WC-Papier und geklaute Handtücher Günther Jauchs Ersatz sorgt für Stirnrunzeln und viel Fremdscham

Sven Ziegler

28.4.2026

Comedian Ralf Schmitz befragt Einzelkandidat Sven.
Comedian Ralf Schmitz befragt Einzelkandidat Sven.
RTL

Von Klopapierverbrauch über geklaute Hotel-Handtücher bis hin zu kleinen Lügen im Lebenslauf: Im neuen Quiz «Die Weisheit der Vielen» treten Einzelkandidaten gegen die geballte Wissensmacht des Studiopublikums an. Bei der Premiere ist die Stimmung irritierend aufgekratzt.

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  • In der neuen RTL-Show tritt ein Einzelkandidat gegen 200 Studiogäste an, die gemeinsam Antworten schätzen.
  • Die Fragen drehen sich um Alltagsverhalten – etwa Klopapierverbrauch oder kleine Lügen im Lebenslauf.
  • Zum Start wirkt die Stimmung im Studio auffallend überdreht, während das Konzept grundsätzlich funktioniert.

Das Quiz ist neu, die Idee dahinter hingegen altbekannt: In «Die Weisheit der Vielen - Die Show des skurrilen Wissens» (RTL) geht es um die Frage, wer mehr weiss: eine Einzelperson oder viele Menschen. «In einer Gruppe sind wir Menschen schlauer als allein. In dieser Show wollen wir herausfinden, ob diese Theorie heute noch stimmt», sagt Comedian Ralf Schmitz (51), der die Gameshow moderiert.

«Die Vielen», das sind die 200 Studiogäste - sie treten gegen Einzelkandidaten an. Die Fragen sind alltagsnah: «Wie viele Klopapierrollen verbrauchen wir jährlich pro Kopf?», «Wie viele Minuten tragen die Deutschen durchschnittlich eine Jogginghose am Tag?» oder «Wie viele Menschen haben schon mal im Hotel etwas mitgehen lassen?»

Zu gewinnen gibt es für die Kandidaten 10'000 Euro. Tippen «die Vielen» besser als die Einzelkandidaten, landet das Geld im Jackpot. Im Finale kann dann der oder die beste aus dem Publikum um den Jackpot spielen. Ähnlich wie bei «Wer wird Millionär?» (auf dessen Sendeplatz das Quiz in den nächsten drei Wochen gezeigt wird), lebt «Die Weisheit der Vielen» davon, dass die Zuschauer zu Hause mitschätzen können.

Verbrauchen die Deutschen wirklich nur 72 Rollen Klopapier im Jahr, wie es Kandidat Simon vermutet ("Ich kaufe etwa alle vier Monate neue Klopapierrollen") oder hat die Frau im Publikum womöglich Recht, die auf 689 Rollen tippt? Die Lösung liegt weit darunter: 131 Klopapierrollen verbrauchen die Bundesbürger im Jahr.

«Ich war jung und brauchte das Handtuch»

Auch Fragen nach kleinen Notlügen im Lebenslauf (der Grossteil gesteht es), den durchschnittlichen Ausgaben für ein Geburtstagsgeschenk für den Partner (169,90 Euro) und der Vorliebe für Jogginghosen sorgen dafür, dass man vor dem Fernseher amüsiert mit rät, sich selbst überprüft und erleichtert aufatmet. Seht her, auch andere haben schon mal im Hotel etwas mitgehen lassen! 560 von 3000 Befragten, um genau zu sein, darunter auch Kandidat Sven: «Ich war jung und brauchte das Handtuch.»

Bisweilen fragt man sich, was die Kandidaten Backstage alles an Getränken bekommen, denn die Laune ist bisweilen irritierend aufgekratzt: Die 60-Jährige Iris erzählt aufgeregt von ihrem Traum, Frank Buschmann als Moderator von «Ninja Warrior» abzulösen, traut sich selbst als Kandidatin aber wenig zu: «Ich habe gedacht, bei der ersten Frage fliege ich raus!». Die 10'000 Euro gewinnt sie tatsächlich nicht, denn sie vertippt sich bei der Frage: Wie viele von 1000 Menschen winken zum Abschied bei einem Online-Termin? Iris tippt auf 111, die Vielen sagen: 284. Die korrekte Antwort: 210 Menschen.

Weil «die Vielen» deutlich besser getippt haben, darf eine von ihnen das Finale mit drei Fragen spielen: Doch ausgerechnet als es um Fragen rund ums Bargeld geht, versagt das zuvor so treffsichere Bauchgefühl der 58-jährigen Publikumskandidatin Anke. Ihr magerer Trostpreis: 500 Euro.

RTL zeigt «Die Weisheit der Vielen» noch zwei Mal am Montagabend um 20.15 Uhr und eine Woche zuvor im Stream bei RTL+

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