schottland. (Archivbild)
Petr David Josek/AP/dpa

Britische Medien sehen die Royal Family nach der Verhaftung von Prinz Andrew in einer ihrer schwersten Krisen seit Jahrzehnten. Beobachter sprechen von einer historischen Wende – und von einer möglichen «Ära der Rechenschaft», auf die das Königshaus kaum vorbereitet sei.

Carlotta Henggeler

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Britische Zeitungen sprechen von einer historischen Zäsur nach der Festnahme von Prinz Andrew im Epstein-Skandal und sehen die Royal Family in einer schweren Krise.
  • Experten bezeichnen den Schritt als «seismisch» und als möglichen Beginn einer «Ära der Rechenschaft», die die Monarchie gefährde.
  • Während einige Kommentatoren von Andrews «schlimmstem Albtraum» sprechen, wertet der «Mirror» die Festnahme gar als Rettung der Royls.

The Sun: «Grosse Krise für die Royal Family – Zeit für Rechenschaft im Epstein-Skandal!»

Der Royal-Reporter der englischen Zeitung «The Sun» – Matt Wilkinson – hat sich in einer Analyse über die Verhaftung geäussert. Sein Titel lautet: «Grosse Krise für die Royal Family – Zeit für Rechenschaft im Epstein-Skandal». 

Wilkison schreibt, die Festnahme nach der Veröffentlichung der Epstein-Files hatte «etwas Unvermeidliches an sich». 

Ausgerechnet an seinem 66. Geburtstag sei der Ex-Prinz festgenommen worden – ein Schritt, der schockierend wie dramatisch sei – und eine schwere Krise für die Royal Family markiert.

Die Epstein-Affäre zieht sich seit Jahren hin. Nun befinden wir uns tatsächlich in einer Ära der Rechenschaft, schliesst Wilkinson seine Analyse ab. 

Guardian: «Königsfamilie nicht dafür gewappnet – seismisch»

Die Festnahme von Andrew Mountbatten-Windsor hat die ranghohen Royals in «unerforschtes Terrain» geführt, sagte der frühere BBC-Royalkorrespondent Peter Hunt dem «Guardian»

Peter Hunt erklärte weiter, die Königsfamilie sehe sich einer Situation gegenüber, für die sie «nicht gerüstet» sei. Zudem sagt er, die Festnahme des ehemals Achten in der britischen Thronfolge sei «seismisch». 

Die führenden Royals befinden sich nun in unerforschtem Terrain, für das sie nicht ausreichend vorbereitet sind. Sie werden Fragen zu Andrew Mountbatten-Windsor beantworten und sich verantworten müssen – etwas, das für sie – bisher – ein fremdes Konzept war.

Sky News: «Tief erschütternd» – die Verhaftung ist sein «schlimmster Albtraum»

Eine Verhaftung wäre für Andrew «so schlimm, wie es nur geht», sagt Royal-Expertin Jennie Bond gegenüber Sky News.

Der gefallene Ex-Prinz müsse sich nun wohl der Realität stellen, dass er nicht mehr in seiner früheren privilegierten Position sei. Andrew sei stets sehr auf seinen Status bedacht, selbstsicher und auf viele arrogant gewirkt. Er habe ein Leben geführt, in dem ihm kaum widersprochen wurde.

Nun müsse er sich den Anweisungen der Polizei fügen – eine Erfahrung, die für ihn laut Bond «der schlimmste Albtraum» sein dürfte.

Daily Mail: «Soll der König zurücktreten?»

Die britische «Daily Mail» hat auf der Seite eine Umfrage platziert, bei der die Leser direkt abstimmen sollen, ob der König zurücktreten soll. 

Mirror: «Andrews Geburtstags-Festnahme hat die Monarchie gerettet – die Royals haben nun eine Zukunft in Grossbritannien»

Royal-Biograf Andrew Lownie bezeichnet die Festnahme gegenüber dem «Mirror» als «grossartige Nachricht». Die Behörden würden endlich handeln.

«Ich denke, die Monarchie ist gerettet», sagte er. Für ihn sei klar: Die Polizei tue lediglich ihre Pflicht, nachdem die Beweislage immer deutlicher geworden sei.

Lownie geht zudem davon aus, dass König Charles über die bevorstehende Festnahme informiert gewesen sei und diese gebilligt habe. Andrew selbst soll hingegen keine Vorwarnung erhalten haben.

Beobachter sprechen von einer historischen Zäsur – und von einer möglichen «Ära der Rechenschaft» für das britische Königshaus.


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